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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Essen & Trinken
Datum:
10.02.2025
Hülsenfrüchte: Gut für uns und
de
n Planeten
Kulinarische Vielfalt rund um
de
n Globus
Hülsenfrüchte galten lange als "Arme-Leute-Essen", doch ihre enorme Vielfalt bietet unzählige köstliche Zubereitungsmöglichkeiten.
De
r Internationale Tag
de
r Hülsenfrüchte, ausgerufen von
de
n Vereinten Nationen, erinnert uns jedes Jahr am 10. Februar daran, dass Bohnen, Linsen, Erbsen und Kichererbsen nicht nur hervorragend schmecken, sondern auch gesund sind - sowohl für uns als auch für die Umwelt. Slow Food macht mit Initiativen, Informationsmaterialien, Videos und Rezepten auf das weitreichende Potenzial
de
r Hülsenfrüchte aufmerksam: für eine nachhaltige, genussvolle Ernährung und
de
n Schutz
de
r biologischen Vielfalt.
Jahrtausendealte Kulturen mit Zukunftspotenzial
Hülsenfrüchte© Claudia Nathansohn
Bohnen, Linsen, Erbsen und Kichererbsen gehören zu
de
n ältesten Kulturpflanzen
de
r Menschheit. Archäologische Funde belegen, dass sie bereits vor zehntausend Jahren im gesamten Mittelmeerraum, in Asien und Amerika angebaut wurden. Sie waren lange
Zeit
ein Grundnahrungsmittel für die Landbevölkerung und das städtische Proletariat. In Kombination mit Getreide galten sie als "Fleisch
de
r Armen". Ob mit Reis, Mais, Hirse oder Weizen - schon damals wussten die Menschen intuitiv, dass diese Kombination ernährungsphysiologisch wertvoll ist und eine Alternative zu tierischen Proteinen bietet.
Genuss trifft Nachhaltigkeit
Heute haben Hülsenfrüchte ihr bescheidenes Image abgelegt und rücken als gesunde, ressourcenschonende Alternative zu Fleisch in
de
n Fokus. Sie sind hervorragende Eiweißlieferanten, reich an essenziellen Aminosäuren, Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Zink sowie wertvollen Ballaststoffen. In
de
r Landwirtschaft tragen sie zur Bodengesundheit bei, indem sie Stickstoff aus
de
r Luft binden und
de
n Boden fruchtbarer machen. Ihre tiefen Wurzeln stabilisieren
de
n Boden, und als blühende Pflanzen bieten sie Bienen und anderen Bestäubern eine wichtige Nahrungsquelle. Zudem gedeihen sie auch in wasserarmen Regionen und leisten so einen wertvollen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung.
Kulinarische Vielfalt rund um
de
n Globus
Wer sich nachhaltig, gesund und abwechslungsreich ernähren möchte, kann aus einer unglaublichen Vielfalt an Sorten, Farben, Geschmäckern und Zubereitungsmöglichkeiten wählen. Ob als Suppe, Eintopf, Aufstrich, Bratling oder Salat - Hülsenfrüchte lassen sich vielseitig einsetzen. Ihr günstiger Preis, die lange Haltbarkeit und die einfache Zubereitung machen sie zur idealen Zutat für die Alltagsküche.
"Die weltweit über 18.000 Hülsenfruchtsorten sind optimal an ihre jeweiligen Anbauregionen angepasst und leisten einen wertvollen Beitrag zur biokulturellen Vielfalt", erklärt
Dr. Rupert Ebner
, Vorsitzender von Slow Food
De
utschland e.V. "Kaum eine Esskultur kommt ohne Hülsenfrüchte aus. Ob Linsen mit Spätzle in Schwaben, Falafel und Hummus in
de
r Levante-Küche oder mexikanisches Chili con Carne - Hülsenfrüchte bieten die nachhaltigste Art, kulinarisch um die Welt zu reisen und Landschaften und Traditionen zu schmecken."
Hülsenfrüchte als kulinarische Superhelden
Slow Food macht sich mit Projekten und Veranstaltungen dafür stark, regionale ökologische Wertschöpfungsketten für Hülsenfrüchte wieder auf- und auszubauen. Da Hülsenfrüchte für Menschen weltweit eine wichtige Nahrungsquelle darstellen, engagiert sich Slow Food dafür, dass sie auf
de
m Teller
de
r Menschen landen, anstatt als Futter für die Massentierhaltung zu enden.
