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Presse-Stelle:  BUND Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V., D-10179 Berlin
Rubrik:Umweltschutz    Datum: 21.07.2001
BUND baut riesiges Rettungsboot für Klimavertrag
Bonn/Berlin, 21.7.01: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND), deutsches Mitglied von Friends of the Earth International, baut in
Bonn zur Weltklimakonferenz gemeinsam mit tausenden aus allen Teilen der
Welt angereisten Aktivisten ein 30 Meter langes, sechs Meter breites und
vier Meter hohes Rettungsboot für den Klimavertrag. Die Umweltschützer
nageln 2000 Holzplanken, auf die sie ihre Forderungen an den Klimagipfel
geschrieben haben, auf einen vorgefertigten Schiffsrumpf. "Rettet den
Klimavertrag", "Nach Bush die Sintflut" oder "Don`t sink the world" ist auf
Planken zu lesen, die u.a. aus Japan, den USA, Kanada, Neuseeland, Indien,
Indonesien, Tansania und der Türkei stammen. Gegen Samstagmittag wird das
Klima-Rettungsboot in einem Demonstrationszug zum UN-Konferenzzentrum
gebracht. Es wird dort bis zum Gipfel-Ende als Mahnmal für den Klimaschutz
stehen.

Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Bundesvorsitzende: "Wir bauen gemeinsam ein
Rettungsboot für das Klimaabkommen, um den Konferenzteilnehmern zu zeigen,
dass es höchste Zeit für einen wirksamen Klimaschutz ist. Schon heute spüren
viele Menschen - vor allem in den armen Ländern der Welt - die schlimmen
Folgen des Klimawandels. Dafür sind vor allem die Industrieländer
verantwortlich. Die internationale Staatengemeinschaft muss jetzt handeln
und ein Abkommen zur Bekämpfung der Klimakatastrophe verabschieden. Dabei
darf es keine weiteren Verzögerungen und faulen Kompromisse geben."

Die Schiffbauer des "Klima-Rettungsbootes" fordern die japanische Delegation
auf, auch ohne die USA das Kyoto-Protokoll umzusetzen. Das dürfe allerdings
nicht damit erkauft werden, die anvisierten Klimaschutzziele aufzugeben.
Denn nur wenn der Gipfel von Bonn zu tatsächlichen Verringerungen der
globalen Treibhausgase führe, sei etwas für den Umweltschutz gewonnen.

Zahrnt: "Ein seriöses Kyoto-Protokoll ist der erste Schritt für einen
wirksamen Klimaschutz. Nach und nach müssen dann strengere Reduktionsziele
für die Treibhausgase folgen, damit die Emissionen in den Industrieländern
bis 2050 um 80 Prozent verringert werden. Nur so besteht eine Chance, dass
der Wetterbericht in Zukunft nicht immer häufiger zum Katastrophenbericht
wird."

Aktions-Programm am 21.7.:
9.30 Münsterplatz: Eröffnungsreden
10.00 Bau des Rettungsbootes beginnt
11.30 Demonstrationszug startet zum Konferenzzentrum
13.45 Ankunft am Robert-Schumann-Platz,
14.00 Abschlussreden/Angelika Zahrnt(BUND) und Klaus Töpfer (UNEP)

Für Rückfragen in Bonn:
Dr. Angelika Zahrnt/BUND-Bundesvorsitzende/Tel. 0172-5940409, Daniel
Mittler, Referent für Internationale Umweltpolitik des BUND, mobil:
0173-9234747 oder Daniel Kluge, BUND-Pressestelle, mobil: 0177-7190500.
presse@bund.net


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