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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Umwelt & Naturschutz
Datum:
31.07.2025
Gefährlich für Umwelt und
Gesund
heit
De
utsche Umwelthilfe klagt gegen Zulassung von neuem Glyphosat-Pestizid "Roundup Future"
Die Pestizid-Zulassungsbehörde BVL genehmigte die amtliche Zulassung von "Roundup Future" auf veralteter Datenbasis und ignoriert
de
n aktuellen Wissensstand
Aktuelle Studien belegen potenziell krebserregende Wirkung und Gefahr für Grundwasser und Artenvielfalt
DUH klagt vor
de
m Verwaltungsgericht Braunschweig auf Aufhebung
de
r Zulassung und fordert sofortigen Stopp von Pestizid-Einsatz
Die
De
utsche Umwelthilfe (DUH) hat gestern beim Verwaltungsgericht Braunschweig eine Untätigkeitsklage gegen das Bundesamt für Verbraucherschutz und
Leben
smittelsicherheit (BVL) eingereicht. Hintergrund ist die aus Sicht
de
r DUH rechtswidrige Zulassung
de
s Glyphosat-haltigen Totalherbizid "Roundup Future"
de
s Chemiekonzerns Bayer. Mit
de
r Klage will die DUH die sofortige Aufhebung
de
r Zulassung erreichen - zum Schutz von Umwelt und
Gesund
heit.
Die DUH wirft
de
m BVL vor, bei
de
r Zulassung
de
s Pestizids im März 2024 aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Langzeittoxizität, Karzinogenität sowie zur Belastung
de
s Grundwassers durch Glyphosat ignoriert zu haben. Diese zeigen eine Gefahr für Grundwasser auf und
de
uten auf inakzeptable Auswirkungen auf die Artenvielfalt hin. Obwohl neuere Daten vorlagen, hat die Behörde auf eine gesetzlich vorgeschriebene Neubewertung
de
r
Gesund
heits- und Umweltrisiken verzichtet. Stattdessen wurden veraltete Bewertungsgrundlagen aus
de
m Jahr 2015 herangezogen. Dies verstößt nach Einschätzung
de
r DUH klar gegen EU-Recht.
Jürgen Resch
, Bundesgeschäftsführer
de
r DUH: "Mit
de
r Zulassung
de
s Pestizids 'Roundup Future' stellt die zuständige Bundesbehörde die wirtschaftlichen Interessen von Bayer über
de
n Schutz
de
r Menschen. Diese Entscheidung wurde getroffen trotz klarer wissenschaftlicher Hinweise auf inakzeptable Risiken - von Krebsverdacht, Belastung
de
s Grundwassers bis zu Insektensterben.
De
r Glyphosateinsatz gefährdet Menschen, Tiere und Ökosysteme! Wer so handelt, macht die
Gesund
heit
de
r Bevölkerung zur Verhandlungsmasse
de
r Agrarlobby. Wir fordern die sofortige Aufhebung
de
r Zulassung
de
s Pestizids. Es ist hochgradig besorgniserregend, dass ein solches Mittel auf Basis wissenschaftlich überholter Daten zugelassen wurde."
Die DUH stützt sich in ihrer Klage auf aktuelle wissenschaftliche Studien, die auf gravierende Risiken von Glyphosat-Mitteln für
Gesund
heit, Tiere und Umwelt hindeuten. Dazu zählen potenziell krebserregende Wirkungen. Die DUH beruft sich auf im Juni 2025 publizierte Ergebnisse einer unter Beteiligung
de
s Ramazzini-Instituts durchgeführten Studie,
de
nen zufolge
de
r Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat bereits in vergleichsweise niedriger Langzeitdosierung das Entstehen von Krebs bei Ratten fördern kann. Zudem wurden neue wissenschaftliche Daten zur Gefährdung
de
s Grundwassers und in
de
r Erneuerungsverordnung zu Glyphosat festgelegte Sonderbestimmungen, etwa zum Gewässerschutz, aus Sicht
de
r DUH bei
de
r Zulassung nicht ausreichend berücksichtigt.
Hintergrund:
Die DUH hatte am 4. März 2025 Widerspruch gegen die Zulassung von "Roundup Future" bei
de
r zulassenden Behörde,
de
m BVL, eingelegt und damit erreicht, dass die Zulassung hinsichtlich wichtiger Anwendungen nicht mehr vollzogen werden darf. Das BVL hat die Zulassung jedoch bislang nicht aufgehoben. Daher reicht die DUH nunmehr Untätigkeitsklage ein.
Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Totalherbizid. Zahlreiche Studien belegen, dass
de
r Wirkstoff potenziell krebserregend ist.
De
nnoch wurde
de
r Wirkstoff im
De
zember 2023 von
de
r Europäischen Kommission für weitere zehn Jahre genehmigt, obwohl einige Mitgliedstaaten - darunter
De
utschland - im zuständigen Ausschuss keine Zustimmung erteilt hatten. Die Entscheidung stützte sich vor allem auf eine Risikobewertung
de
r Europäischen Behörde für
Leben
smittelsicherheit (EFSA), die seinerzeit wesentliche Datenlücken einräumte.
Eine wachsende Zahl von wissenschaftlichen Gutachten geht mittlerweile von
gesund
heitlichen Gefahren wie Karzinogenität, neurotoxischen Effekten und Störungen
de
s Mikrobioms, selbst bei niedriger Dosierung aus. Mehrere Studien geben Anlass zur Annahme, dass die Wirkstoffkombinationen
de
r getesteten Glyphosat-Pestizide eine höhere Toxizität aufweisen als Glyphosat allein. Auch die Umweltrisiken sind gravierend: Glyphosat wird im Boden kaum abgebaut, gelangt über Oberflächenabfluss in Gewässer und überschreitet teilweise
de
n für Pestizidwirkstoffe geltenden Grenzwert im Grundwasser. Die Rückstände
de
s Pestizids lassen sich mittlerweile selbst in menschlichem Urin nachweisen.
Diskussion
Login
Kontakt:
De
utsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Jürgen Resch
Email:
resch@duh.
de
Homepage:
http://
www
.duh.
de
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