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Presse-Stelle:  Dr. Franz Alt Journalist, D-76530 Baden-Baden
Rubrik:Energie & Technik    Datum: 02.04.2013
Deutschland exportierte auch 2012 mehr Strom als es importierte
Im Jahr 2012 war Deutschland wie schon in den sechs vorangegangenen Jahren per Saldo ein Stromexportland.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Angaben der vier großen Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, wurden 43,8 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2012 über die europäischen Stromnetze nach Deutschland eingeführt. Im gleichen Zeitraum führte Deutschland 66,6 TWh aus, woraus sich ein Überschuss von 22,8 TWh ergab.

Im Vergleich zum Jahr 2011 vervierfachte sich der Ausfuhrüberschuss nahezu: Damals wurden 6,0 TWh mehr aus- als eingeführt. Der Stromimport lag 2011 bei insgesamt 48,5 TWh, der Stromexport erreichte einen Wert von 54,5 TWh. Im Jahr vor der Havarie der drei Atommeiler in Japan (2010) hatte der Überschuss bei 17,6 TWh gelegen, im Jahr 2009 waren es 14,4 TWh. Damit wurde im Jahr 2012 der höchste Überschuss der letzten vier Jahre erzielt.

Mit der Handelsware Strom erwirtschaftete Deutschland 2012 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Der Wert der Stromausfuhren betrug 3,7 Milliarden Euro, die Einfuhrwerte lagen bei 2,3 Milliarden Euro.

Die größten Strommengen wurden 2012 aus den Nachbarländern Frankreich (13,2 TWh), Dänemark (8,5 TWh) und der Tschechischen Republik (8,4 TWh) eingespeist. Die wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland waren die Niederlande (22,6 TWh), und die beiden Alpennachbarn Österreich (15,9 TWh) und die Schweiz (12,7 TWh).

1 Terawattstunde entspricht 1 Milliarde Kilowattstunden (KWh). © Statistische Bundesamt (Destatis)



Strom-Exportüberschuss: Atomkraftwerke werden nicht mehr benötigt. Deshalb besser AKW statt Gaskraftwerke stilllegen

"22,8 TWh beträgt laut statistischem Bundesamt der rekordverdächtige Exportüberschuss im grenzüberschreitenden Stromhandel. Deutschland hat also massive Überkapazitäten in der Stromerzeugung. Deshalb fordern wir eine deutliche Beschleunigung beim Atomausstieg.

Noch immer laufen in Deutschland neun gefährliche AKW - die meisten laut Plan der Bundesregierung bis 2022. Damit ist die Bundesrepublik in der EU weiterhin der zweitgrößte Atomstrom-Produzent. Benötigt werden die Reaktoren für die Stromversorgung nicht mehr.

Gleichzeitig werden in Deutschland immer mehr Gaskraftwerke vom Netz genommen, obwohl diese als Ausgleich für die schwankende Stromerzeugung aus Sonne und Wind dringend benötigt werden. Die Bundesregierung muss hier dringend umsteuern: Gefährliche AKW abschalten - Gaskraftwerke als Übergangstechnologie erhalten!" © .ausgestrahlt.de
Quelle: Statistische Bundesamt (Destatis) | .ausgestrahlt.de 2013



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