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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
Transfair e.V., D-50937 Köln
Rubrik:
Essen u. Trinken
Datum:
31.07.2003
1.000.000 Liter TRANSFAIR-Orangensaft verkauft
Dr. Mariele Millowitsch übergibt Jubiläumspackung
"Fair gehandelter Orangensaft schmeckt einfach besser", resümiert Dr. Mariele Millowitsch bei der Übergabe des 1.000.000sten TRANSFAIR-Orangensaftes. Sie hat den fairen Saft seit seiner Einführung unterstützt.
Fair gehandelter Orangensaft schmeckt einfach besser", resümiert Dr. Mariele Millowitsch bei der Übergabe des 1.000.000sten TRANSFAIR-Orangensaftes. Sie hat den fairen Saft seit seiner Einführung unterstützt und freut sich nun über den Durchbruch des neusten TRANSFAIR-Produktes. Die Jubiläumspackung überreichte die Schauspielerin heute im miniMAL-Markt in der Kölner Südstadt an die ein-millionste Käuferin.
Das Kaufverhalten hierzulande zeigt Wirkung: "Durch den Fairen Handel können wir nun zum Arzt gehen und erhalten Medizin", freut sich María Jacinta Bertalina da Silver, Orangenpflückerin aus Paraná, Brasilien. Nicht nur in Brasilien profitieren die Menschen vom Fairen Handel. Auch in Kuba und Mexiko erhalten die Pflückerinnen und Pflücker nun bessere Löhne und können ihre Kinder zur Schule schicken. Für den Erfolg ist ein starkes Bündnis verantwortlich. "Hersteller, Handel, Ehrenamtliche und Verbraucher, alle haben sich für die Faire Sache engagiert", sagt Dieter Overath, Geschäftsführer von TRANSFAIR. "Die Menschen in der Dritten Welt danken es Ihnen."
Fair handeln und genießen
"Die Verbraucher haben gemeinsam mit der REWE ein politisches Zeichen für die Unterstützung der Dritten Welt gesetzt. Der TRANSFAIR-Orangensaft ist privatwirtschaftliche Entwicklungshilfe, die jedem schmeckt", so Roland Deimer, nationaler Vertriebsleiter von HL und miniMAL. Hier wurde deutschlandweit der meiste Orangensaft verkauft. "Die höchste Qualität aus einer Mischung von brasilianischen und kubanischen Orangen hat die Konsumenten überzeugt", erklärt Hans Lanzinger, Geschäftsführer der Firma Pfanner, den Erfolg des Saftes.
Fairhandelsprämien zahlen Sozialprogramme
Der Saft mit dem TRANSFAIR-Siegel zeichnet sich durch garantierte Abnahmepreise und eine zusätzliche Fairhandelsprämie aus. So hat der Suco justo (gerechter Saft) das Leben für hunderte von Orangensaftpflückern im brasilianischen Bundesstaat Paraná positiv verändert. Die Fairhandelsprämien bilden die Grundlage für Ausbildungs-, Gesundheits- und Wohnprojekte; zusätzlich wurde eine Kindertagesstätte finanziert. "Der Faire Handel hat die Lebensbedingungen der Pflückerfamilien erheblich verbessert", stellt Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe, fest. Die Kindernothilfe hat den fairen Saft mit ins Leben gerufen und setzt sich vor Ort für die Rechte der Kinder und Jugendlichen ein.
Schon 8.000 Verkaufsstellen
Nach TRANSFAIR-Kaffee, -Kakao, -Tee und -Honig ist der Orangensaft bundesweit in über 7.000 Supermärkten erhältlich, darunter REWE, HL- miniMAL- und toom-Märkte, in Edeka- und Kaisers-Filialen und in den Lebensmittelabteilungen der Karstadt Warenhäuser. Neben der Pfanner Getränke GmbH bietet auch das Fairhandelshaus gepa einen fairen Vitaminspender an. Er wird in 800 Weltläden und verschiedenen Supermärkten angeboten.
Hintergrund:
Rund 90 Prozent des hierzulande konsumierten Orangensaftes stammen aus Brasilien. Orangen für die Saftherstellung werden, im Gegensatz zu Kaffee, in der Regel nicht von Kleinbauern, sondern auf Plantagen angebaut. Die Orangenernte ist ein sehr arbeitsintensiver Prozess, aber Kartelle halten durch ihre Marktmacht die Preise unter Kontrolle. Kleinbäuerinnen und -bauern werden durch Billigkonkurrenz ins Abseits gedrängt und oft zur Aufgabe ihrer Orangenproduktion gezwungen. Andererseits erhalten Pflückerinnen und Pflücker, die in den Orangenplantagen als Tagelöhner arbeiten, extrem niedrige Löhne. Bei einer Pflückleistung von 2.000 Kilo Orangen pro Tag beträgt der Lohn umgerechnet nur 4-5 €. Ihre Lebensbedingungen sind oft prekär, die Wohnverhältnisse schlecht und die medizinische Versorgung ist ungenügend.
Dagegen setzt der Faire Handel soziale und ökologische Mindeststandards. Die Produzentengruppen erhalten einen garantierten Mindestpreis von 1.200 US Dollar pro Tonne. Zusätzlich wird ein Fairtrade-Aufschlag von 100 US Dollar pro Tonne gezahlt. Über die Verwendung der Prämien entscheidet das Joint Body, ein Gremium, das aus Vertretern der Betriebe bzw. Plantagen und der Tagelöhner zusammengesetzt ist.
TRANSFAIR handelt als unabhängige Siegelinitiative nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Siegel für fair gehandelte Produkte. TRANSFAIR e.V. wird von 37 Organisationen wie Misereor, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Unicef, BUND und der Verbraucher Initiative getragen. Der Faire Handel mit dem Siegel verbessert konkret die Lebensverhältnisse von rund 800.000 Bauern- und Plantagenarbeiterfamilien in ca. 40 Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens.
TRANSFAIR Deutschland ist Mitglied bei "Fairtrade Labelling Organizations International" (FLO), in der die weltweit 17 nationalen Siegelinitiativen zusammengeschlossen sind. FLO ist weltweit der größte Sozialzertifizierer.
Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Dieter Overath, Geschäftsführer
Claudia Brück, Presse
Diskussion
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Kontakt:
Transfair e.V.
Email:
presse@transfair.org
Homepage:
http://www.transfair.org
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