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Presse-Stelle:
ADNR - Arbeitsgemeinschaft für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen e.V., D-53229 Bonn
Rubrik:
Bauen
Datum:
19.02.1999
Dämmstoffhersteller nachwachsender Rohstoffe
Die Sanierung des 1951 gebauten Hauses erfolgte 1991.
28 cm isofloc-Dachdämmung leisteten einen Beitrag zur Reduzierung der jährlichen Heizkosten von 2.200 auf 900 DM - bei einer von 170 auf 260 Quadratmeter vergrößerten Wohnfläche. Der Kohlendioxid-Ausstoß wurde von 18.800 kg Kohlendioxid um drei Viertel drastisch reduziert, von den ursprünglichen Stick- und Schwefeloxid-Emmissionen bleiben nur noch 4 % bzw. 0,4 % übrig.
Jahreszahlen Absatzzahlen in Qubikmeter
1994 301.000
1995 355.850
1996 400.000
1997 502.000
1998 540.000
1999 600.000 (Prognose)
Arbeitsplätze durch ÖKO Steuer
Der Unternehmensverband ADNR - Arbeitsgemeinschaft für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen e.V. bestätigt, daß durch die Besteuerung von Heizenergie voraussichtlich Tausende von Arbeitsplätzen entstehen werden.
Steigende Brennstoffpreise werden eine Investitionswelle zur Nachrüstung des Gebäudebestandes mit energiesparenden Techniken auslösen. Dabei sehen sich die Hersteller von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen als Gewinnerindustrie. In den ADNR Unternehmen selbst werden voraussichtlich einige hundert Stellen neu geschaffen. Aus den etwa 300 bereits bestehenden Arbeitsplätzen der Mitgliedesfirmen könnten in den nächsten Jahren leicht das Doppelte werden, so schätzen Verbandsmitglieder.
"Zum Glück ist nicht mehr nur von Benzinpreisen die Rede." Erleichtert weist Jörg Brandhorst, Geschäftsführer des ADNR, Bonn, auf den enormen lnvestitionsstau im Gebäudebestand hin. Noch immer wird der größte Anteil des Treibhausgases Kohlendioxid aus den Heizungsschorn-steinen herausgeblasen. Das "20-Liter-Haus" ist der deutsche Durchschnitt, obwohl in modernen Häusern für eine komfortable Wärme jährlich 3 Liter Öl pro Quadratmeter Wohnfläche vollkommen genügen würden. Altbauten können mit verfügbarer Technik nachgerüstet werden, so daß 4 bis 6 Liter pro Quadratmeter ausreichen würden. Die bisherige Wärmeschutz-verordnung hat die Altbauten in ihren Vorschriften leider noch nicht erfaßt, so daß meistens die Chance vertan wird, eine auf lange Sicht kostensparende Wärmedämmung duchzuführen.
Was ist ein Niedrig-Energie-Haus?
Ein Gebäude, das für eine 20 °C warme Wohnung nicht mehr als 7 Liter Heizöl pro m² Wohnfläche im Jahr benötigt. D.h. der mittlere, reale Verbrauch für die Beheizung von 100 m² Wohnfläche sollte unter 700 l Öl (bzw. 700 mü Erdgas oder 7.000 kWh) liegen. Das entspricht Brennstoffkosten von etwa 350 DM pro Jahr.
Wenn nun die Heizkosten kontinuierlich steigen, wird jeder Hausbesitzer genau überlegen, bei anstehenden Sanierungen die effektivsten Techniken zur Verbrausminimierung einzusetzen: Einbau von Wärmedämmung und besseren Fenstern in Dächern und Fassaden, Erneuerung von Heizungen und Einbau von Lüftungs- und Solaranlagen. Die Vorstellung, den jährlich wachsenden Heizkosten auszuweichen und damit dem Fiskus ein Schnippchen zu schlagen, dürfte ungleich motivierender sein, als das bisher der Fall gewesen ist. Für Anleger wird die Wärmedämmung zur sicheren und rentablen Investition, - während zusätzlicher Wohnraum nur schwer zu vermieten ist und die Börse den Geldanleger eher abschreckt. Selbst eine darlehensfinanzierte Nachrüstung ist für manche Hausbesitzer auch ohne Spargroschen zukünftig rentabel.
Der Einbau von Wärmedämmung und Lüftung führt immer auch zu höherem Wohnkomfort und besserem Schutz der Gebäudesubstanz, betont Brandhorst. Befürchtete Nebeneffekte wie Schwitzwasser und stickige Luft haben nichts mit der richtigen Wärmedämmung zu tun - oder sie gehören der Vergangenheit an.
Die Zeichen der Ökosteuer stehen auf Wachstum für diese Branche, deutet der Verband. Die Mitarbeiterzahlen der Mitgliedsfirmen, die sich bereits in den letzten 5 Jahren um 175 % gesteigert haben, werden sich in den nächsten drei Jahren verdoppeln.
Auch die arbeitsintensiven Zulieferer werden profitieren: Landwirtschaft, Faseraufbereitung, Sortierung von Recycling-Rohstoffen.
Der noch größere Beschäftigungseffekt liegt in der Beratung, Planung, Finanzierung und Umsetzung der energiesparenden Maßnahmen. Mit der Wärmedämmung gehen meist Modernisierungs-maßnahmen einher, wie ein neuer Verputz oder die Dachdeckung. Damit ist ein wirtschaftlicher Aufschwung auch im einschlägigen Handwerk zu erwarten, so der ADNR.
Man könne mit einem Sekundäreffekt von über tausend Arbeitsplätzen im Baugewerbe rechnen. Dabei repräsentiere der ADNR nur etwa vier Prozent der Branche; die konventionellen Hersteller haben die gleichen Aussichten zu erwarten: unter dem Strich ein wichtiger Impuls für den Arbeitsmarkt! Die sture Absage der Unternehmensverbände an die ökologische Steuerreform hänge damit zusammen, daß z.B. der BDI hauptsächlich die Verlierer der ökologischen Umgestaltung repräsentiere und damit den Fortschritt behindere, so die Meinung des Verbandes. Es sei an der Zeit, daß sich die Gewinnerindustrie zu Wort melde.
Und wer sich nicht gerne mit synthetischen Materialien umgibt, für den ist die ADNR die richtige Informationsquelle. Hier sind die führenden Anbieter von natürlichen Dämmstoffen versammelt. Die 12 Mitgliedsfirmen produzieren ökologische, technisch vollwertige Dämmstoffe aus Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Flachs, Holz oder aus dem Recycling von Zeitungspapier.
243 Zeilen, 4487 Zeichen,
Abdruck erwünscht, Beleg erbeten
Foto: ADNR - isofloc:
Niedrig-Energie-Haus-Umbau, Darmstadt
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Kontakt:
ADNR - Arbeitsgemeinschaft für Dämmstoffe
Email:
adnr.bonn@t-online.de
Homepage:
http://www.ADNR-Bonn.de
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