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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
PTA IT-Beratung GmbH, D-68165 Mannheim
Rubrik:
Büro & Unternehmen
Datum:
01.08.2023
Jetzt die Weichen für die Zukunft stellen: Nachhaltigkeitsreporting bald für viele Unternehmen verpflichtend
Interview zum Thema "Nachhaltigkeitsreporting" mit Dr. Tim Walleyo
Am 5. Januar 2023 ist sie in Kraft getreten: die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Die EU-Richtlinie verschärft die Anforderungen
de
r nichtfinanziellen Berichterstattung. Mittelfristig werden dadurch
de
utlich mehr Unternehmen verpflichtet, ein Nachhaltigkeitsreporting zu erstellen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen stellt dies vor enorme Herausforderungen. Was ein professionelles Nachhaltigkeitsmanagement überhaupt ausmacht, welche Kriterien Unternehmen erfüllen und was Unternehmensverantwortliche dabei berücksichtigen müssen, erläutert Dr. Tim Walleyo, Geschäftsführer
de
r PTA IT-Beratung, im vorliegenden Interview.
Dr.Tim Walleyo, Geschäftsführer
de
r PTA IT-Beratung in Mannheim © PTA
Herr Walleyo, alle Welt redet momentan über das Thema Nachhaltigkeit. Aber wo liegen
de
nn überhaupt die Ursprünge nachhaltigen Wirtschaftens? Bitte
geben
Sie uns doch eine kurze Standortbestimmung.
Tim Walleyo:
De
r Ursprung
de
s Nachhaltigkeitsbegriffes ist ja alles andere als neu. Er fußt in
de
r
de
utschen Forstwirtschaft und reicht bis in die Kursächsische Forstverordnung aus
de
m Jahre 1560 zurück, die besagte, dass nur so viel Holz einzuschlagen sei, wie auch nachwachsen kann. Schon damals beschäftigte die Verantwortlichen also
de
r Ansatz, wie Nachhaltigkeit
de
n Anforderungen einer momentan lebenden Generation entsprechen kann, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden.
Und was bedeutet das für das unternehmerische Handeln von heute?
Tim Walleyo: Das bedeutet, dass Unternehmen eine Umwelt- und Sozialorientierung in alle Aspekte ihres Handelns integrieren müssen.
De
r Erfolg wird also künftig nicht mehr nur anhand ökonomischer Werte bemessen, sondern auch in Bezug darauf, welchen Mehrwert ein Unternehmen in
de
r sozialen und natürlichen Umwelt leistet. Betrachten wir die aktuellen Entwicklungen auf EU-Ebene - mit Inkrafttreten
de
r CSRD sowie
de
r Einführung einer Rechenschaftspflicht von ESG-(Environment, Social and Governance)-Themen - wird
de
r regulative Druck auf die Unternehmen
de
finitiv zunehmen. Mit
de
r Taxonomie-Verordnung für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten, welche die EU gerade verhandelt, entsteht ein Rahmenwerk, mit
de
m künftig verbindlich geregelt wird, ob und in welchem Ausmaß bestimmte Wirtschaftstätigkeiten als ökologisch nachhaltig einzustufen sind. Unternehmen sind also künftig verpflichtet, neue Berichts- und Transparenzpflichten einzuhalten.
Und welcher Kreis von Unternehmen ist davon betroffen?
Tim Walleyo: Betroffen von dieser Richtlinie sind vorrangig alle EU-Großunternehmen, die zwei
de
r drei folgenden Kriterien erfüllen: Das Unternehmen beschäftigt mehr als 250 Angestellte, es erzielt mehr als 40 Millionen Euro Nettoumsatzerlöse oder hat eine Bilanzsumme von 20 Millionen Euro. Allein in
De
utschland wird das in
de
n nächsten Jahren auf rund 15.000 Unternehmen zutreffen und eine Berichtspflicht wird in
de
r Regel ab
de
m Geschäftsjahr 2025 gelten. Es ist davon auszugehen, dass sich die EU-Vorgaben in Zukunft weiter verschärfen werden. Im darauffolgenden Jahr werden auch kleine und mittlere kapitalmarktorientierte EU-Unternehmen in die Regelung aufgenommen. Auch Unternehmen außerhalb
de
r Europäischen Union, die mehr als 150 Millionen Euro Umsatz in
de
r EU erwirtschaften, mindestens eine Zweigniederlassung oder Tochtergesellschaft in
de
r EU betreiben und bestimmte Schwellenwerte überschreiten, sind künftig von
de
r Berichtspflicht betroffen.
