Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung









  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Job & Karriere alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

Stichwort    Art 
 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  HFH · Hamburger Fern-Hochschule gemeinnützige GmbH, D-22081 Hamburg
Rubrik:Job & Karriere    Datum: 30.06.2023
Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ):
HFH bietet akademische Weiterbildung zu besonderem Nachhaltigkeitsansatz
An der HFH · Hamburger Fern-Hochschule startet erstmals zum 1. Oktober 2023 ein neues akademisches Weiterbildungsangebot zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Die Weiterbildungsmodule führen in das Thema dieses umfangreichen Nachhaltigkeitsansatzes ein und stellen praktische Anwendungsmöglichkeiten vor.

Zentrale der HFH in Hamburg © HFH
Wie utopisch ist es, wenn sich Wirtschaftsunternehmen statt Profitmaximierung eine Steigerung des verfassungsrechtlich verankerten Gemeinwohls auf die Agenda schreiben? Weniger utopisch als vielmehr notwendig, sagen die Vertreter:innen der sogenannten Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), einer Reformbewegung, die sich für ein ethisches Wirtschaftsmodell einsetzt.

An der HFH · Hamburger Fern-Hochschule startet erstmals zum 1. Oktober 2023 ein neues akademisches Weiterbildungsangebot zur GWÖ, welches in das Thema einführt und praktische Anwendungsmöglichkeiten des umfangreichen Nachhaltigkeitsansatzes vorstellt.

"Mit unserem neuen Angebot tragen wir als Hochschule auch der seit Januar 2023 gültigen EU-Richtlinie CSRD zur nichtfinanziellen Berichtspflicht Rechnung. Nach dieser sind heute nicht mehr nur Großkonzerne, sondern auch viele mittelständische Unternehmen berichtspflichtig", sagt HFH-Präsident Prof. Dr. Lars Binckebanck.

Zwei Weiterbildungsmodule zur GWÖ
Mit den beiden Weiterbildungsmodulen "Einführung in die Gemeinwohl-Ökonomie" und "Angewandte Gemeinwohl-Ökonomie" gibt die HFH einen Überblick über Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten dieses Ansatzes, der den Begriff der Nachhaltigkeit um Werte wie Gemeinwesen, Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Mitbestimmung ergänzt.

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus allen Branchen, an Gründer:innen und Unternehmensberater:innen sowie an alle Interessierte am Thema Nachhaltigkeitsmanagement, die ihre Kompetenzen zum Thema GWÖ erweitern und nachweisen möchten. Die Teilnehmenden können ein offizielles HFH-Hochschulzertifikat samt ECTS-Punkten (CP) erwerben. Das Studienmaterial ist barrierefrei gestaltet und ermöglicht auch sehbehinderten Personen die Teilnahme.

"Wir freuen uns, mit dem Weiterbildungsprogramm zur Gemeinwohl-Ökonomie auch einen alternativen ökonomischen Denkansatz in unser Lehrangebot integrieren zu können", sagt Kathrin Brüggmann, Kanzlerin der HFH und Geschäftsführerin der Trägergesellschaft.

Modul "Einführung in die Gemeinwohl-Ökonomie"
Das Modul "Einführung in die Gemeinwohl-Ökonomie" gibt einen Überblick über die Grundprinzipien und zentralen Werte der Gemeinwohl-Ökonomie. Hier werden etwa die Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Gemeinwohl" differenziert und in aktuelle Diskurse aus Soziologie und Ethik eingeordnet.

In der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Problemen aktueller Wirtschaftssysteme lernen die Studierenden die Entwicklungen der GWÖ-Bewegung kennen. Eine kritische Reflexion verschiedener ökonomischer Ansätze ermöglicht es den Teilnehmenden, das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie im Diskurs mit anderen Wirtschaftsmodellen einzuordnen und abzugrenzen.

Im Einführungsmodul lernen die Studierenden bereits die Grundsätze einer Gemeinwohl-Bilanz kennen und werfen einen ersten Blick auf das Instrument der Gemeinwohl-Matrix.

Modul "Angewandte Gemeinwohl-Ökonomie"
Das darauf aufbauende Modul "Angewandte Gemeinwohl-Ökonomie" vertieft das Wissen und vermittelt praktische Ansätze, mit denen die Prinzipien der Gemeinwohl-Ökonomie im unternehmerischen Alltag umgesetzt werden können.

Dazu werden etwa die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Allgemeinen und die Standards der Gemeinwohl-Ökonomie im Speziellen mit Blick auf die UN-Sustainable Development Goals (SDGs) vermittelt.

Studierende lernen, wie sie Nachhaltigkeits- bzw. Gemeinwohlberichte und damit die Ziele einer Corporate Social Responsibility (CSR) in den unternehmerischen Alltag implementieren können. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen die Teilnehmenden, diese Berichterstattung in Unternehmen und Organisationen einzusetzen und eine Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen.

Mit Blick auf ein betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement bietet das Instrument der Gemeinwohl-Ökonomie eine Möglichkeit, entsprechende Maßnahmen innerhalb des Betriebes zu gestalten, umzusetzen und messbar zu machen.

Gemeinwohl-Bilanz und das Instrument der Gemeinwohl-Matrix
Die Gemeinwohl-Matrix zeigt die vier Werte (Menschenwürde, Solidarität & Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz & Mitentscheidung) in Bezug zu den relevanten Stakeholdern bzw. Berührungsgruppen eines Unternehmens. © www.ecogood.org
Zum Vergrößern auf die Graphik klicken
Der Ansatz der GWÖ schafft u.a. Potenziale zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden in Unternehmen, etwa durch eine stärkere Einbindung der Belegschaft in die unternehmerische Mitgestaltung und durch sinnstiftende Maßnahmen einer gemeinwohl- und werteorientierten Unternehmensausrichtung.

