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"Was den Führern der Entwicklungsländer von den Mächtigen der Welt mitgegeben wurde, sind gute Absichten, aber wenig Substanz hinsichtlich der verzweifelt notwendigen finanziellen Mittel und Reformen, die notwendig wären, um die Zahl der Menschen zu halbieren, die von weniger als einem Dollar pro Tag leben müssen", sagte der VENRO-Vorsitzende Reinhard Hermle. Der Verband begrüßt die Absicht des G8-Gipfels, künftig mehr Ländern Zugang zur Entschuldung zu gewähren. "Solange viele arme Staaten ein Vielfaches an Schulden zahlen, was Sie als Hilfen erhalten, kommt gerade der afrikanische Kontinent nicht weiter. Deshalb ist es dringend erforderlich, die HIPC-Initiative auszuweiten. Das Konzept der Schuldentragfähigkeit bedarf einer grundlegenden Revision. Dies wird auch von den afrikanischen Staaten gefordert. Es kann nicht darum gehen, die Schuldendienstfähigkeit zu gewährleisten, sondern die sozialen Grunddienste zu sichern und Armut wirkungsvoll zu bekämpfen. Das Thema muss auf der Agenda bleiben," forderte Reinhard Hermle. VENRO ist enttäuscht darüber, dass es den G8 nicht gelungen ist, sich bereits jetzt über den Abbau handelsverzerrender Agrarsubventionen zu verständigen. "Nicht zuletzt dieser Protektionismus der USA, der EU und anderer sorgt dafür, dass gerade afrikanischen Ländern wesentliche Möglichkeiten vorenthalten werden, am Weltmarkt teilzuhaben und sich die für ihre Entwicklung notwendigen Mittel selbst zu erwirtschaften. Es ist mehr als beklagenswert, dass die gerade in diesem Bereich so erforderlichen Reformen in den Industrieländern immer wieder verschoben werden", kommentierte Reinhard Hermle. Grundsätzlich positiv bewertet der Verband die Zusagen zur Aufstockung der Mittel des Weltgesundheitsfonds zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria und die erneut bekräftigte Absicht der G8, die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit zu steigern. Diese Zusagen stünden jedoch nur auf dem Papier. VENRO erwartet von der EU, aber auch von der Bundesregierung, dass die Ankündigungen von Evian umgesetzt werden. Entscheidend sei, dass es sich bei den Geldern für den Weltgesundheitsfonds um zusätzliche Mittel handeln muss. Der Verband fordert die Bundesregierung auf, sich in diesem Sinne maßgeblich an dieser Initiative zu beteiligen und sie auch bei den anstehenden Etatberatungen für 2004 - trotz der schwierigen Haushaltslage - zu berücksichtigen. Rückfragen und Interviewwünsche bitte an: VENRO e.V. Steffen Beitz Kaiserstr. 201 53113 Bonn Tel.: +49/ (0)228/ 9 46 77-14/-0 Fax: +49/ (0)228/ 9 46 77-99 E-Mail: presse@venro.org Internet: www.venro.org VENRO ist ein freiwilliger Zusammenschluss von rund 100 deutschen Nichtregierungsorganisationen, die als Träger der privaten oder kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Nothilfe sowie der entwicklungs-politischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit tätig sind.
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