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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Umwelt & Naturschutz
Datum:
01.08.2025
Amtliche Umstufung
de
r Asiatischen Hornisse
Invasive Unionsart hat sich etabliert
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) hat sich in
De
utschland und damit auch in Rheinland-Pfalz etabliert. Ihre schnelle Verbreitung konnte, trotz
de
r immensen Anstrengungen
de
r Naturschutzverwaltung weder in Rheinland-Pfalz noch in
de
n benachbarten Bundesländern oder
de
n Anrainerstaaten Frankreich und
de
n Benelux-Staaten verhindert werden, sodass sie am 24. März 2025 bundesweit als "weit verbreitet" (Art. 19
de
r EU-VO Invasive Arten) eingestuft wurde.
Die Asiatische Hornisse gilt damit in ganz
De
utschland als etabliert und unterliegt zukünftig
de
n Regularien
de
s Managements und nicht mehr
de
nen
de
r umfangreichen Früherkennung, die mit einer sofortigen Beseitigungspflicht einherging. Aufgrund
de
r Umstufung dieser Art stellt die Landesnaturschutzverwaltung die Beseitigung von Nestern mit Landesmitteln, für zum Beispiel die Initial- und Primärnester, ab
de
m heutigen 1. August 2025 ein.
Die Naturschutzverwaltung von Rheinland-Pfalz hatte bislang die Bekämpfung
de
r Art, in Form
de
r Beseitigung
de
r Nester bis zum 1. August 2025 fortgeführt. Damit wollte man einerseits die Initial- und Primärnester mit neuen Königinnen noch bekämpfen und die Gelegenheit geben, die durch die Naturschutzverwaltung aufgebauten digitalen Meldestrukturen zur Verfügung zu stellen. So können Nester auch weiterhin über die App "ArtenFinder" gemeldet werden. Beseitigungsmaßnahmen werden ab
de
m heutigen 1. August 2025 von
de
r Naturschutzverwaltung aber nur noch bei
de
utlich erkennbaren negativen Auswirkungen auf die Biodiversität umgesetzt.
Für die Früherkennung und
de
r damit einhergehenden Bekämpfung einer invasiven Art ist in Rheinland-Pfalz die Naturschutzverwaltung zuständig. Für etablierte Arten entfällt nicht nur
de
r aufwendige 3-stufige Notifizierungsprozess (Melde- und Nachweisprozess, wissenschaftliche Begleitung) gegenüber
de
r EU sondern auch die Verpflichtung zur sofortigen Bekämpfung zur Beseitigung in einem frühen Stadium, um eine Invasion zu unterbinden. Die Naturschutzverwaltung hat somit nicht mehr die Aufgabe, jedes Nest zu beseitigen. Ein bundesweit einheitliches
Management- und Maßnahmenblatt für die Asiatische Hornisse
mit Empfehlungen für geeignete Maßnahmen wird durch das Land zur Verfügung gestellt.
Ursprünglich durch die EU-Kommission zur Früherkennung eingestuft (gem. Art. 16 EU-VO Nr. 1143/2014, gelistet ab 03.08.2016), verbreitete sich die Asiatische Hornisse, trotz massiver Bekämpfung, in
de
n letzten Jahren stark. Grund hierfür ist vor allem
de
r Klimawandel,
de
r zu milderen Wintern und erheblich wärmeren und trockeneren Sommern führt. Das begünstigt die erfolgreiche Fortpflanzung und die Weiterverbreitung
de
r Populationen. Mit
de
r Weiterverbreitung ist zukünftig eine stärkere Schädigung
de
r Biodiversität zu erwarten. Das gilt besonders für Insekten vor allem auch für die Honigbiene.
Das Fachzentrum für Bienen und Imkerei (FBI)
de
s Dienstleistungszentrums Westerwald-Osteifel befasst sich seit einigen Jahren intensiv mit
de
r Asiatischen Hornisse in Bezug auf die Imkerei (Forschung, Beratung, Wissenstransfer). Schä
de
n in
de
r Imkerei durch die Asiatische Hornisse werden im Jahresverlauf erst ab Ende August beziehungsweise September erwartet. In
de
n vergangenen Jahren waren Bienenstände in Rheinland-Pfalz zwar betroffen, allerdings bisher in überschaubarem Rahmen.
