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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Essen & Trinken
Datum:
15.05.2025
Sichern Sie das Vorsorgeprinzip und das Recht auf gentechnikfreie Erzeugung!
Bäuerinnen und Bauern
de
r AbL appellieren an Umweltminister:innen
Zu Beginn
de
r Umweltministerkonferenz in Orscholz übergaben Bäuerinnen und Bauern
de
r Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V.
de
n Minister: innen ihr Forderungspapier zur geplanten
De
regulierung neuer Gentechnik-Pflanzen. Die Bäuerinnen und Bauern fordern, dass die Minister: innen ihren Einfluss auf Bundes- und europäischer Ebene geltend machen sollen, um das EU-Vorsorgeprinzip zu sichern und das Recht auf gentechnikfreie Erzeugung - sowohl für biologisch als auch für konventionell wirtschaftende Betriebe.
Marlene Herzog, Bäuerin aus Contwig und Landesvorsitzende
de
r AbL-Saarland/Rheinland Pfalz
kommentiert:
"Meine konventionellen Kolleginnen und Kollegen und ich wollen auch weiter das Recht und die Möglichkeit haben, gentechnikfreie
Leben
smittel zu erzeugen. Aber durch die von
de
r EU-Kommission geplante
De
regulierung neuer Gentechnik-Pflanzen würden wir alle unsere Schutzmöglichkeiten vor Gentechnik-Verunreinigungen verlieren. Wir laufen Gefahr, dass unser Saatgut und unsere Ernte durch neue Gentechnik-Pflanzen verunreinigt werden. Dann könnten wir unsere Produkte nicht mehr als gentechnikfrei verkaufen. Wir würden das hohe Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden und unsere wertvollen Märkte verlieren. Und: Wer zahlt uns die Schä
de
n bei einer Verunreinigung mit Gentechnik? Das muss klar geregelt werden! Es kann nicht sein, dass die Gentechnik-Konzerne sich ihre Profite sichern, wir Bäuerinnen und Bauern aber auf
de
n Schä
de
n sitzen bleiben.
De
shalb fordert die AbL klare Haftungsregelungen: Verursacher müssen für die Schä
de
n aufkommen. Und wir fordern wirksame europäische Koexistenzregelungen, die uns vor Verunreinigungen schützen. Weiterhin braucht es Kennzeichnungspflicht bis zum Endprodukt und verpflichtende Nachweisverfahren durch diejenigen, die neue Gentechnik-Pflanzen auf
de
n Markt bringen wollen. Nur so können wir die gentechnikfreie ökologische und konventionelle
Leben
smittelerzeugung sichern!"
Annemarie Volling, AbL-Gentechnik-Expertin
ergänzt:
"Für Bäuerinnen und Bauern steht viel auf
de
m Spiel: Sollte
de
r Gesetzesvorschlag
de
r EU-Kommission so oder so ähnlich durchkommen, wäre eine gentechnikfreie Saatgutzüchtung und
Leben
smittelerzeugung nicht mehr möglich. Weder ökologisch noch konventionell. Unsere Wettbewerbsvorteile, die große Nachfrage nach gentechnikfreien Produkten zu bedienen, würden zerstört.
De
m sollten die amtierenden Umweltminister:innen klar entgegentreten. Wir haben Verantwortung auch für zukünftige Generationen. Das EU-Vorsorgeprinzip auszuhebeln und
de
n allergrößten Teil
de
r zu erwartenden neuen Gentechnik-Pflanzen ohne Risikoprüfung, Nachweisverfahren, Rückverfolgbarkeit und Rückholbarkeit in unsere Umwelt und
Leben
smit-telerzeugungskette zu entlassen, ist verantwortungslos. Einmal mehr, weil auch keine Haftungs-regelungen vorgesehen sind. Weder im wirtschaftlichen Schadensfall bei Verunreinigungen unserer Ernten oder
de
s Saatguts, noch für mögliche Schä
de
n
de
r
Gesund
heit für Mensch und Tier oder Umwelt. Zudem soll
de
n Bürger:innen ihre Wahlfreiheit beim
Leben
smitteleinkauf entzogen werden. Auch für die absehbare Patentierungswelle durch die neuen Gentechnik-Pflanzen werden wirksame Lösungsvorschläge bisher abgelehnt.
De
shalb fordern wir die Umweltminister:innen auf: Stärken Sie das EU-Vorsorgeprinzip, sorgen Sie für Wahlfreiheit und sichern sie das Recht, auch in Zukunft gentechnikfreie
Leben
smittel erzeugen zu können!"
Links:
Positionspapier und die AbL-Forderungen an die UMK zu neuen Gentechniken
Hintergründe:
Die
EU-Kommission
hatte im Juli 2023 einen Gesetzesvorschlag vorgelegt,
de
r vorsieht, die allermeisten Pflanzen, die mit neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas hergestellt werden, vom EU-Gentechnikrecht auszunehmen. Für diese neuen Gentechnik-Pflanzen sollen alle bisherigen Regelungen nicht mehr gelten: Risikoprüfung, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit sollen künftig wegfallen, ebenso Koexistenz- und Haftungsregelungen. Das wäre das Aus
de
r gentechnikfreien ökologischen und konventionellen
Leben
smittelerzeugung und das Aus unserer gentechnikfreien Wettbewerbsvorteile.
Seit Anfang Mai wird im sog. Trilog über die drei stark differierenden Positionen
de
r EU-Kommission,
de
s Europaparlaments und
de
s EU-Rates
de
battiert. Auch die Positionierung
de
r neuen Bundesregierung ist noch offen.
De
shalb sind die Umweltminister:innen in Orscholz aufgefordert, ein klares Zeichen zu setzen.
Diskussion
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Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., Phillip Brändle
Email:
braendle@abl-ev.
de
Homepage:
http://
www
.abl-ev.
de
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