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Presse-Stelle:  Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, D-06844 Dessau-Roßlau
Rubrik:Gesundheit & Wellness    Datum: 06.06.2025
Klimawandel als psychische Belastung
UBA-Ratgeber gibt Tipps zur Stärkung der mentalen Gesundheit
Der Klimawandel kann nicht nur verheerende physische Folgen für Mensch und Umwelt haben, er kann auch die menschliche Psyche stark beeinträchtigen. So können Extremwetterereignisse posttraumatische Belastungsstörungen auslösen und die Sorge um unsere Lebensgrundlagen Zukunftsängste und Depressionen hervorrufen. In einer vom Bundesumweltministerium geförderten aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, sich mental stark oder sehr stark durch den Klimawandel belastet zu fühlen. Der UBA-Ratgeber für mentale Gesundheit im Klimawandel bietet Hilfestellung.

"Um den Klimawandel einzudämmen, braucht es handlungsfähige Menschen mit einer widerstandsfähigen Psyche. Deshalb müssen wir die Menschen darin unterstützen, nicht nur die physischen, sondern auch die mentalen Folgen des Klimawandels zu erkennen und zu bewältigen", sagt Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes. "Mit dem Abschluss unseres aktuellen Forschungsprojekts ist es uns gelungen, Daten in einem bisher noch unterrepräsentierten, aber zunehmend wichtigen Themenfeld in Deutschland zu erheben."

In Deutschland fühlen sich viele Menschen psychisch durch den Klimawandel und seine Folgen belastet. Bislang fehlt es jedoch an umfassenden verlässlichen Daten, unter anderem zu möglichen Risikogruppen, zur Ausprägung der psychischen Belastungen und zu Strategien zur Stärkung der Psyche. Das vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Forschungsvorhaben "Die mentalen Auswirkungen des Klimawandels und die Bereitschaft zur Anpassung" liefert nun erste Ergebnisse zu diesen Fragen.

In dem in den vergangenen drei Jahren durchgeführten Projekt wurden unter anderem Interviews mit Expert*innen aus Psychologie und Psychotherapie geführt und im Rahmen einer repräsentativen Studie 1.300 Personen ab 18 Jahre online befragt. Ein Ergebnis: 53 Prozent der Befragten gaben an, sich mental stark oder sehr stark durch den Klimawandel belastet zu fühlen.

Um die eigene Psyche zu stärken und solch negativen Gefühlen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu begegnen, gibt es grundsätzlich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Dies kann zum Beispiel ein achtsamer Umgang mit den eigenen Gefühlen oder der wertschätzende Austausch mit anderen sein. Das Forschungsvorhaben zeigt jedoch, dass es mitunter am wirkungsvollsten ist, sich selbst für konsequenten Klimaschutz einzusetzen, am besten mit anderen Menschen zusammen. So erfährt man nicht nur, dass man mit dem eigenen Handeln Veränderung bewirken kann, sondern sorgt auch dafür, dass die Ursache der psychischen Belastung - der Klimawandel - begrenzt wird.

Die Ergebnisse aus diesen Arbeiten, insbesondere zur Stärkung der eigenen Psyche, wurden im "Ratgeber für mentale Gesundheit im Klimawandel" gebündelt. Dieser richtet sich an Betroffene sowie Interessierte und bietet neben allgemeinen Informationen zu dem Thema verschiedene Möglichkeiten, auf gesunde Art und Weise mit der psychischen Belastung durch den Klimawandel umzugehen.

Obwohl der Ratgeber sich konkret auf die psychische Belastung durch den Klimawandel bezieht, sind viele der Strategien auch auf andere belastende oder herausfordernde Situationen anwendbar.

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