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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Geld & Investment
Datum:
21.04.2023
Neuer Bericht von
De
utsche Umwelthilfe und urgewald:
De
utsche Banken und Unternehmen finanzieren massiv Fracking-LNG-Projekte in
de
n USA
Ein Bericht von
De
utsche Umwelthilfe (DUH) und urgewald zeigt, dass mindestens sieben LNG-Exportterminals in
de
n USA von
De
utschland aus mitfinanziert wurden. Das meiste Geld haben die
De
utsche Bank und die Landesbank Baden-Württemberg investiert. Über die Terminals soll Fracking-Gas nach Europa geliefert werden. Die
de
utschen Investoren unterstützen damit gleichzeitig die US-amerikanische Fracking-Industrie und nehmen die fatalen Konsequenzen für die Umwelt sowie die
Gesund
heit
de
r örtlichen Bevölkerung billigend in Kauf. Noch dazu gefährden die Gesamtemissionen aus
de
r Verbrennung
de
s importierten Gases die globalen Klimaziele: Auf Grundlage
de
r maximalen jährlichen Exportkapazitäten
de
r jeweiligen Terminals errechnet betragen diese rund 380 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Dies entspricht rund 51 Prozent
de
r gesamten Treibhausgasemissionen
De
utschlands im Jahr 2022.
Negishi LNG Terminal, Yokohama City, Kanagawa Pref., Japan
© Z64, Wikipedia Commons
Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz
de
r DUH
: "Obwohl sie das umwelt- und energiepolitische
De
saster mit
de
n
de
utschen LNG-Projekten direkt vor Augen haben, versenken
de
utsche Banken und Unternehmen ihr Geld in weitere Terminals in
de
n USA. Mindestens sieben Terminals werden von
de
utschen Investoren mitfinanziert und sollen
De
utschlands Energiehunger mit Fracking-Gas stillen. Das Fracking-Verbot in
De
utschland wird damit einfach umschifft und die Klimaziele ausgeblendet. Sollte all das geplante Gas bei uns ankommen, können wir das 1,5-Grad-Limit vergessen. Die finanzielle Unterstützung
de
r Projekte muss umgehend gestoppt und Abnahmeverträge müssen storniert werden. Ansonsten sind die Klimaversprechen
de
r Banken und Unternehmen reine Farce."
Andy Gheorghiu, Campaigner und Hauptautor
de
s Berichts
: "
De
utsche Investitionen ermöglichen LNG-Exportterminals mit massiven Konsequenzen vor Ort und fürs Klima. Sie verschärfen nicht nur direkt
de
n anhaltenden Klimanotstand, sondern zerstören auch die
Leben
sgrundlagen
de
r Menschen vor Ort. Auch Feuchtgebiete, die in natürlicher Art und Weise vor wiederkehrenden Wirbelstürmen schützen und Heimat vieler Arten sind, werden durch die Projekte zunehmend vernichtet. Die meisten Projekte sind in Louisiana oder Texas angesiedelt, wo die Gas-, Öl- und zugehörige Petrochemie und Plastikindustrie schon einen enormen Impact hat.
De
s Weiteren handelt es sich bei
de
n betroffenen Anwohnenden oft um People of Color, Indigene oder Latine Bevölkerungsgruppen."
Regine Richter, Campagnerin bei urgewald
: "Kredite von
de
utschen Banken in Höhe von über 4 Milliarden Euro in
de
n letzten zehn Jahren für
de
n Bau von LNG-Terminals und davon 2,1 Milliarden Euro seit letztem Jahr führt die Versprechen dieser Banken, sich aktiv für Klimaschutz einzusetzen, ad absurdum. Im Gegensatz dazu hat die französische Bank Société Générale vor kurzem
de
n Rückzug aus
de
m umstrittenen Schiefergas-Exportprojekt Rio Grande LNG in Südtexas erklärt. Diesem Beispiel sollten
de
utsche Banken und Unternehmen folgen."
Hintergrund:
Über 4 Milliarden Euro an Krediten wurden in
de
n letzten zehn Jahren für
de
n Bau von US-amerikanischen LNG-Exportterminals von
de
utschen Banken und Unternehmen bereitgestellt. Zusätzlich wurde die Finanzierung mittels Anleihen in Höhe von rund 613,4 Millionen Euro gesichert. Die größten Geldgeber waren die
De
utsche Bank (Kredite: 1,7 Milliarden Euro; Anleihen: 480 Millionen Euro) und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) (Kredite: 1,3 Milliarden Euro). Andere Unterstützer waren Siemens (Kredite: 396 Millionen Euro),
de
r internationale Arm
de
r
de
utschen Staatsbank KfW IPEX-Bank (Kredite: 233 Millionen Euro), die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) (Kredite: 227 Millionen Euro), die Bayerische Landesbank (BayernLB) (Kredite: 99,9 Millionen Euro), die DZ Bank (Kredite: 45,4 Millionen Euro), sowie die Allianz Global Investors (Anleihen: 133,4 Millionen Euro). Allein zwischen Januar 2022 und April 2023 summiert sich die Unterstützung durch
de
utsche Banken auf 2,1 Milliarden Euro.
Neben
de
r Direktfinanzierung von Projekten wurden auch langfristige Lieferverträge zwischen US-amerikanischen LNG-Betreibern und
de
utschen Unternehmen abgeschlossen. Die meisten Lieferungen sollen 2026 oder 2027 starten und bis zu 20 Jahre laufen. Dies steht in Konflikt mit
de
m
de
utschen Klimaschutzgesetz, das eine Treibhausgasneutralität bis 2045 vorgibt.
De
n vollständigen Bericht finden Sie
hier.
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Kontakt:
DUH, Constantin Zerger
Email:
zerger@duh.
de
Homepage:
http://
www
.duh.
de
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