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Presse-Stelle:  Transfair e.V., D-50937 Köln
Rubrik:Essen u. Trinken    Datum: 28.06.2001
Deutscher Bundestag trinkt fair
Erster Kaffee und Tee mit dem TransFair-Siegel ausgeschenkt Pressemitteilung
Berlin 28.06.01 Der Faire Handel hält Einzug in den Deutschen Bundestag. Nach der erfolgreichen Umstellung der Reichstagsgastronomie schenkten Bundestagsvizepräsidentin Anke Fuchs und die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium Uschi Eid den Abgeordneten persönlich die ersten Tassen fairen Kaffee und Tee ein. Der Deutsche Bundestag hat mit der Umstellung auf Produkte mit dem TransFair-Siegel ein Zeichen der konkreten Solidarität mit den Produzenten der "Dritten Welt" gesetzt. "Die Bauern brauchen gerechte Preise, um überleben zu können," sagte Bundestagsvizepräsidentin Anke Fuchs. "Ich wünsche mir, dass mehr Großküchen in Firmenkantinen, Büros, Cafés, Hotels, Unimensen und Behördencafeterias dem Beispiel der Gastronomie des Deutschen Bundestages folgen und Ihren Gästen fair gehandelte Produkte anbieten."

Uschi Eid betonte, das "TransFair-Siegel" garantiere, dass der Mehrpreis bei den Bauern und Plantagenarbeitern ankomme. "Ich hoffe, dass durch das Handeln der Abgeordneten viele Menschen ermutigt werden, beim nächsten Einkauf im Supermarkt zu Kaffee und Tee mit dem Zeichen 'TransFair' zu greifen." Weiterhin wies sie auf die Kampagnenwoche für den Fairen Handel im September hin. Die "Faire Woche" gebe allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über den Fairen Handel zu informieren.

Hilfe zur Selbsthilfe

Seit zwei Jahren sinken die Kaffeepreise kontinuierlich. Da die Marktpreise die Produktionskosten nicht decken, verlassen viele Bauern die Anbaugebiete. Der Faire Handel setzt sich für kontinuierliche Handelsbeziehungen mit Partnern in Lateinamerika, Afrika und Asien ein. "Ohne den Fairen Handel würden wir keinen Kaffee mehr anbauen." betont Jorge Barralga von CARCUCHIL, einer TransFair Partnerorganisation aus Honduras. "Mit dem garantierten Mindestpreis können wir unsere Lage selbst in die Hand nehmen und verbessern. Nur so können wir Produkte von hoher Qualität herstellen."

Fairer Handel in die Kantinen!
Bundesweit wird inzwischen jede vierte Tasse Kaffee im so genannten "Großverbraucherbereich" aufgebrüht - Tendenz steigend. Mit dem Fairen Handel haben auch Firmenkantinen, öffentliche Einrichtungen und gastronomische Betriebe die Möglichkeit, Genuss und Sozialverträglichkeit zu verbinden. Damit entsprechen sie einem wachsenden Verbraucherinteresse, durch eine gezielte Politik mit dem Einkaufskorb - oder eben mit der Kaffeemaschine - diese Welt ein klein wenig zu fairändern.

Erste bundesweite Faire Woche vom 24. bis 30.09.2001
Unter dem Motto "Für alle das Beste - Fairer Handel" findet erstmals eine bundesweite Kampagnenwoche vom 24.-30.09. statt. Die Faire Woche 2001 wird von Bundespräsident Johannes Rau und der Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek Zeul unterstützt. In einer Vielzahl von öffentlichkeitswirksamen lokalen und überregionalen Aktionen beteiligen sich gesellschaftliche Gruppen, Wirtschaft und Handel mit eigenen Veranstaltungen an der Fairen Woche. Informationen sind unter www.fairewoche.de abzurufen.

Hintergrund:
Transfair setzt konkrete Zeichen für eine gerechtere Welt.
Der TransFair e.V. handelt als unabhängige Siegelinitiative nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Siegel für fair gehandelte Produkte. Der gemein-nützige Verein mit Sitz in Köln wird von 40 Organisationen wie Brot für die Welt, Misereor, Unicef und der Verbraucher-Initiative getragen. Durch direkte Handelsbeziehungen und den höheren Erlös werden viele benachteiligte Produzentengruppen in Afrika, Asien und Lateinamerika in die Lage versetzt, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Umwelt zu schonen und gleichzeitig die Qualität ihrer Produkte zu erhöhen. Das schafft ebenfalls im herkömmlichen Welthandel eine bessere Ausgangsposition, gibt der ländlichen Entwicklung wichtige Impulse und kann so dem explosionsartigen Anwachsen der Slums in den großen Städten entgegenwirken.


Weitere Rückfragen beantworten gerne:
Dieter Overath, Geschäftsführer; Claudia Brück, Presse und Öffentlichkeit
TransFair e.V. / RUGMARK
Presse, Claudia Brück
Remigiusstr. 21
50937 Köln
Tel: 0221/942040-31 Fax: 0221/042040-40
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