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Sind die passenden Gemüsesorten ausgewählt, hängt der Zeitpunkt für das Vorziehen in erster Linie von der Pflanzenart ab. So kann Paprika bereits Mitte Februar vorgezogen und ab Mitte Mai nach draußen gesetzt werden. Kürbis hingegen, der ebenfalls Mitte Mai ins Freie umzieht, sollte erst ab April vorgezogen werden. Aussaat-Standort: ein Platz an der Sonne Damit die Samen der Gemüsepflanzen in torffreier Aussaaterde gut keimen, empfiehlt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) einen Standort, der genügend Helligkeit und eine Mindesttemperatur von 20 Grad Celsius bietet, zum Beispiel auf einer großzügigen Fensterbank. Außerdem sollte der Platz möglichst vor Zugluft geschützt sein. Viele Nachtschattengewächse wie Paprika, Tomate oder Aubergine mögen es sogar noch wärmer mit bis zu 25 Grad Celsius. Hier lohnt sich mitunter die Anschaffung eines Indoor-Gewächshauses, das gleichzeitig auch für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgt. Ohne Torf von Anfang an: Torffreie Aussaaterde Die Anzucht von Gemüsepflanzen sollte immer in spezieller Aussaaterde erfolgen - natürlich torffrei. Aussaaterde ist grundsätzlich nährstoffärmer und besitzt eine feinkörnige, lockere Struktur, so dass sich die Keimlinge problemlos entwickeln können. Die Verwendung torffreier Erde schont zudem das Klima, da CO2-Emissionen, die durch den Abbau und die Nutzung von Torf entstehen, deutlich reduziert werden können. Zudem bleibt der Torf und damit auch unsere größten Kohlenstoffspeicher im Moor erhalten. Torffrei zu gärtnern ist also aktiver Klimaschutz. Einen Überblick an torffreien Aussaat- sowie Gemüseerden stellt die FNR in ihrer Produktdatenbank unter www.torffrei.info/marktuebersicht-torf-alternativen bereit. Die Aussaat: Tipps & Anleitung Beim Vorziehen von Gemüsepflanzen empfiehlt die FNR auf Anzuchtpaletten oder Anzuchttöpfe aus Plastik zu verzichten und stattdessen zu Eierkartons oder Anzuchtmaterialien aus Holzfasern, Zellulose oder Kokos zu greifen. Anzuchttöpfe z. B. aus Zellulose können beim Umzug ins Freie mit den Pflanzen direkt in die Erde gesetzt werden. Als Hilfestellung für die Anzucht gibt die FNR folgende Tipps:
Sobald die Außentemperatur tagsüber konstant im zweistelligen Bereich liegt und nachts kein Frost mehr zu erwarten ist, können die jungen Gemüsepflanzen nach draußen. Für die meisten Gemüsearten sind die Eisheiligen, also Mitte Mai, ein idealer Zeitpunkt. Allerdings sollte der Umzug vorsichtig eingeleitet werden, denn ein plötzlicher und dauerhafter Standortwechsel ins kühle Nass kann gerade bei an Innenraum gewöhnte Pflanzen einen Schock auslösen. Daher empfiehlt die FNR, umzugsbereite Pflanzen bei gutem Wetter immer wieder für einige Stunden an einen geschützten Ort nach draußen zu bringen. Nach einigen Tagen haben sich die Pflanzen an die neuen Verhältnisse gewöhnt, sodass sie problemlos nach draußen ziehen können. Weitere Informationen rund um torffreies Gärtnern, Hintergründe zur Torfminderungsstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie eine Übersicht des Angebots an torffreien Blumen-und Pflanzerden finden Sie unter www.torffrei.info.
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