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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Energie & Technik
Datum:
16.06.2025
Energiekosten: Kleine Clubs übermäßig belastet
Besonders betroffen sind kleinere Clubs mit einer Kapazität unter 200 Personen.
LiveMusikKommission und Netzwerk Zukunft Feiern präsentieren Ergebnisse
de
s Clubmonitorings zu Energieeffizienz und Klimaschutz in
de
r Livemusikszene
Kleine Musikclubs in
De
utschland stehen unter massivem finanziellem Druck. Grund dafür sind überdurchschnittlich hohe Energiekosten im Verhältnis zu größeren Spielstätten. Zu diesem Ergebnis kommt die erste bundesweite Umfrage von energiebezogenen Kennzahlen in Musikclubs, die
de
r Bundesverband
de
r Musikspielstätten (LiveKomm) in Zusammenarbeit mit
de
m Netzwerk Zukunft Feiern erhoben hat.
© Pexels; Pixabay.com
Erfasst wurden unter anderem Stromverbrauch, Fläche, Maximalkapazität und Veranstaltungsanzahl. Die daraus errechneten Durchschnittswerte liefern eine fundierte Grundlage für nachhaltige Transformationsprozesse in
de
r Livemusikszene - erstmals mit branchenspezifischen Daten. Bisher wurden Musikspielstätten in Energieberatungen mit
de
r Gastronomie verglichen, obwohl ihre Betriebsstruktur grundlegend anders funktioniert als beispielsweise Großküchen.
Kleine Clubs zahlen drauf
Besonders betroffen sind kleinere Clubs mit einer Kapazität unter 200 Personen. Sie verzeichnen im Verhältnis zur Veranstaltungsanzahl und Fläche einen drei- bis viermal höheren Energieverbrauch als größere Venues.
De
r Grund: Eine energetische Grundlast, etwa durch Getränkekühlung, Musikanlage, Licht- und Lüftungstechnik, fällt unabhängig von
de
r Gästezahl an und skaliert nicht proportional mit
de
m Clubformat oder
de
r Fläche.
"Diese finanzielle Mehrbelastung gefährdet das wirtschaftliche Überleben vieler Kulturbetriebe und damit die kulturelle Vielfalt
de
r Clublandschaft", sagt Jette Krauß vom Clubkombinat Hamburg. "Die Headliner*innen von morgen stehen auf
de
n kleinen Bühnen von heute. Doch ohne gezielte Förderung drohen viele dieser Orte zu verschwinden."
Größere Konzerthallen und Arenen haben also
de
utlich geringere Energiekosten pro Gast und Quadratmeter und erwirtschaften durch höhere Ticketmargen mehr Gewinn. Jette Krauß macht
de
utlich: "Kleine und mittlere Venues sind enorm unterfinanziert. Mit
de
n aktuellen Preissteigerungen ist ihr Geschäftsmodell kaum noch tragfähig. Ohne öffentliche Investitionen sind kulturelle Teilhabe und Vielfalt akut gefährdet."
Fehlende Finanzierung für eine notwendige Transformation
de
r Livemusikszene
Die wirtschaftlich angespannte Lage
de
r vergangenen Jahre hat auch in
de
r privatwirtschaftlich organisierten Kulturszene zu einem Investitionsstau geführt,
de
r sich nun durch ineffiziente Haustechnik und sanierungsbedürftige Gebäude zeigt, die wiederum die Kostenspirale antreiben.
Im Juni 2025 läuft zusätzlich die Projektförderung
de
r Initiative Musik für das Netzwerk Zukunft Feiern aus. Das Projekt unterstützte bundesweit Clubs und Festivals auf ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Kulturbetrieb durch zahlreiche Beratungsangebote, kostenlose Schulungen und Vernetzungstreffen. Das Auslaufen
de
r Projektförderung trifft die Szene gerade in einer
Zeit
, in
de
r finanzielle Herausforderungen zunehmen und eine langfristige strukturelle Unterstützung für die nachhaltige Transformation
de
r Livemusikszene unerlässlich ist.
Die LiveKomm fordert daher die Einrichtung eines revolvierenden Investitionsfonds für die Livemusikszene. Dieser soll gezielt energieeffiziente Maßnahmen in Clubs und auf Festivals finanzieren. Durch die eingesparten Energiekosten kann eine Refinanzierung langfristig ermöglicht werden. Vor allem kleinere Spielstätten, die für eine vielfältige und zukunftsfähige Clubszene unerlässlich sind, würden so entlastet.
Clubkultur als nachhaltiger Leuchtturm
"Kulturstaatsminister Weimer spricht sich für Investitionen in kulturelle Infrastruktur aus und betont mit Blick auf die Biennale die Bedeutung von Innovation und Nachhaltigkeit", sagt LiveKomm Vorstand Steffen Kache. "Die Clublandschaft kann mit vergleichsweise geringen Mitteln ein international sichtbares Vorbild für nachhaltige Kulturentwicklung werden. Dies wünschen sich sowohl Clubbetreiberinnen und Clubbetreiber wie auch Publikum. Doch ohne auskömmliche Förderungen und
de
n Support von Netzwerken wie Zukunft Feiern wird die Umsetzung solcher Leuchttürme erschwert."
Aufruf zur Vernetzung
Trotz auslaufender Projektförderung ruft das aktive Netzwerk Zukunft Feiern Clubs und Veranstaltende bundesweit dazu auf, sich
de
m Projekt anzuschließen. Im gegenseitigen Austausch mit engagierten Akteur*innen können weiterhin nachhaltige Lösungen für eine klimafreundliche und wirtschaftlich tragfähige Clubkultur entwickelt und umgesetzt werden.
Über das Netzwerk Zukunft Feiern:
Zukunft Feiern ist ein bundesweit aktives Netzwerk von Clubs und Festivals, die sich für Nachhaltigkeit und praxisnahen Klimaschutz engagieren. Seit
de
m Start 2021 in Berlin ist das Netzwerk Zukunft Feiern mittlerweile landesweit in zahlreichen Städten aktiv - darunter in Hamburg, Köln und Bremen. Über 100 Venues und Festivals sind bereits Teil davon, darunter u.a.
de
r Tresor (Berlin), das Uebel & Gefährlich (Hamburg) und das Bootshaus (Köln).
www
.zukunft-feiern.
de
Über die LiveKomm:
Die LiveMusikKommission e.V. (kurz LiveKomm) ist
de
r Bundesverband
de
r Musikspielstätten in
De
utschland und repräsentiert mehr als 730 Musikclubs und Festivals in über 100 Städten und Gemeinden. Ihre Mitglieder gehören zu
de
n größten Anbietern lokaler Kulturveranstaltungen,
de
s städtischen Tourismus sowie
de
r
de
utschen und internationalen Talentförderung und ist Teil
de
s europäischen Musikspielstätten Netzwerk LiveDMA.
www
.livemusikkommission.
de
Diskussion
Login
Kontakt:
LiveMusikKommission e.V., Michael Smosarski
Email:
kommunikation@livekomm.org
Homepage:
http://
www
.livekomm.org
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