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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Essen & Trinken
Datum:
02.05.2025
Vom Feld in die Tonne? Nicht mit uns!
Slow Food
De
utschland setzt sich für mehr Wertschätzung für
Leben
smittel ein und engagiert sich mit eigenen Projekten für die Reduzierung von Foodwaste
De
r 2. Mai markiert symbolisch
de
n Zeitraum, in
de
m statistisch gesehen alle seit Jahresanfang produzierten
Leben
smittel weggeworfen werden. Was in
de
r Tonne landet, sind aber auch die wertvollen Ressourcen - Land, Wasser, Energie und Arbeitskraft -, die für ihre Produktion, Verarbeitung und Distribution notwendig waren. Auch die Treibhausgasemissionen, die dabei anfallen, sollten dazu gerechnet werden. Trotz Sensibilisierungskampagnen sind die
Leben
smittelabfälle in
De
utschland 2024 auf ca. 11 Millionen Tonnen angestiegen. Slow Food
De
utschland wirkt mit eigenen Projekten für eine höhere Wertschätzung von
Leben
smitteln und fordert von
de
r neuen Bundesregierung umfassende Maßnahmen zur Reduzierung von Foodwaste entlang
de
r gesamten
Leben
smittelversorgungskette.
Essen retten heißt Klima retten
Ist von Klimaschutz die Rede, fällt sofort als mögliche Maßnahme die Begrenzung von Industrie- und Verkehrsemissionen ein. Dabei ist die Produktion von
Leben
smitteln für einen beachtlichen Teil
de
r Treibhausgasemissionen verantwortlich. Laut einer Erhebung
de
s Statistischen Bundesamts aus
de
m Jahr 2024 entsteht in
De
utschland
de
r größte Teil
de
s
Leben
smittelabfalls - etwa 58%
de
r Gesamtmenge - aus Privathaushalten. Bürger*innen anzusprechen und zu sensibilisieren kann also ein wichtiger Hebel sein, um Foodwaste und damit auch Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Mit einer App gegen
Leben
smittelverschwendung
Slow Food
De
utschland verfolgt mit
de
m Projekt "Dialogforum private Haushalte 2.0 - Reduzierung
de
r
Leben
smittelverschwendung (DiFo 2.0)" als Teil
de
r Nationalen Strategie zur Reduzierung
de
r
Leben
smittelverschwendung das Ziel,
Leben
smittelabfälle in privaten Haushalten zu verringern. Im Rahmen
de
s Projekts wurde die bekannte App "
Zu gut für die Tonne!
"
de
s Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zusammen mit
de
r Technischen Universität Berlin um eine neue wichtige Funktion erweitert:
das digitale Küchentagebuch
. Dieses schärft das Bewusstsein für das eigene Konsum- und Wegwerfverhalten, in
de
m es möglich macht,
Leben
smittelabfälle, die in privaten Haushalten entstehen, zu messen, in das digitale Küchentagebuch einzutragen und mit
de
r Zeit zu reduzieren. User*innen erhalten statistische Auswertungen sowie personalisierte Tipps zur Reduzierung von
Leben
smittelabfällen, und können an Mitmach-Aktionen teilnehmen. Aktuell rufen wir zur Slow-Food-7-Tage-Mess-Aktion auf, an
de
r jede*r teilnehmen kann. So einfach geht's:
Zu gut für die Tonne!- App
downloaden, unter "Tagebuch" anmelden, kurze Einführung mitmachen, die Mitmach-Aktion "Slow-Food-7-Tage-Mess-Aktion" auswählen, mit
de
m Messen loslegen.
De
n ersten 100 Teilnehmenden wird kostenlos ein Überraschungspaket zugeschickt.
Gerettetes Gemüse und Schnippeldisko
Mit anderen Projekten wie
de
r sog. "
Schnippeldisko
", einem mittlerweile weltweit erfolgreich nachgeahmten Format - setzt Slow Food
De
utschland
de
n Fokus auf
Leben
smittel, die auf
de
m Weg vom Acker bis zum Supermarkt aussortiert werden. Etwa 30%
de
r hergestellten
Leben
smittel landet aus verschiedenen Gründen auf
de
m Müll: weil sie zu klein oder zu groß geraten sind, in
de
r Form etwas abweichen, eine Druckstelle haben oder anderweitig aus
de
r Norm fallen. Vor
de
m Hintergrund ökologischer und sozialer Krisen ist das aus Sicht von Slow Food ein inakzeptabler Zustand.
