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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Umwelt & Naturschutz
Datum:
07.07.2025
Forderung aus Hessen, Bayern, Sachsen und Berlin:
Günstigen Erhaltungszustand beim Wolf feststellen
Hessen, Bayern, Sachsen und Berlin haben sich aktuell mit einem gemeinsamen Schreiben zum Wolf an
de
n Bund gewandt. Darin setzen sich die Länder dafür ein, dass
de
r Bund für
De
utschland einen günstigen Erhaltungszustand beim Wolf im Zuge
de
r anstehenden FFH-Berichtserstattung an die EU meldet.
Hessens Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Ingmar Jung
,
betonte: "Es ist höchste
Zeit
, die Realität anzuerkennen:
De
r Wolf hat in
De
utschland einen günstigen Erhaltungszustand erreicht - und das muss endlich auch politisch Konsequenzen haben. Das dringend notwendige und im Koalitionsvertrag
de
r Bundesregierung verankerte Bestandsmanagement muss jetzt umgesetzt werden."
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber
bekräftigte: "
De
n günstigen Erhaltungszustand
de
s Wolfes in
De
utschland festzustellen, ist fachlich und politisch geboten.
De
r günstige Erhaltungszustand ermöglicht das seit langem geforderte regionale Bestandsmanagement. Das wäre ein starkes Signal und ein wichtiger Schritt zu einem sachlichen und akzeptierten Umgang mit
de
m Wolf. Daneben soll
de
r Wolf schnellstmöglich ins Jagdrecht auf Landes- und Bundesebene überführt werden.
De
r Wolf muss rechtssicher gejagt werden können. Bayern steht an
de
r Seite
de
r Weidetierhalter. Weidetierhalter sind wichtige Partner, um Lebensräume in
de
r Kulturlandschaft und die Artenvielfalt zu erhalten."
Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch
ergänzte: "Betrachten wir es nüchtern:
De
r Artenschutz verfolgt das Ziel eines günstigen Erhaltungszustandes. Diesen haben wir beim Wolf erreicht und können das mit Überzeugung nach Brüssel melden. Jeder kann sich selbst ein Bild von
de
r Lage in unserem Freistaat und
de
r Verbreitung von Görlitz über Bautzen bis in
de
n Leipziger Raum machen, in
de
m erst kürzlich ein weiteres Rudel identifiziert wurde. Nun braucht es zügige Antworten aus Berlin zum Jagdrecht,
de
m Bestandsmanagement und damit zum Schutz unserer Weidetiere. Die Meldung nach Brüssel ist dafür die Grundlage."
Berlins Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde
, erklärte: "Nach langer Abwesenheit ist
de
r Wolf wieder Teil unserer heimischen Tierwelt. Seine Rückkehr ist positiv für die Entwicklung artenreicher und funktionierender Ökosysteme.
De
r Wolf übernimmt eine zentrale Rolle im ökologischen Gleichgewicht.
De
r nun erreichte günstige Erhaltungszustand sollte sachlich anerkannt werden - ebenso wie die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Bestandsmanagements, das die langfristige Koexistenz sichert."
Eine Mehrheit
de
r Länder kommt aktuell auf fachlicher Grundlage zu
de
r Einschätzung, dass
de
r günstige Erhaltungszustand
de
s Wolfes im Großteil
De
utschlands bereits gegeben ist, sowohl in
de
r atlantischen als auch in
de
r kontinentalen biogeografischen Region. Insbesondere ist aus Sicht
de
r Länder mit über 100 fortpflanzungsfähigen Rudeln und Paaren eine ausreichende Populationsgröße
de
s Wolfs in
De
utschland erreicht. Auch nimmt die Zahl
de
r Wölfe in
De
utschland in
de
n zurückliegenden 20 Jahren kontinuierlich zu.
Daneben werben die Länder beim Bund dafür, die veralteten Bewertungsmaßstäbe zur Beurteilung
de
s Erhaltungszustands beim Wolf zu überarbeiten.
De
nn die bisherigen Kriterien zur Beurteilung
de
s Erhaltungszustands wurden in einer
Zeit
festgelegt, in
de
r eine
de
rart dynamische positive Bestandsentwicklung wie beim Wolf in
De
utschland weder absehbar noch wahrscheinlich war.
De
r günstige Erhaltungszustand
de
s Wolfs ist neben
de
r Absenkung
de
s Schutzstatus eine wesentliche Voraussetzung für ein effektives Bestandsmanagement
de
s Wolfs in
De
utschland. Die Absenkung
de
s Schutzstatus für
de
n Wolf ist am 7. März im Rahmen
de
r Berner Konvention erfolgt und anschließend von
de
r EU-Kommission in einer Änderung
de
r FFH-Richtlinie rechtlich festgesetzt worden. Diese Änderungen müssen nun durch
de
n Bund in nationales Recht überführt werden.
Diskussion
Login
Kontakt:
Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
Email:
Pressestelle@landwirtschaft.hessen.
de
Homepage:
http://
www
.landwirtschaft.hessen.
de
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