Wie gehen Sie mit diesem Thema eigentlich in
de
r PTA-Gruppe um?
Tim Walleyo: Wir haben frühzeitig in
de
r Geschäftsführung beschlossen, dass wir bei PTA selbst ein Nachhaltigkeitsmanagementssystem etablieren. Im Rahmen
de
ssen haben wir auch schon unsere Ziele zur
De
karbonisierung und die damit verbundenen Einsparungen von CO2-Emissionen an unsere Mitarbeiter und Kunden kommuniziert. Um das Thema im Unternehmen fest und solide zu verankern, haben wir uns einem Rating von Ecovadis,
de
m weltweit größten und zuverlässigsten Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen, unterzogen. So können wir genau bestimmen, wo wir in Sachen Nachhaltigkeit stehen und an welchen Stellschrauben wir noch drehen müssen, um uns weiter zu verbessern. Selbst als kleines mittelständisches Unternehmen sind wir auf diese Weise in
de
r Lage, die operativen Hindernisse und Unklarheiten sehr gut nachvollziehen zu können. Von diesen Erkenntnissen profitieren auch unsere Kunden, indem unser erfahrenes Projekt-Team diese unterstützt und das gewonnene Wissen in unsere Beratungsprojekte einbringt.
Die Vorgaben sind
de
mnach komplex. Vor welche Herausforderungen stellt das die Unternehmensverantwortlichen?
Tim Walleyo: Zunächst einmal wird die Berichtspflicht eine weitere Aufgabe sein, die sich zu
de
n ohnehin mannigfaltigen To-dos in
de
n Leitungsebenen hinzugesellt. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen stellt dies vor Herausforderungen. Die ESG-Regulierung steckt noch in
de
n Kinderschuhen und sie ist schon jetzt sehr komplex. Sie sind
de
shalb gut beraten, die Weichen jetzt zu stellen, um rechtzeitig nach
de
m Auslaufen
de
r Übergangsfristen auskunftsfähig zu sein. Wer die Berichtspflicht ignoriert oder ihr unzureichend nachkommt, wird wohl mit empfindlichen Strafen rechnen müssen. Es liegt nahe, dass zahlreiche mittelständische Unternehmen vor
de
m Hintergrund begrenzter Ressourcen die neuen Richtlinien zunächst vor allem als lästige Pflicht empfinden. Ich bin
de
r Überzeugung, dass sie gut daran tun, die erforderlichen Darlegungspflichten gewissenhaft zu erfüllen, dies auch als Chance zu begreifen und das Thema Nachhaltigkeit in ihre Unternehmensstrategie einzubetten.
An welchen Stellen sollten Unternehmen ansetzen, um
de
n damit verbundenen Workload zu minimieren?
Tim Walleyo: Wir beraten unsere Kunden dahingehend, integrierte Managementsysteme und Reporting-Tools zu nutzen und die passenden Schnittstellen dafür bereitzustellen, die wir bei Bedarf einrichten. Das Datenmanagement wird eine
de
r größten, wenn nicht sogar die größte Herausforderung für Unternehmen bei
de
r Erstellung von ESG-Reportings sein.
De
shalb ist eine integrierte Infrastruktur sehr hilfreich und reduziert die Komplexität: Die gesteckten Ziele lassen sich transparenter nachverfolgen und die dafür notwendigen Maßnahmen besser tracken. Kennzahlen, die zu messen und zu berichten sind, lassen sich auf diese Weise ohne großen Aufwand aus verschiedenen Quellsystemen mittels Data Lakes zusammentragen, da sämtliche Kernprozesse automatisiert ablaufen. Das spart Zeit, Geld und entlastet das Management. Die gewonnen Daten lassen sich zudem übersichtlich in Dashboards visualisieren. Als mittelständisches IT-Beratungshaus haben wir uns zudem entschlossen, unsere Expertise mit
de
m Know-how unserer Partner
de
s Steinbeis-Verbundes und
de
n Management- und Unternehmensberatern von PwC zu bündeln. Unsere Kunden profitieren bei Bedarf so von einer methodischen Nachhaltigkeitsberatung und werden mit
de
m nötigen Rüstzeug ausgestattet.