De
swegen macht sich die Bewegung seit mehreren Jahrzehnten für die Wertschätzung von
Leben
smitteln und
de
ren Erzeuger*innen stark.
Suppe für alle
Gerade vor einer Woche hat Slow Food
De
utschland
de
n
Ursula Hudson Preis 2025
an "Supp_optimal - Essen für Alle" verliehen, einer Initiative
de
r Bürgerstiftung Stuttgart. Das Projekt verteilt vollwertige, vegetarische und biologische Mahlzeiten, die zu 95% aus geretteten
Leben
smitteln zubereitet werden, im öffentlichen Raum an Menschen in prekären Situationen. Damit wirkt die Initiative aus Slow-Food-Sicht in beispielhafter Weise gegen Ernährungsarmut und
Leben
smittelverschwendung und setzt ein wichtiges Zeichen für eine nachhaltige, solidarische Gesellschaft.
Eine Aufgabe für die nächste Regierung
Leben
smittel zu retten, bevor sie entsorgt werden, ist wichtig, reicht aber nicht aus.
Leben
smittelverschwendung beginnt schon auf
de
m Acker und steigt entlang
de
r gesamten
Leben
smittelversorgungskette. Im Koalitionsvertrag
de
r zukünftigen Bundesregierung wird vor allem beabsichtigt, gemeinnützige Organisationen wie die Tafeln zu unterstützen. Slow Food
De
utschland fordert daher die neue Regierungskoalition auf, auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung stärker im Blick zu haben - auch hinsichtlich
de
r Reduzierungspotentiale, die in privaten Haushalten Wirkung zeigen können - und das 2019 gesetzte Ziel nicht aus
de
n Augen zu verlieren, bis 2030 die
Leben
smittelabfälle in
De
utschland zu halbieren und
Leben
smittelverluste zu verringern.
"Die schwierigen Zeiten, die wir alle gerade durchleben, mögen
de
n täuschenden Eindruck erweckt haben, dass es andere wichtigere Themen als
Leben
smittelverschwendung gibt. " betont Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food
De
utschland e.V.. "Aber in unserem Umgang mit
Leben
smitteln spiegelt sich unser Verhältnis zur Umwelt, in
de
r wir
leben
. Daher kann nur ein verändertes Bewusstsein für das, was unser Essen an natürlichen Ressourcen und Arbeitskraft kostet, zu mehr Verantwortung im Umgang mit
Leben
smitteln führen. Das kann eine verantwortungsbewusste Politik aktiv fördern: durch gezielte Kampagnen und Maßnahmen, mit Beteiligung aller Akteur*innen entlang
de
r gesamten
Leben
smittelversorgungskette und aus
de
r Zivilgesellschaft. Slow Food
De
utschland setzt sich unverändert mit seiner langjährigen Expertise und seinen Projekten für mehr Wertschätzung für
Leben
smittel und für eine Idee von Genuss ein, die von Verantwortung - für die Menschen und für
de
n Planeten - nicht trennbar ist."
Slow Food
hat sich zum Ziel gesetzt, eine Welt zu schaffen, in
de
r Ernährung auf fairen Beziehungen basiert, die biologische Vielfalt, das Klima und die
Gesund
heit fördert und es allen Menschen ermöglicht, ein
Leben
in Würde und Freude zu führen.Als globales Netzwerk mit Millionen von Menschen setzt sich Slow Food für gutes, sauberes und faires Essen für alle ein. Slow Food
De
utschland wurde 1992 gegründet und ist mit vielfältigen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen auf lokaler, nationaler sowie europäischer Ebene aktiv. Mit handlungsorientierter Bildungsarbeit stellen wir Ernährungskompetenz auf sichere Beine. Ziel unseres politischen Engagements ist ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles
Leben
smittelsystem, das Mensch und Tier, Umwelt und Klima schützt.
Diskussion
Login
Kontakt:
Slow Food
De
utschland e.V., Stefan Michel
Email:
presse@slowfood.
de
Homepage:
http://
www
.slowfood.
de
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