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Presse-Stelle:  Vegane Gesellschaft Deutschland e.V., D-10052 Berlin
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 03.06.2011
ehec in wurst gefunden. "selbstverständlich" keine zeile darüber in deutschland.
eine glosse von christian vagedes (vegane gesellschaft deutschland)
nur ein paar kleinere blätter berichteten darüber. aber nicht in deutschland. lebensgefährliche ehec-bakterien tauchten in salami aus italien auf. und gleich wurde abgewiegelt: dies habe nichts zu tun mit ehec-bakterien, an denen so viele menschen erkrankt sind. "selbstverständlich".gleichzeitig wird behauptet man könne die bakterien "gar nicht" isolieren. spiegel-online zitiert jetzt andreas samann vom institut für hygiene und umwelt in hamburg. "in 80 % der fälle weltweit" könne man den erreger "sowieso nicht finden". na denn. aber auf der salami doch offenbar schon? nur halt auf den gurken nicht. si, claro.

gut, dass es ganz weit weg in peking auch noch forscher_innen gibt, die jetzt "zusammen mit deutschen forschern" etwas sensationell neues entdeckten: die bakterien seien eine mischung, etwas ganz was neues sozusagen. deshalb habe sich das robert-koch-institut (rki) in seinem speziallabor in münster "selbstverständlich" getäuscht. das war das labor, dessen schnelltest keiner haben will. das mit dem schnelltest haben die ganz schön vergurkt, die münsteraner.

hier noch einmal chrono-, aber nicht logisch:

erst heißt es, dass die ehec-bakterien "mit sicherheit von gurken" stammten. zum "beweis" reichte eine "studie", die an nur 20 erkrankten wissenschaftliche "signifikanz" vorgurkte.

dann stellt sich heraus, dass es die gurken definitiv nicht waren.

mittlerweile sind zahlreiche menschen gestorben, hunderte weitere infiziert - und die gemüsebauern haben einen verlust von 30 millionen euro.

wer ist eigentlich dafür verantwortlich, dass einseitig vor gemüse gewarnt wurde? das rki sagt: das bundesinstitut für risikosbewertung (bfr). doch das bfr sagt: das rki.

kann jemand ausschließen, dass menschen sich an wurst oder molkereiprodukten die ehec-übertragung geholt haben?

nein! ("selbstverständlich" exportieren italiener ihre wurst innerhalb der eu nicht ebenso wie alle anderen staaten?). italienische wurst in hamburg ist nicht selbstverständlich, spanische gurken in hamburg aber schon?

laut einer forsa-umfrage verzichten jetzt 50 prozent der menschen in deutschland auf gurken, tomaten und blattsalate. und ignorieren die tatsachen.

aber "selbstverständlich" haben die nichts mit dem aktuellen fall zu tun?

man will sich doch die gewissenberuhigung nicht "versauen" lassen. es gibt keinen fleischskandal, es hat nie einen gegeben und so wie die firma "wiesenhof" (der stern berichtete) einfach behauptete, seine hühner wären niemals wegen salmonellen-befall gestoppt worden (was nicht stimmt, es wurden mehrere exportsperren verordnet), genauso darf nicht sein, was jetzt passiert: dass man ehec-bakterien nämlich dort findet, wo sie jede_r wissenschaftler_in, unabhängig forschend und sprechen dürfend vermutet: in nicht-veganen produkten.

aber das darf man "selbstverständlich" nicht sagen. pardon!


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> aktuelle zeitungsmeldung zu ehec in wurst siehe bitte z.b.

www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/ehec/2756158/ages-warnt-vor-hirsch-salami.story


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