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Rubrik:Geld & Investment    Datum: 02.02.2023
Sind Immobilien in der Schweiz eine gute Investition?
Immobilien und Grundstücke in der attraktiven Schweiz haben den Ruf, hervorragende Investitionen darzustellen. Doch was genau macht unser Nachbarland zu einem vorteilhaften Standort für Kapitalanlagen in der Form von Immobilien? In der Folge wird diese Frage unter Berücksichtigung aktueller sozioökonomischer Entwicklungen erörtert und eine ökologische Perspektive darauf bereitgestellt.

Überblick Immobilienmarkt Schweiz


© Indigoextra Ltd.
Eine erhöhte Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot und günstige Hypothekenzinsen haben in den vergangenen Jahren zu einer Werteexplosion auf dem Schweizer Immobilienmarkt geführt.

Während der Covid-Pandemie stiegen das Interesse an Kaufobjekten und damit einhergehend die Immobilienpreise stark an. Gleichzeitig wurde die Planung und Umsetzung von neuen Bauentwicklungen während dieser Zeit gebremst, was dazu führte, dass die Verfügbarkeit weiter abnahm: die Leerquote 2022 lag bei bloß 1,31 %.

Die durchschnittliche Miete für eine Wohnung in Zürich beträgt aktuell 469 CHF/m2 und ein der Kauf eines Hauses kommt im Schnitt auf 15.058 CHF/m2. Die Preise sind jedoch nicht überall so hoch. Es besteht ein starkes Preis-Gefälle zwischen städtischen und ländlichen Gegenden, wo die durchschnittlichen Kosten zum Teil nur ein Drittel betragen.

Inzwischen kann ein leichtes Abflachen des steilen Immobilienpreistrends beobachtet werden und eine Verlagerung vom heißen Verkäufermarkt zu einem neutraleren Markt wird für 2023 erwartet.

Wer sich derzeit für ein Haus oder eine Wohnung interessiert, lässt am besten zum Beispiel unter realadvisor.ch/de/ eine unabhängige Immobilienbewertung online durchführen. Auf diese Weise erhält man eine Schätzung des derzeitigen Marktpreises, bei der historische und aktuelle Daten zum Standort und der Preisentwicklung berücksichtigt werden,

Was macht Immobilien in der Schweiz zu einer guten Kapitalanlage?


Diese wirtschaftlichen Aspekte tragen dazu bei, dass Schweizer Immobilien eine gute Investition darstellen können:

Stabile Wirtschaft mit niedriger Inflationsrate


Der von Russland initiierte Krieg in der Ukraine führte zu einer Steigerung der Energiepreise, die auch in der Schweiz die Inflationsrate steigen ließ. Doch mit 3,5 % befindet sich diese immer noch weit unter dem europäischen Durchschnitt von 10,6 %, was für die Sicherheit von Schweizer Kapitalanlagen spricht.

Niedrige Hypothekarzinsen


Die letzte Erhöhung am 15. Dezember 2022 brachte den Leitzinssatz der Schweizer Nationalbank auf 1 %. Damit befindet er sich zum ersten Mal seit acht Jahren im positiven Bereich. Er ist allerdings nur halb so hoch wie der aktuelle europäische Leitzinssatz von 2 %.

Demgemäß ist es immer noch verhältnismäßig günstig, einen Kredit in der Schweiz aufzunehmen, insofern man ein festverzinsliches Darlehen wählt. Kommende Zinssteigerungen werden die Konditionen und die Verfügbarkeit von Hypotheken wahrscheinlich weiter entscheidend beeinträchtigen.

Steuerbedingungen


Die sogenannte Handänderungssteuer, die beim Kauf einer Immobilie an den Kanton bezahlt werden muss, beträgt in der Schweiz 1-3 %. Der potenzielle jährliche Mietzins muss als Einkommen versteuert werden, wobei je nach Region zwischen 22 % und 39 % fällig werden.

Dafür dürfen Hypothekarzinsen, werterhaltende Renovierungs-, Unterhalts- und Nebenkosten vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Mieterträge


Wie bereits erwähnt, sind die durchschnittlichen Mietpreise in den beliebtesten Regionen der Schweiz höher als in den meisten europäischen Ländern. Über 40 % der Schweizer leben aktuell zur Miete und ein Zurückgehen der Nachfrage ist aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit und der steigenden Hypothekarzinsen nicht zu erwarten.

Wer plant, seine Schweizer Immobilie zu vermieten, sollte sich der Nachfrage und des Klientel am Standort versichern. Ob man an Touristen, ansässige Familien oder Studenten vermietet, beeinflusst die potenziellen Mieterträge ebenfalls.

Ökologische Aspekte


Umweltsicherheit
Ein hoher Grad an Luft- und Wasserverschmutzung beeinträchtigt die Lebensqualität negativ und lässt Immobilien schneller altern. Wie gut, dass die Schweiz zu den saubersten Ländern der Welt gehört: Der Umweltverschmutzungsindex für Zürich lag 2022 bei 17,92. Im Vergleich dazu beträgt er für Berlin 38,93.

Energieeffiziente Bauweisen
Energieeffiziente Bauweisen sind in der Schweiz bereits seit Langem ein Thema und die Immobilienbranche arbeitet auf eine Netto-Bilanz von 0 hin. Immobilienbesitzer profitieren hier unter anderem davon, dass sie wertvermehrende Investitionen, die der Steigerung der Energieeffizienz oder der Nutzung von erneuerbaren Energien dienen (wie z. B. Solaranlagen und Gebäudeisolationen) in den meisten Kantonen von der Steuer abziehen zu können.

Erneuerbare Energien
Wasserkraft, Fotovoltaik, Wind und Biomasse - 2020 stammte 80 % des Schweizer Strom aus erneuerbaren Quellen. Eine Bilanz, die darauf hindeutet, dass das Land zukunftsorientiert Energiewirtschaft betreibt und die Versorgung langfristig sichert.

Fazit


Ob es sich bei Immobilien in der Schweiz um eine vorteilhafte Investition handelt, muss letztendlich von Fall zu Fall entschieden werden. Dank der Errungenschaften der Schweiz im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind Schweizer Immobilien aus ökologischer Sicht relativ sichere Kapitalanlagen.

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