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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, D-06844
De
ssau-Roßlau
Rubrik:
Energie & Technik
Datum:
04.08.2025
Energieverbrauch und Energieeffizienz in
De
utschland in Zahlen
Die Endenergieproduktivität in
De
utschland steigt seit 1990 kontinuierlich
De
n Energieverbrauch zu reduzieren, ist zentrale Säule
de
r Energiewende und entscheidend für
de
n Klimaschutz.
De
nn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, verringert
de
n Bedarf bei
de
r Energiebereitstellung, sei es fossil oder erneuerbar. Das Umweltbundesamt zeigt die Entwicklung
de
s Endenergieverbrauchs und
de
r Energieeffizienz in
De
utschland absolut und nach Sektoren seit 1990.
Einsparung beim Energieverbrauch wesentlich für
de
n Klimaschutz
De
n Energieverbrauch, also
de
n Verbrauch von Kraftstoffen, Wärme, Strom zu reduzieren, ist zentrale Säule
de
r Energiewende und wesentliche Voraussetzung für einen effektiven Klimaschutz. Dies belegen zahlreiche
Klimaschutzszenarien
. Zum Energiesparen trägt einerseits bei, die gewünschte "Leistung" mit weniger Endenergie zu erreichen ("Effizienz"-Strategie). Andererseits gilt es auch zu hinterfragen, welcher scheinbare "Bedarf" wirklich benötigt wird ("Suffizienz"-Strategie). Das 2023 verabschiedete Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verbessert
de
n Rahmen für Effizienzsteigerungen und Energiesparen in
De
utschland und legt erstmals verbindliche Energieeinsparziele gesetzlich fest.
De
r Handlungsbedarf zur Energieeinsparung ist groß:
De
r Endenergieverbrauch (EEV) in
De
utschland sank zwar von 2021 bis 2023, doch stieg er 2024 wieder an. Damit wuchs die Lücke
de
s EEV zu
de
n gesetzlichen Zielen wieder. Die Diagramme "
Energieverbrauch und Energieeffizienz in
De
utschland
" und die nachfolgende Zusammenfassung stellen dar, wie sich Endenergieverbrauch, Endenergiemix und die Endenergieeffizienz für
De
utschland sowohl insgesamt als auch differenziert nach einzelnen Sektoren bisher entwickelt haben.
Entwicklung von Endenergieverbrauch und Energieeffizienz bis 2024
Endenergieverbrauch steigt 2024 leicht an
De
r Endenergieverbrauch in
De
utschland sank von 1990 bis 2018 nur leicht, beziehungsweise stagnierte weitgehend. Erst 2019 ging
de
r gesamte Endenergieverbrauch spürbarer zurück, unter anderem in Folge
de
r Corona-Pandemie sowie
de
s Kriegs gegen die Ukraine ("Energiekrise") und
de
r jeweils entsprechenden Maßnahmen. Dadurch liegt
de
r Endenergiebedarf im Jahr 2024 13,0 Prozent unter
de
m Niveau von 2008, aber befindet sich damit nicht auf Zielpfad gemäß EnEfG: § 4 Abs. 1 Nr. 1 EnEfG sieht bis 2030 eine Minderung auf 1.867 Terawattstunden vor. Nachdem
de
r Endenergieverbrauch zwei Jahre in Folge
de
utlich zurückgegangen war, stieg er 2024 wieder leicht um 0,15 Prozent an.
De
r Verbrauch lag damit 2024 gut neun Prozent über
de
m Zielpfad und damit höher als 2023 (7 Prozent).
Energieeffizienz droht nach Wachstum zu stagnieren
De
r im Vergleich zu 2019
de
utlich gesunkene Endenergieverbrauch und das steigende Bruttoinlandsprodukt (BIP) führten dazu, dass die Energieproduktivität als ökonomisches Maß für die Energieeffizienz seit 2008
de
utlich anstieg und zwar um 32,2 Prozent bis zum Jahr 2024. Jedoch führte
de
r Rückgang
de
s BIP innerhalb eines Jahres um 0,2 Prozent bei steigendem Energieverbrauch dazu, dass die Endenergieproduktivität 2024 um 0,4 Prozent zurückging.
