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Presse-Stelle:  BUND Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V., D-10179 Berlin
Rubrik:Umweltschutz    Datum: 25.11.2000
BUND-Delegiertenversammlung: Den Haag konnte Klima-Killer nicht stoppen
Reduzierung der Treibhausgase notwendiger denn je
Den Haag/Berlin, 25.11.00: Für die 16 Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist das Scheitern des Weltklimagipfels von Den Haag ein warnendes Vorzeichen der weiter zunehmenden Klimazerstörung. Auf ihrer Bundesversammlung verurteilten die rund 130 Delegierten aus ganz Deutschland die Blockade eines wirksamen Klimaschutzes durch Staaten wie die USA, Japan, Australien, Kanada sowie durch die Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC). Die internationale Gemeinschaft werde von den Gegnern des Klimaschutzabkommens und Teilen der Industrie daran gehindert, den Ausstoß der gefährlichen Treibhausgase zu senken. Gleichzeitig gehörten die Bremser-Staaten aber zu den stärksten Klima-Einheizern. Wenn ihr Beispiel Schule mache, werde das atmosphärische Gleichgewicht irreparabel zerstört, die Zunahme extremer Wetterereignisse und Naturkatastrophen sei die Folge.
Dr. Angelika Zahrnt: BUND-Bundesvorsitzende: "Während sich die Klimaschäden - man sieht es bereits deutlich in England, Italien, Irland und Frankreich - in Überschwemmungen und Unwettern niederschlagen, vertagen die Regierungen die dringend notwendigen Gegenmaßnahmen. Naturkatastrophen kann man nicht aussitzen, Stürme und steigende Meeresspiegel erreichen schon bald auch die Schreibtische der Verhinderer eines wirksamen Klimaschutzes. In Deutschland müssen alle Energiesparvorhaben dringend beschleunigt und die Ökosteuer entschieden weitergeführt werden. Die westlichen Industriestaaten sind die Haupteinheizer der Atmosphäre, deshalb müssen sie bei der Reduzierung der Klimagase auch vorangehen."
Unabhängig vom Scheitern des Weltklimagipfels müssen nach BUND-Auffassung Deutschland und die EU ihre Anstrengungen zum Klimaschutz weiter ausbauen und das Kyoto-Protokoll mit konkreten Maßnahmen umsetzen.
Nach zwei Wochen zäher Verhandlungen haben sich die 160 in Den Haag vertretenen Staaten lediglich auf eine politische Absichtserklärung zur Reduzierung der Klimagase verständigen können. Konkrete Pläne und Maßnahmen zur Minderung des Ausstoßes der Treibhausgase wurden dagegen vertagt.
Der BUND und seine internationale Dachorganisation Friends of the Earth hatten mit einem 400 Meter langen Deichbau vor dem Konferenzgebäude in Den Haag auf den Abschluss eines wirksamen Klimaschutzabkommens gedrängt.
Weitere Informationen: Pressebüro der BUND-Bundesdelegiertenversammlung / Rüdiger Rosenthal (0171-8311051): Tel. 030-27586-425 bzw. Leiter Öffentlichkeitsarbeit / Dr. Norbert Franck: Tel. 0178-4591528, eMail: presse@bund.net, www.bund.net




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