Die Bewertung der Gemeinwohlleistung erfolgt durch die Punktevergabe externer Auditor:innen und wird in der Gemeinwohl-Bilanz abgebildet. Sie kann als internes Organisationsentwicklungstool eingesetzt werden und ermöglicht den Vergleich mit anderen Unternehmen.

Dabei beschränkt sich die Gemeinwohl-Bilanz als Bewertungsrahmen nicht auf Wirtschaftsunternehmen, sondern kann auch in Bildungseinrichtungen sowie auf kommunaler Ebene von Städten und Gemeinden eingesetzt werden, um die Umsetzung von gemeinwohlorientierten Nachhaltigkeitszielen transparent zu machen.

Kerninstrument der Gemeinwohl-Bilanz ist die Gemeinwohl-Matrix, mit der sich bewerten lässt, mit welchen Aktivitäten eine Organisation in Bezug auf verschiedene Berührungsgruppen Beiträge zum Gemeinwohl leistet. Folgende Darstellung zeigt die Werte und Dimensionen auf, anhand derer diese Beiträge innerhalb des Gemeinwohlansatzes gemessen werden können.

  • Akademische Weiterbildungen an der HFH

    Die staatlich anerkannte und gemeinnützige HFH · Hamburger Fern-Hochschule ist eine der größten privaten Hochschulen Deutschlands. Sie bietet Bachelor- und Masterstudiengänge sowie akademische Weiterbildungen in den Fachbereichen Gesundheit und Pflege, Technik sowie Wirtschaft und Recht. Das HFH-Fernstudium ermöglicht insbesondere Berufstätigen, Auszubildenden und Personen mit Familienaufgaben ein flexibles Studium und bietet zugleich persönliche Betreuung in rund 50 regionalen Studienzentren und online. 2023 feiert der Studienbetrieb an der HFH 25-jähriges Jubiläum.

    Diskussion

      Login



  •  
     
      Aktuelle News
      RSS-Feed einrichten
    Keine Meldung mehr verpassen

    19.08.2025
    Sauber sog i - jetzt wird um den Titel gekämpft! Schafft "Müllbertshofen" es, den Pokal der Münchner Müllmeisterschaft - vom 13. bis 15. September 2025 - zu verteidigen?


    Einstellung des ECO-Newsletters Am 19. August wird der letzte ECO-Newsletter an die AbonnentInnen verschickt


    18.08.2025
    Kaum Platz für Busse: Abfrage der Deutschen Umwelthilfe offenbart dringenden Nachholbedarf bei Busspuren in Großstädten

    Moor-PV: Chance für Klimaschutz, Energiewende und Landwirtschaft Orientierungshilfe für landwirtschaftliche Betriebe veröffentlicht


    17.08.2025
    Reichling gegen neue Erdgas-Förderung BUND Naturschutz organisiert große Kundgebung direkt am Bohrplatz.


    15.08.2025
    Deutsche Umwelthilfe zum UN-Abkommen gegen Plastikmüll: "Rückschlag im Kampf gegen wachsende Müllberge"

    Plastikkrise ungelöst: UN-Verhandlungen scheitern an Blockadehaltung einzelner Staaten UN-Mitgliedstaaten können sich auf keinen Vertragstext gegen Plastikverschmutzung einigen


    Bundesregierung muss zu Klima-Verfassungsbeschwerden Stellung nehmen Klagen für ausreichenden Klimaschutz nehmen wichtige Hürde


    Wasserampel als hilfreiche Orientierung bei der Wassernutzung Gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium den Leitfaden Wasserampel

    ÖDP kritisiert Reiches Energie-Pläne Naturschutzpartei: Nicht den gleichen Fehler von Peter Altmaier wiederholen, das kostet Arbeitsplätze und den Verlust von Spitztechnologie.


    14.08.2025
    Kostenpunkt PV-Anlage Für wen rechnet sich die Investition wirklich?

    Welt-Pferdetag am 20. August Tierschutzbund fordert verbesserten Schutz von Pferden


    Hitzewelle gefährdet Leben Initiative "Grün in die Stadt" fordert: mehr Stadtgrün und die Umsetzung der 3-30-300-Regel


    Messstationen melden deutschlandweit extrem hohe Ozonbelastung Deutsche Umwelthilfe fordert Maßnahmen gegen Vorläuferstoffe aus Verkehr und industrieller Tierhaltung

    Kenvue fördert Produkttransparenz: Adaption des EcoBeautyScore durch Neutrogena® in Deutschland Mit der Einführung des neuen Ratings will Kenvue Menschen dabei unterstützen, nachhaltigere Gewohnheiten anzunehmen


    Kein Skandal scheint groß genug: Es geht immer noch dreister ÖDP kritisiert Rheinwasser-Umleitung in NRW-Braunkohlegruben: Gesundheitsgefahr durch PFAS.


    13.08.2025
    100-Tage-Bilanz der Merz-Regierung Transparency Deutschland fordert Kurskorrektur

    Hoyerswerda: Energiestruktur im Wandel Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Hoyerswerda als Energie-Kommune des Monats August 2025 aus.


    ÖDP kritisiert "Rolle rückwärts beim Umweltschutz" Bio-Bauer Billmann warnt: "Entbürokratisierung, aber nicht so!"


    Flexible Energie fürs Haus: SunLit Solar macht erstmals E-Autos zur Stromquelle für steckerfertige Speichersysteme Neue Vehicle-to-Load-to-Home-Funktion des SunLit EV3600 ermöglicht AC-seitige Beladung von Balkonkraftwerkspeichern über Elektrofahrzeuge