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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Transfair e.V., D-50937 Köln
Rubrik:Soziales u. Gesellschaft    Datum: 25.09.2002
10 Jahre TransFair:
Fair schmeckt besser - in Nord und Süd
TransFair, das Siegel für den Fairen Handel mit den Ländern des Südens, feiert Geburtstag.
In zehn Jahren hat sich der Faire Handel einen festen Platz erobert - Rund 3 Millionen Menschen in Deutschland kaufen TransFair-Produkte. Umsatz bisher: 500 Millionen Euro

Fairer Handel auf dem deutschen Markt:
Heraus aus der Nische, hinein in die Regale


Damit ist der Faire Handel in den vergangenen zehn Jahren aus seinem Nischendasein heraus und in die Supermarkt-Regale hinein gelangt.
Produkte mit dem TransFair-Siegel - neben Kaffee, auch Tee, Orangensaft, Kakao, Honig, Schokolade und Bonbons - sind in 22.000 Supermarkt-Filialen und rund 800 Weltläden zu haben. Zahlreiche Verbraucher wissen das zu schätzen: 70 Millionen Pfundpäckchen Kaffee wurden verkauft, 1.500 Tonnen Tee konsumiert. Seit der ANUGA 2001 wurden bereits eine Million Liter fairen Orangensaftes getrunken. Rund 40 Prozent der Bundesbürger ist das TransFair-Siegel inzwischen bekannt. 60 Unternehmen sind Lizenznehmer von TransFair.

Dieter Overath, TransFair-Geschäftsführer seit 1992: "TransFair hat sich trotz aller negativen Prognosen auf dem deutschen Markt etabliert und bewiesen, dass Fairer Handel nicht nur ethisch gut und sinnvoll, sondern auch marktwirtschaftlich machbar ist. "


Fairer Handel wirkt für die Menschen im Süden
Bildung, soziale Sicherheit und Umweltschutz


Auf der anderen Seite des Globus profitieren rund 800.000 Bauernfamilien in 39 Ländern vom Fairen Handel. 150 Millionen Euro Direkteinnahmen bei Kaffee gab es in den vergangenen 10 Jahren. Die gezahlten Tee-Prämien belaufen sich auf rund eine Million Euro. Mit den Geldern verbessern sich die Lebensverhältnisse der Produzenten und ihrer Familien. Außerdem wird in ihre Zukunft investiert. Gelder aus dem Fairen Handel werden verwendet für Bildungs- und Sozialprogramme, Maßnahmen zur Frauenförderung, Qualitätsverbesserung in der Produktion, die Umstellung auf den organischen Anbau und Kleinkreditprogramme. Die Einführung von Biogas-Anlagen ist ein weiteres konkretes Beispiel für den Nutzen des Fairen Mehrpreises - eine
wirkungsvolle Maßnahme gegen das Verarbeiten wertvoller Bäume zu Brennholz.


Fairer Handel und Globalisierung:
Nachhaltigkeit ganz konkret - jeden Tag


Angesichts dramatisch fallender Weltmarktpreise mit schweren sozialen und ökonomischen Auswirkungen für die Produzenten ist Fairer Handel wichtiger denn je. Er hilft gegen den bitteren Nachgeschmack der Globalisierung. TransFair-Produkte zu kaufen, bedeutet nachhaltig zu handeln, ganz konkret im Alltag, mit dem Einkaufskorb. Worüber derzeit anderswo viel diskutiert wird, das gibt es bei TransFair schon seit zehn Jahren: Ein breites gesellschaftliches Bündnis für eine gerechtere Welt, im Sinne der lokalen Agenda 21.

Zugleich ist der Faire Handel ein internationales System, bei dem nicht über, sondern mit den Produzenten im Süden geredet wird. Sie sitzen als gleichberechtigte Partner mit am Verhandlungstisch.


Fairer Handel als Qualitätsgarantie
Weg von Anonymität und Unsicherheit


TransFair weist für die Verbraucher einen Weg heraus aus der Produktanonymität. Wo kommt eigentlich her, was ich täglich esse und trinke? TransFair hat die Antwort und lädt VerbraucherInnen ein, durch den Kauf fair gehandelter Produkte mehr über Herkunft und
Produktionsbedingungen zu erfahren. Das schafft Vertrauen. Zahlreiche Geschmackstests haben überdies bewiesen: Wer TransFair-Produkte kauft, der erhält auch Geschmack und Qualität.

Für Norbert Dreßen, TransFair-Vorstandsvorsitzender, steht fest: "TransFair
hat in den vergangenen zehn Jahren wichtige Impulse gesetzt, so dass Fairness im Handel mit den Produzenten auf der Tagesordnung vieler Firmen und Unternehmen steht. Trotz ruinösen Wettbewerbs setzt TransFair auch zukünftig alles daran, konkrete Verbesserungen für die Produzenten in den Ländern des Südens zu erreichen."

Dazu brauchen wir allerdings die aktive Unterstützung der VerbraucherInnen.
Denn sie haben am Ende das Sagen. Nur wenn Faire Produkte guten Absatz finden, kann der Faire Handel funktionieren.

Deshalb wünscht sich TransFair von den deutschen KonsumentInnen zum Geburtstag:
Setzen Sie ein Zeichen für mehr Solidarität - Packen Sie mit uns auch zukünftig fair gehandelte Produkte in Ihre Einkaufstüten!

Unsere Aktion "fair schmeckt besser" vom 27.9. bis 12.10. zu 10 Jahre TransFair im Handel ist ein erster Schritt. Nähere Information und einen
Überblick über die genauen Termine erhalten Sie auf unserer Homepage www.transfair.org.de

Weitere Rückfragen beantworten gerne:

Dieter Overath, Geschäftsführer, Tel. 0221-942040-0
Monika Hoegen, Presse und Öffentlichkeit,


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