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Presse-Stelle:
Ökologisch-
De
mokratische Partei (ÖDP), Dr. Claudius Moseler, ÖDP-Generalsekretär, Tel.: 06131/679820, Fax: 06131/679815, D-55118 Mainz
Rubrik:
Politik & Gesellschaft
Datum:
27.07.2025
"
De
r Rhein darf nicht wieder zur Giftbrühe verkommen"
Die ÖDP NRW kritisiert die anhaltende Einleitung von PFAS und anderen Schadstoffen aus
de
m Chempark Leverkusen in
de
n Rhein.
Angesichts
de
r Bedeutung
de
s Flusses als Trinkwasserquelle und sinkender Wasserstände fordert
de
r Landesverband striktere Grenzwerte und ein Verbot dieser Einleitungen.
© Pixabay, marwed
De
r Landesverband Nordrhein-Westfalen
de
r Ökologisch-
De
mokratischen Partei (ÖDP NRW) zeigt sich zutiefst besorgt über die aktuellen Enthüllungen
de
s BUND, wonach
de
r Chempark Leverkusen weiterhin erhebliche Mengen gefährlicher Chemikalien, darunter PFAS und verbotene Pestizide, in
de
n Rhein einleitet. Nach BUND-Angaben liegen diese Einleitungen teilweise um ein Vielfaches über
de
n behördlichen Orientierungswerten.
"Es ist unerträglich, dass wir hier in Leverkusen, wo
de
r Chemieunfall 2021 Tote und Umweltschä
de
n verursacht hat, auch Jahre später erleben müssen, wie hochgefährliche Stoffe weiterhin in unseren Fluss gelangen. Schon damals hieß es nach
de
r Explosion, man wisse angeblich nicht einmal genau, was alles in
de
n Tanks gelagert war. Dass heute immer noch giftige Chemikalien aus diesem Werk in
de
n Rhein fließen, ist ein Unding. PFAS sind keine gewöhnlichen Industriechemikalien - sie sind langlebig, reichern sich im menschlichen Körper an und stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen und das Hormonsystem zu stören. Das ist eine Zeitbombe für Umwelt und
Gesund
heit", erklärt Jens Geibel, Landesvorsitzender
de
r ÖDP NRW,
de
r selbst in Leverkusen lebt.
De
r Rhein habe in
de
n vergangenen Jahrzehnten durch erhebliche Investitionen in Umweltschutz und Klärtechnik zwar
de
utliche Fortschritte gemacht und sei heute sauberer als in
de
n 1970er- und 1980er-Jahren. Doch Geibel warnt: "Diese Fortschritte drohen zunichtegemacht zu werden, weil manche Konzerne offenbar immer noch nicht begriffen haben, dass
de
r Rhein kein Abwasserkanal für ihre Chemierückstände ist. Viele Industriebetriebe handeln nach
de
m Prinzip: Was rechtlich erlaubt ist, wird auch ausgeschöpft - selbst wenn es moralisch hoch bedenklich ist."
Besonders problematisch sei die Einleitung von PFAS, weil diese Stoffe praktisch nicht biologisch abgebaut werden. Sie gehören zu
de
n sogenannten "Ewigkeitschemikalien". Aufgrund ihrer extremen Persistenz und Mobilität können PFAS weite Strecken im Wasser zurücklegen und gelangen so in Bö
de
n, Trinkwasserquellen und sogar in die Nahrungskette. Laut BUND wurden allein im Chempark Leverkusen an manchen Tagen bis zu zwei Kilogramm PFAS in
de
n Rhein eingeleitet - ein Vielfaches
de
ssen, was von Umweltbehörden noch als ökologisch vertretbar angesehen wird.
Geibel weist darauf hin, dass die Risiken durch solche Einleitungen durch
de
n Klimawandel noch verstärkt werden: "Wir müssen erkennen, dass
de
r Rhein heute häufig
de
utlich weniger Wasser führt als noch vor einigen Jahrzehnten. Niedrigwasserphasen nehmen zu. Das bedeutet: Die Verdünnung giftiger Stoffe funktioniert immer schlechter, die Konzentration
de
r Schadstoffe steigt. In Zeiten zunehmender Wasserknappheit können wir uns solche Einleitungen schlicht nicht mehr leisten."
Zudem sei
de
r Chempark Leverkusen keineswegs
de
r einzige Verursacher. "
De
r Rhein fließt an zahlreichen großen Chemiestandorten vorbei. Auch andere Werke leiten industrielle Abwässer ein - oft legal, aber
de
nnoch mit gefährlichen Inhaltsstoffen. Das Gift summiert sich aus vielen Quellen. Diese kumulative Belastung wird bislang viel zu wenig berücksichtigt. Was an einem Standort vielleicht noch unterhalb gesetzlicher Grenzwerte liegt, wird in
de
r Gesamtsumme zu einer ökologisch und
gesund
heitlich untragbaren Last", betont Geibel.
Die ÖDP NRW fordert
de
shalb:
ein sofortiges Verbot
de
r Einleitung von PFAS in Leverkusen sowie perspektivisch einen europaweiten Ausstieg aus
de
r Herstellung dieser Chemikalien,
die Festlegung verbindlicher, strenger Grenzwerte für PFAS und andere toxische Substanzen im Abwasser,
eine konsequente Verursacherhaftung, damit nicht die Allgemeinheit, sondern die Industrie für die Kosten
de
r Reinigung und Schadensbeseitigung aufkommt, und
eine unabhängige und lückenlose Kontrolle
de
r Kläranlagen, insbesondere
de
r Anlage in Leverkusen-Bürrig.
"
De
r Rhein ist eine
de
r wichtigsten Trinkwasserquellen für Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und darüber hinaus bis in die Niederlande. Er darf nicht zur Giftbrühe verkommen. Wir brauchen endlich politisch klare Entscheidungen, die
de
n Schutz unserer Gewässer und
de
r
Gesund
heit
de
r Menschen über kurzfristige Industrieinteressen stellen", so Geibel abschließend.
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Ökologisch-
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mokratische Partei (ÖDP), Dr. Claudius Moseler, ÖDP-Generalsekretär, Tel.: 06131/679820, Fax: 06131/679815
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