Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung









  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

Stichwort    Art 
 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Umweltstiftung WWF - Deutschland, D-60326 Frankfurt
Rubrik:Umweltschutz    Datum: 03.06.2002
TBT in Schiffsfarben ist verzichtbar
Reedereien können eine Vielzahl von umweltverträglichen Alternativen verwenden
Hamburg, 03.06.2002 - Schiffseigner und Reedereien müssen ihre Schiffe nicht länger mit dem hochgiftigen, hormonell wirksamen TBT (Tributylzinn) anstreichen, um ein Bewachsen mit Algen, Muscheln und Seepocken zu verhindern. Es gibt bereits jetzt eine Vielzahl von Alternativen auf dem Markt, die wirksam und wesentlich ungefährlicher sind als TBT. Insgesamt fünf namhafte Farbfirmen stellten auf einer WWF-Veranstaltung ihre Produkte vor.
Neben Alternativen mit anderen chemischen Wirkstoffen wie Kupferverbindungen oder organischen Bioziden wurden am 3. Juni in Hamburg auch ungiftige biozidfreie Anstriche vorgestellt. Darüber hinaus berichteten Schiffseigner von ihren Erfahrungen mit TBT-freien Schiffsfarben.
"Viele Reeder haben bereits vor dem gesetzlichen Verbot auf TBT-Anstriche verzichtet und haben positive Erfahrungen mit Alternativen gemacht. Besonders eindrucksvoll ist die Tatsache, dass beispielsweise die Reederei Interscan, deren Schiffe im Atlantik und in der Ostsee fahren, völlig ohne Antifoulinganstriche auskommt", sagte Dr. Sabine Otto vom WWF. Der WWF fordert Reedereien und Schiffseigner auf, die Verwendung von TBT-Anstrichen schnellstmöglich einzustellen."
Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) hatte 2001 in einer neuen Konvention beschlossen, dass ab 2003 keine TBT-Anstriche mehr auf Schiffe aufgetragen werden dürfen, ab 2008 soll das Vorhandensein der TBT-haltigen Farbe auf Schiffsrümpfen untersagt werden.
Damit das TBT-Verbot weltweit in Kraft tritt müssen mindestens 25 Staaten, die zusammen 25 Prozent der Weltschiffstonnage ausmachen, die Konvention ratifizieren. Bislang hat Deutschland dies nicht getan. Jedoch hat die EU-Kommission den ersten Teil des Verbotes bereits umgesetzt, so dass in der EU ab 2003 keine TBT-haltigen Anstriche mehr aufgetragen werden dürfen. Dies ist jedoch nur ein erster Schritt zur Umsetzung der IMO-Konvention denn es stehen noch nationale Gesetze aus, die auch das Vorhandensein von TBT Anstrichen ab 2008 untersagen.
TBT ist in der Meeresumwelt schwer abbaubar und reichert sich in Organismen an. Durch seine Fähigkeit, das Hormonsystem zu stören, kann TBT Unfruchtbarkeit bei Meeresschnecken, Fortpflanzungsstörungen bei Seevögeln und Immunstörungen bei Fischen und Meeressäugern hervorrufen. Darüber hinaus entstehen enorme Kosten durch belastetes Baggergut aus Häfen und Wasserstraßen, das an Land entsorgt werden muss. Die neue Antifouling-Konvention ist der letzte Schritt zu einem umfassenden weltweiten TBT-Verbot.


Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

19.08.2025
Sauber sog i - jetzt wird um den Titel gekämpft! Schafft "Müllbertshofen" es, den Pokal der Münchner Müllmeisterschaft - vom 13. bis 15. September 2025 - zu verteidigen?


Einstellung des ECO-Newsletters Am 19. August wird der letzte ECO-Newsletter an die AbonnentInnen verschickt


18.08.2025
Kaum Platz für Busse: Abfrage der Deutschen Umwelthilfe offenbart dringenden Nachholbedarf bei Busspuren in Großstädten

Moor-PV: Chance für Klimaschutz, Energiewende und Landwirtschaft Orientierungshilfe für landwirtschaftliche Betriebe veröffentlicht


17.08.2025
Reichling gegen neue Erdgas-Förderung BUND Naturschutz organisiert große Kundgebung direkt am Bohrplatz.


15.08.2025
Deutsche Umwelthilfe zum UN-Abkommen gegen Plastikmüll: "Rückschlag im Kampf gegen wachsende Müllberge"

Plastikkrise ungelöst: UN-Verhandlungen scheitern an Blockadehaltung einzelner Staaten UN-Mitgliedstaaten können sich auf keinen Vertragstext gegen Plastikverschmutzung einigen


Bundesregierung muss zu Klima-Verfassungsbeschwerden Stellung nehmen Klagen für ausreichenden Klimaschutz nehmen wichtige Hürde


Wasserampel als hilfreiche Orientierung bei der Wassernutzung Gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium den Leitfaden Wasserampel

ÖDP kritisiert Reiches Energie-Pläne Naturschutzpartei: Nicht den gleichen Fehler von Peter Altmaier wiederholen, das kostet Arbeitsplätze und den Verlust von Spitztechnologie.


14.08.2025
Kostenpunkt PV-Anlage Für wen rechnet sich die Investition wirklich?

Welt-Pferdetag am 20. August Tierschutzbund fordert verbesserten Schutz von Pferden


Hitzewelle gefährdet Leben Initiative "Grün in die Stadt" fordert: mehr Stadtgrün und die Umsetzung der 3-30-300-Regel


Messstationen melden deutschlandweit extrem hohe Ozonbelastung Deutsche Umwelthilfe fordert Maßnahmen gegen Vorläuferstoffe aus Verkehr und industrieller Tierhaltung

Kenvue fördert Produkttransparenz: Adaption des EcoBeautyScore durch Neutrogena® in Deutschland Mit der Einführung des neuen Ratings will Kenvue Menschen dabei unterstützen, nachhaltigere Gewohnheiten anzunehmen


Kein Skandal scheint groß genug: Es geht immer noch dreister ÖDP kritisiert Rheinwasser-Umleitung in NRW-Braunkohlegruben: Gesundheitsgefahr durch PFAS.


13.08.2025
100-Tage-Bilanz der Merz-Regierung Transparency Deutschland fordert Kurskorrektur

Hoyerswerda: Energiestruktur im Wandel Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Hoyerswerda als Energie-Kommune des Monats August 2025 aus.


ÖDP kritisiert "Rolle rückwärts beim Umweltschutz" Bio-Bauer Billmann warnt: "Entbürokratisierung, aber nicht so!"


Flexible Energie fürs Haus: SunLit Solar macht erstmals E-Autos zur Stromquelle für steckerfertige Speichersysteme Neue Vehicle-to-Load-to-Home-Funktion des SunLit EV3600 ermöglicht AC-seitige Beladung von Balkonkraftwerkspeichern über Elektrofahrzeuge