De
m bisherigen Energieeffizienz-Fortschritt droht damit die Stagnation.
2.3 Industrieverbrauch steigt 2024, Energieproduktivität sinkt
De
r Endenergieverbrauch (EEV)
de
r Industrie stagnierte nach
de
r Finanzkrise 2009 bis 2018 auf relativ konstantem Niveau. Im Jahr 2024 reduzierte sich
de
r EEV um rund 11,8 Prozent im Vergleich zu 2008. Gegenüber
de
m Vorjahr stieg
de
r EEV um 2,5 Prozent.
De
n EEV
de
r Industrie beeinflussen insbesondere strukturelle Effekte wie Produktion oder Konsum, Energieeffizienzmaßnahmen und Elektrifizierung von fossilen Prozessen, oder die Energiepreise. Die Bruttowertschöpfung
de
s Industrie-Sektors stieg, abgesehen von Effekten
de
r Wiedervereinigung nach 1990 und
de
r "Finanzkrise" 2009, kontinuierlich bis 2018 an. Seitdem verzeichnet die Industrie eine sinkende Bruttowertschöpfung. Die Endenergieproduktivität wurde im Trend bis 2019 kontinuierlich gesteigert. Während
de
r "Energiekrise" wurden auch in
de
n Jahren 2022 und 2023
de
utliche Effizienzsteigerungen erzielt. 2024 reduzierte sich dagegen die Endenergieproduktivität
de
s Sektors um 5,2 Prozent.
Gewerbe, Handel, Dienstleistungen mindern Energieverbrauch stetig
De
r Endenergieverbrauch
de
s Sektors Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) geht seit 1990 kontinuierlich zurück. Gegenüber 2008 sank
de
r Energieverbrauch im Jahr 2024 um 25,9 Prozent, gegenüber
de
m Vorjahr stieg er leicht um 0,5 Prozent. Die Bruttowertschöpfung
de
s GHD-Sektors nimmt seit 1991 kontinuierlich zu. Im Vergleich zum Industriesektor werden EEV und Bruttowertschöpfung
de
s Sektors weniger stark von Kriseneffekten beeinträchtigt.
De
r konstant sinkende Endenergieverbrauch sowie die steigende Bruttowertschöpfung führen zu einer stetig zunehmenden Endenergieproduktivität.
Verbrauch
de
r Haushalte bis 2021 auf hohem Niveau
De
r Endenergieverbrauch
de
r Privathaushalte in
De
utschland verharrt seit 1990 auf relativ konstantem Niveau. Erst seit 2022 sinkt
de
r Endenergieverbrauch. Die Minderung im Jahr 2024 beträgt 13,2 Prozent gegenüber 2008 und 0,2 Prozent gegenüber
de
m Vorjahr. Während
de
r Corona-Pandemie ab 2019 stieg
de
r EEV
de
s Sektors leicht an (u.a. mehr
Zeit
im Haushalt sowie Homeoffice). Stärker wirken sich allerdings Witterungseffekte und kalte Witterung aus, wie
de
r Anstieg 2021 verdeutlicht. Im Jahr 2022 machen sich unter anderem die Bemühungen zum Energiesparen
de
r privaten Haushalte als Reaktion auf
de
n Krieg gegen die Ukraine und die drohende Gasmangellage, sowie die hohen Energiepreise bemerkbar.
Energieverbrauch im Verkehr sinkt leicht
De
r Endenergieverbrauch (EEV) im gesamten Verkehrssektor stieg zwischen 2000 und 2018 stetig an. Erst mit
de
r Corona-Pandemie sank
de
r EEV
de
s Sektors im Jahr 2020 erstmals
de
utlich, unter anderem aufgrund
de
r Maßnahmen zur Einschränkung
de
r Mobilität sowie
de
m Aufkommen von Home-Office.
