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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Umwelt & Naturschutz
Datum:
23.06.2025
"Wir müssen unserer Hauptbaumart auf wissenschaftlich gesicherter Grundlage helfen, um so wenig klimawandelbedingte Schä
de
n wie möglich zu riskieren"
Klimaschutzministerin Katrin Eder begleitet Buchenaustriebs-Inventur.
Dabei werden Buchen an 800 Orten in Rheinland-Pfalz gleichzeitig untersucht. Die Daten sollen Auskunft darüber
geben
, welche Rolle Nachbarbäume, Sonneneinstrahlung und Bodenverhältnisse spielen. Aus
de
n Ergebnissen sollen Handlungsempfehlungen für die Forstleute erarbeitet werden, um
de
n Wald bestmöglich gegen Hitze und Trockenheit zu wappnen.
"Die Buche ist die Baumart, die von Natur aus am häufigsten in Rheinland-Pfalz vorkommt. Ihr Anteil beträgt rund 23 Prozent. Auf einem Viertel
de
r Waldfläche dominiert die Buche
de
n Wald. In
de
r zukünftigen Waldgeneration, das heißt bei
de
n jungen Bäumen, nimmt sie aktuell sogar einen Anteil von 43 Prozent ein.
De
shalb ist es besonders wichtig zu erforschen, unter welchen Bedingungen sie gut wachsen kann.
De
nn auf einer wissenschaftlich gesicherten Grundlage können wir ihr bestmöglich helfen. Rheinland-Pfalz ist dabei das erste Bundesland, das unsere Hauptbaumart mit einer eigens entwickelten landesweiten Sondererhebung
de
tailliert und flächendeckend untersucht. Unser Ziel ist es,
de
n Wald so zu stärken, dass er auch noch künftigen Generationen als Luft-, Klima-, Wasser-, Arten- und Bodenschützer dient und uns
de
n klimafreundlichen Rohstoff Holz liefert", so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Montag im Lennebergwald in Mainz. Dort begleitete sie ein Team von Forstleuten von Landesforsten Rheinland-Pfalz bei
de
r "Buchenaustriebs-Inventur".
Umfangreiche Untersuchungen an 800 Stichprobenpunkten
An 800 Stellen im rheinland-pfälzischen Wald werden dabei nahezu zeitgleich in diesem Juni Buchen stichprobenbasiert untersucht.
"Wir erheben Informationen über die Blattmasse und
de
n Anteil abgestorbener Äste
de
r Baumkronen und halten fest, auf welcher Art von Boden sie stehen, etwa, ob es besonders nasse oder trockene Bö
de
n sind, mit welchen anderen Bäumen in
de
r Nachbarschaft die Buchen zusammenstehen, wie es sich auswirkt, wenn diese besonders dicht stehen beziehungsweise, wenn es neben ihnen, etwa durch natürliche Absterbeprozesse oder Durchforstungen, zu mehr Sonneneinstrahlung kommt und welchen Einfluss das Baumalter hat. Aus
de
n Daten wollen wir ableiten, was
de
r Buche guttut und was eher nicht", so Dr. Andreas Hill,
de
r die Datenerhebung leitet. Satellitenbilder haben ergeben, dass im Juni landesweit alle Buchen ihren vollen Austriebszustand und somit die maximale Blattmasse erreicht haben. Dies garantiert eine Vergleichbarkeit
de
r landesweiten Beobachtungen.
Die "Buchenaustriebs-Inventur" findet nach 2021 in diesem Jahr zum zweiten Mal statt, mit
de
n Ergebnissen ist gegen Ende dieses Jahres zu rechnen. Zusammen mit Erkenntnissen aus anderen Untersuchungen sollen auf ihrer Grundlage Handlungsempfehlungen für die Forstleute erarbeitet werden.