Informationen für Grundstückseigentümer:
Für Grundstückseigentümer und -nutzer besteht grundsätzlich keine Pflicht die Nester zu entfernen. Das Entfernen
de
r Nester darf nur durch eine sachkundige Fachperson (beispielsweise Kammerjägerinnen oder -jäger, Schädlingsbekämpferinnen oder -bekämpfer, Hornissenberaterinnen oder -berater), beruflich wie ehrenamtlich, erfolgen. Die entstehenden Kosten müssen zukünftig allerdings selbst getragen werden, sofern die eigene Hausratversicherung nicht einspringt. Eine vorherige Prüfung
de
r Hausratversicherung ist ratsam, soweit keine Verpflichtung besteht.
Die Beseitigung von Nestern sowie die mögliche Anwendung von Bioziden zur direkten Bekämpfung fallen in
de
n Bereich
de
r Umweltverwaltung bzw.
de
r Gefahrenabwehr im Rahmen
de
s vorbeugenden
Gesund
heitsschutzes (vgl. Eichenprozessionsspinner).
Ab 1. August hat die Ordnungsbehörde die Verantwortung, soweit von Nestern Gefahren zum Beispiel in
de
n öffentlichen Raum ausgehen. Im Einzelfall kann als Schutzmaßnahme die Entfernung auch auf Privatgrundstücken veranlasst werden, z. B. wenn das Grundstück an eine Schule oder einen Kindergarten angrenzt.
Zwar entfällt mit
de
r Umstufung auch die Meldepflicht an die Behörde, allerdings konnten nur aufgrund
de
r sehr vielen eingehenden Meldungen in
de
n letzten Jahren, umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. Daher wird die Verbreitung
de
r Asiatischen Hornisse weiterhin erfasst. Vorkommen
de
r Asiatischen Hornisse können mit Fotos und Standortangaben über
de
n "ArtenFinder" weiterhin gemeldet werden.
Informationen für Landwirtschaft, Wein- und Obstbau:
An
de
n Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) Rheinland-Pfalz wird das Auftreten und die Ausbreitung von Vespa velutina unter
de
m Aspekt möglicher Schä
de
n in Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau beobachtet. Im Fokus stehen dabei
de
r Weinbau und
de
r Obstbau. Bisher liegen
de
m DLR keine Hinweise zu Schä
de
n durch Vespa velutina in diesen Kulturen in Rheinland-Pfalz vor.
De
rzeit sind keine Pflanzenschutzmittel für eine direkte Bekämpfung zugelassen.
Informationen für die Imkerei:
Das Fachzentrum für Bienen und Imkerei (FBI)
de
s Dienstleistungszentrums Westerwald-Osteifel befasst sich mit
de
r Asiatischen Hornisse in Bezug auf die Imkerei (Forschung, Beratung, Wissenstransfer). Interaktionen zwischen
de
r Asiatischen Hornisse und
de
r Honigbiene werden im Jahresverlauf erst ab Ende August bzw. September erwartet. In
de
n vergangenen Jahren waren Bienenstände in Rheinland-Pfalz zwar betroffen, allerdings bisher in überschaubarem Rahmen. Wie sich die Ausbreitung bzw. Verdichtung
de
r Asiatischen Hornisse weiterentwickeln und auswirken wird, wird beobachtet. So ist das FBI an einem Projekt
de
r Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit vier weiteren Ländern beteiligt, das die Ausbreitung und die Auswirkung
de
r Asiatischen Hornisse insbesondere auf die Imkerei untersucht. In
de
m von
de
r BLE finanzierten Forschungsprojekt "Untersuchung zur bienenschädlichen Wirkung von Vespa velutina und Managementmaßnahmen zum Schutz von Honigbienen" wird das FBI die Interaktionen von Vespa velutina und Honigbienen untersuchen, um daraus mögliche Abwehr- und Schutzstrategien abzuleiten. Außerdem berät das FBI betroffene Imkerinnen und Imker und bot in
de
n Jahren 2024 und 2025 im Rahmen
de
s Wissenstransfers Kurse zur Asiatischen Hornisse an.
Diskussion
Login
Kontakt:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Dietmar Brück
Email:
Dietmar.Brueck@mkuem.rlp.
de
Homepage:
http://
www
.mkuem.rlp.
de
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