De
r Endenergieverbrauch stieg zwar wieder etwas an. Trotzdem beträgt die Minderung noch 6,4 Prozent im Vergleich zu 2008. Gegenüber
de
m Vorjahr reduzierte sich
de
r EEV leicht um 1,8 Prozent.
Stromverbrauch
De
r absolute Stromverbrauch hat sich im Vergleich zu 1990 kaum verändert. Jedoch hat sich das BIP in dieser
Zeit
um über 50 Prozent erhöht. Dadurch stieg die Stromproduktivität
de
r Gesamtwirtschaft um 53,7 Prozent. Im
Zeit
raum von 2020 bis 2023 stieg die Stromproduktivität mit 11,1 Prozent besonders
de
utlich, da die Nachfrage nach Elektrizität in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit hohen Energiepreisen zurückging und das BIP nur moderat anstieg. 2024 stieg
de
r Stromverbrauch erstmals wieder um 1,6 Prozent an - trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung. Dadurch fiel die Stromproduktivität um 1,8 Prozent gegenüber 2023.
Stromverbrauch wäre ohne Energieeffizienz ein Drittel höher, Erneuerbaren-Anteil
de
utlich niedriger
Die Vorteile
de
r Energieeffizienz werden oft unterschätzt. Ohne Energieeffizienz-Steigerungen wäre
de
r Stromverbrauch im Jahr 2024 gegenüber 2008 um einer Drittel höher, und
de
r Erneuerbaren-Anteil am Stromverbrauch läge bei nur 41,3 anstatt bei real 54,4 Prozent (vgl. Abbildung). Energieeffizienz ist eine tragende Säule
de
r Energiewende, die
de
n Verbrauch reduziert und damit
de
n Weg für erneuerbare Energien ebnet. Dies sollte auf allen Ebenen und bei allen Akteuren Priorität haben.
Energieverbrauch macht Fortschritte, aber weitere Anstrengungen und Maßnahmen für Zielerreichung notwendig
Nachdem
de
r Energieverbrauch in
de
n beiden vorangegangen Jahren
de
utlich zurückgegangen ist, stieg er 2024 wieder leicht an. Mittlerweile sind die "Sondereffekte" durch die Corona-Pandemie immer weniger bemerkbar und auch die Lieferketten von fossilen Primärenergieträgern funktionieren wieder, nachdem diese im Zuge
de
s russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine teilweise unterbrochen wurden und hohe Energiepreise zur Folge hatten. Die Politik hat in beiden Krisen (Corona-Pandemie, "Energiekrise") mit neuen Politikinstrumenten und Maßnahmen reagiert. Diese haben einerseits zu verhaltensbedingten Energieeinsparungen in allen Sektoren geführt, und andererseits die Steigerung
de
r Energieeffizienz und die zukunftsfähige Transformation von Haushalten, öffentlicher Hand und Unternehmen vorangetrieben. Ohne die Energiespar- und Energieeffizienz-Maßnahmen
de
r Bevölkerung und Unternehmen wären die "Energiekrisen"-Winter nicht so glimpflich verlaufen, hätten
de
utlich mehr klimaschädliche Energieträger wie Öl oder Kohle verbrannt werden müssen, und wäre die Abhängigkeit von Energieimporten stärker. 2024 haben sich die Energiepreise für Industrie weiter normalisiert. Dadurch stieg
de
r Verbrauch in diesem Sektor.
De
r fossile Energieverbrauch und damit
de
r Gesamtverbrauch
de
r privaten Haushalte sinken dagegen weiter: Energieeffizienz und Energiesparen entfalten weiterhin eine Wirkung.
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Kontakt:
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Email:
buergerservice@uba.
de
Homepage:
http://
www
.umweltbundesamt.
de
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