Buche kommt von Natur aus landesweit überall vor, Fichte nicht
Nach
de
n extremen Trocken- und Hitzejahren seit 2018
gibt
es bundes- und landesweit erstmals auch verstärkt Schä
de
n an Buchen: Blätter treiben nicht mehr aus oder fallen herunter, Äste und sogar ganze Kronenteile sterben ab. Das führt im Extremfall sogar zum Absterben
de
s gesamten Baumes. Doch anders als Fichten, die in
de
r Vergangenheit oftmals wegen ihres schnellen und geraden Wuchses an nicht geeigneten Standorten gepflanzt wurden, wo
de
r Flachwurzler sowohl bei Wassermangel als auch bei Stürmen schnell Probleme bekommt, kommen Buchen von Natur aus landesweit an verschiedenen Standorten in unterschiedlichen Höhenlagen und unterschiedlichen Bodenarten vor.
Daher sind Schä
de
n an Buchen besonders Besorgnis erregend. "Wir können nicht einfach sagen, es liegt eben am Standort, wie bei
de
r Fichte, die sich bedingt durch Hitze und Trockenheit nicht gegen
de
n Borkenkäfer wehren konnte und damit hektarweise abgestorben ist. Hier muss man genauer untersuchen, unter welchen Bedingungen die Buchen gut wachsen können.
De
shalb sind diese Untersuchungen so wichtig.
De
nn dass es auch Buchen
gibt
,
de
nen es gut geht und von
de
nen wir lernen können, steht fest. Das haben uns die Zahlen aus
de
r ersten Buchenaustriebs-Inventur im Jahr 2021 gezeigt", so Andreas Hill.
"Unser oberstes Ziel ist
de
r Walderhalt. Das schaffen wir am besten mit strukturierten Mischwäldern, also Wäldern, in
de
nen viele unterschiedliche Baumarten auf kleinem Raum zusammen vorkommen und in
de
nen die junge Waldgeneration bereits unter
de
r älteren Waldgeneration aufwächst. Hier liegen wir mit 85 Prozent Mischwaldanteil und 81 Prozent mehrschichtigen Wäldern in Rheinland-Pfalz
de
utlich über
de
m Bundesdurchschnitt von 79 und 77 Prozent. Anders als in anderen Regionen
De
utschlands speichern unsere Wälder nach wie vor CO2 und helfen damit
de
m Klima. Das zeigt, dass wir schon vieles richtigmachen.
De
r Klimawandel ist aber in vollem Gange,
de
shalb ist es von enormer Bedeutung, darauf zu reagieren und zu immer besseren Lösungen zu gelangen", so Katrin Eder.
Ob die Ergebnisse
de
r zweiten Buchenaustriebs-Inventur die Aussagen
de
r ersten Datenerhebung aus 2021 bestätigen und welche zusätzlichen Erkenntnisse gewonnen werden können, wird sich im Anschluss an die Außenaufnahmen im Juni zeigen. Dann geht es an die Datenauswertung.
Baumartenverteilung in Rheinland-Pfalz (über alle Waldbesitzarten hinweg):
Buche
: 23,1 Prozent
Eiche: 21,5 Prozent
Fichte
: 14,9 Prozent
Kiefer: 9,2 Prozent
Laubbäume niedriger Lebensdauer wie zum Beispiel
Birke
,
Weide
,
Erle
oder Pappel (9,3 Prozent)
Laubbäume hoher Lebensdauer wie zum Beispiel Ahorn, Esche oder
Hainbuche
: 8,8 Prozent
Douglasie
: 7 Prozent
Lärche: 2,3 Prozent
Tanne
: 0,7 Prozent
Weiterführende Links zu Zahlen rund um
de
n Wald:
Überblick über
de
n Waldzustand in
De
utschland
Ergebnisse
de
r Bundeswaldinventur
Ergebnisse
de
r Bundeswaldinventur für Rheinland-Pfalz
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Kontakt:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Dietmar Brück
Email:
Dietmar.Brueck@mkuem.rlp.
de
Homepage:
http://
www
.mkuem.rlp.
de
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