Slow Food International
fördert
de
n Anbau und
de
n Genuss von gut, sauber und fair produzierten Hülsenfrüchten und Leguminosen. Das weltweite Netzwerk "Slow Beans" ist ein informeller Zusammenschluss von Erzeuger*innen, Köch*innen und Aktivist*innen, die sich austauschen, unterstützen und Initiativen und Events rund um die Hülsenfrüchten organisieren. Heute, zum Welttag
de
r Hülsenfrüchte, macht Slow Food International mit einer Kampagne auf das
"Slow Beans Manifesto"
aufmerksam und lädt ein, sich
de
m Netzwerk und seinen Prinzipien anzuschließen: das sind u.a.
de
r Schutz
de
r Biodiversität und die Unterstützung agroökologischer Praktiken, die Förderung
de
s Wissens um Hülsenfrüchte und
de
r Zugang zu guten Produkten, die Solidaritärität und die Wertschätzung zwischen Verbraucher*innen und Erzeuger*innen.
Slow Food
De
utschland
stellt auf seiner Website
traditionelle und moderne Rezepte
mit Hülsenfrüchten und eine
Einkaufskarte
zur Verfügung. Auch das Slow Food-Bildungsprojekt für Schulen
"Green Spoons"
hat sich in einer Podcastfolge mit
de
r Bedeutung
de
r Hülsenfrüchte für die Bodengesundheit befasst und eine Supermarkt-"Challenge" zum Thema entwickelt. Ausführliche Informationen über Merkmale und Eigenschaften
de
r verschiedenen Sorten liefert die Wissensplattform
"Slowpedia"
.
Zu
de
n
alten Sorten
, die Slow Food
De
utschland mit seinem Projekt
"Arche
de
s Geschmacks"
vor
de
m Verschwinden bewahrt hat, gehören auch einige regionale Hülsenfruchtsorten: die schwäbische Alblinse, die gesprenkelte Ahrtaler Köksje-Bohne, die Kesselheimer Zuckererbse und die Paas Lintorfer Frühe, eine kleine weiße Bohne. Diese wurden aufgrund niedriger Erträge und mangelnder Nachfrage kaum noch angebaut und standen kurz vor
de
m Verschwinden. Heute wachsen sie wieder im ökologischen Anbau, und insbesondere die Alb-Leisa (Alblinse) hat sich zu einem kulinarischen Aushängeschild
de
r Schwäbischen Alb entwickelt.
Unterschätzte
De
likatesse: Die Platterbse
Die
Platterbse
stammt aus
de
m Mittelmeerraum, wird aber inzwischen auch in Süddeutschland angebaut. In Italien hat ihre Verwandte, die "Cicerchia", bereits Kultstatus erreicht und ist ein Slow Food Präsidium. Aufgrund ihrer Robustheit gegenüber Trockenheit und Nässe gewinnt sie in
Zeit
en
de
s Klimawandels zunehmend an Bedeutung - insbesondere für die Bio-Landwirtschaft. In Unterfranken, einem wichtigen Anbaugebiet, ersetzen Landwirt*innen die viel anfälligere Kichererbse mit
de
r Platterbse. Diese ist klein, kieselsteinartig und erinnert optisch an eine Kreuzung aus Linse und Kichererbse. Sie wird geschält verwendet und muss vor
de
m Kochen nicht zwingend eingeweicht werden. Ihr nussiges Aroma und ihre cremige Konsistenz machen sie ideal für Pürees, Aufstriche, Eintöpfe und Suppen. In Unterfranken findet sie zunehmend ihren Weg auf die Speisekarten von Gasthäusern - sowohl in traditionellen als auch in modernen Gerichten.
Dr. Rupert Ebner
sieht in alten Hülsenfruchtsorten ein enormes Potenzial für die Alltagsküche und die Gastronomie: "
De
r urige, intensive Geschmack dieser Sorten spricht unsere bäuerliche DNA an und steht für eine Landwirtschaft, die
de
n Schutz
de
r Bö
de
n und
de
r biologischen Vielfalt in
de
n Mittelpunkt rückt."
Weitere Informationen und Links:
am Ende
de
r Pressemitteilung
Slow Food
hat sich zum Ziel gesetzt, eine Welt zu schaffen, in
de
r Ernährung auf fairen Beziehungen basiert, die biologische Vielfalt, das Klima und die Gesundheit fördert und es allen Menschen ermöglicht, ein Leben in Würde und Freude zu führen.Als globales Netzwerk mit Millionen von Menschen setzt sich Slow Food für gutes, sauberes und faires Essen für alle ein. Slow Food
De
utschland wurde 1992 gegründet und ist mit vielfältigen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen auf lokaler, nationaler sowie europäischer Ebene aktiv. Mit handlungsorientierter Bildungsarbeit stellen wir Ernährungskompetenz auf sichere Beine. Ziel unseres politischen Engagements ist ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Lebensmittelsystem, das Mensch und Tier, Umwelt und Klima schützt.
www
.slowfood.
de
Diskussion
Login
Kontakt:
Slow Food
De
utschland e.V., Stefan Michel
Email:
presse@slowfood.
de
Homepage:
http://
www
.slowfood.
de
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