Worauf ist beim ESG-Reporting aus Ihrer Sicht besonders zu achten?
Tim Walleyo: Das ESG-Reporting stellt die Unternehmen bereits jetzt vor große Herausforderungen, da Nachhaltigkeit schwer zu messen ist. Das liegt in
de
r Natur
de
r Sache. Eine hohe Datenqualität ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Da aber die erforderlichen Daten oft in isolierten Silos im Unternehmen verteilt oder manuell in Excel-Tabellen dokumentiert sind, ist es schwierig, ein belastbares und integriertes Abbild
de
r ESG-Gewinne und -Auswirkungen zu erstellen.
De
shalb sind Data Lakes so wichtig. Ohne eine zentrale Instanz, in
de
r Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten zusammenlaufen, kann keine klare Verbindung zwischen ESG-Maßnahmen und finanziellen Kennzahlen hergestellt werden. Unternehmensverantwortliche sollten ein gutes Gespür dafür entwickeln, wie wichtig ein integriertes Management in diesem Kontext ist. Die meisten Elemente
de
s ESG-Reportings basieren im Grunde auf einem angemessenen Risikomanagement. Allerdings lassen sich Risiken nicht managen, wenn ein Unternehmen gar nicht um diese weiß. Ohne klare Maßgaben und Strukturen fällt es schwer, die erforderlichen Daten konsistent, vergleichbar und nachprüfbar zu sammeln - von strategischen Entscheidungen ganz zu schweigen. Eine gelebte, unternehmensweite Risikomanagementstrategie und
de
r Einsatz eines integrierten Reporting-Tools, die ESG-Risiken mittels klar
de
finierter Key-Performance-Indikatoren überwacht und auswertet, sind nicht nur für das Nachhaltigkeits-Reporting, sondern auch für die Nachhaltigkeitsplanung wichtig.
Gibt
es
de
nn schon leistungsfähige IT-Lösungen für das Nachhaltigkeitsreporting?
Tim Walleyo: Renommierte Softwarehersteller wie Microsoft oder SAP haben bereits standardisierte Reporting-Lösungen auf
de
n Markt gebracht. Mit
de
m Microsoft Sustainability Manager oder
de
m SAP Sustainability Control Tower, kurz SAP SCT, stehen
de
n Unternehmen leistungsfähige IT-Lösungen zur Verfügung. Finanzielle sowie Nachhaltigkeits- und Governance-Kennzahlen lassen sich damit exakt überwachen und steuern. Diese integrierten Lösungen haben
de
n Vorteil, dass sie problemlos in ein ganzes Ökosystem an Nachhaltigkeitslösungen eingebettet werden können und
de
n Unternehmen
de
n Aufbau einer Nachhaltigkeitslösung aus einem Guss ermöglichen. Auf Kundenwunsch entwickeln wir aber ein ESG-Dashboard auch individuell und sind damit in
de
r Lage, ganz spezifische Anforderungen von kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu erfüllen. Das dafür notwendige IT-Wissen und die erforderliche Prozesskompetenz bringen wir aus unserer über 50 Jahre andauernden Erfolgsgeschichte als mittelständische IT-Beratung mit.
Über die PTA IT-Beratung GmbH
Die PTA IT-Beratung entwickelt seit 1969 maßgeschneiderte und kundenorientierte IT-Lösungen. Mit ihrer Ausrichtung auf Organisations- und IT-Projekte begleitet sie ihre Kunden pragmatisch und erfolgreich in die Digitalisierung. PTA ist nach DIN EN ISO 9001 sowie nach ISO13485 zertifiziert. Die PTA IT-Beratung verfügt über 12 Standorte in
De
utschland und
de
r Schweiz. Die PTA-Gruppe mit Firmenzentrale in Mannheim beschäftigt aktuell über 400 Mitarbeiter und betreut vornehmlich Kunden aus
de
r Life Science-Branche, Fertigungsindustrie, Retail & Logistics, im Energiesektor sowie in
de
r Finanz- und Versicherungswirtschaft.
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Kontakt:
PTA IT-Beratung GmbH, Robert Fischer
Email:
Robert.Fischer@pta.
de
Homepage:
https://
www
.pta.
de
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