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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Job & Karriere
Datum:
14.12.2022
Was erwartet mich in
de
r Pflegeausbildung?
Wer sich heute zum Pfleger ausbilden lässt,
de
m stehen viele Möglichkeiten offen. Seit
de
m 01.01.2020 ist die Generalistische Pflegeausbildung als neuer Ausbildungsberuf für Kranken-, Kinderkranken und Altenpfleger eingeführt. Das bedeutet, dass alle drei Berufsgruppen zuerst in
de
rselben Ausbildung starten, bevor man zum Ende hin die Option hat, sich auf einen Pflegesektor zu spezialisieren. Hier ein kleiner Ausblick, welche Voraussetzungen man für die Ausbildung mitbringen sollte, wie die Ausbildung abläuft und wie viel man in
de
r Ausbildung verdient.
Persönliche Voraussetzungen für die Arbeit in
de
r Pflege
Bild von benzoix
auf Freepik
Die Zugangsvoraussetzungen für die Pflegeausbildung sind in § 11
de
s Pflegeberufegesetzes geregelt. Dieses besagt, dass man, um in
de
r Pflege arbeiten zu dürfen, mindestens einen mittleren Schulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss benötigt. Außerdem wird auch ein Hauptschulabschluss anerkannt, wenn man entweder eine erfolgreich abgeschlossene zweijährige Ausbildung nachweisen kann oder eine einjährige Assistenz- oder Helferausbildung in
de
r Pflege absolviert hat, die
de
n Mindestanforderungen genügt.
Um eine Generalistische Pflegeausbildung zu beginnen
, sollte man natürlich noch weitere persönliche Eigenschaften mitbringen. Dazu gehört, dass man körperlich und seelisch in einer guten Kondition ist,
de
nn
de
r Beruf
de
s Pflegers kann sehr fordernd sein. Empathie, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit sind weitere Voraussetzungen, um in
de
m Beruf erfolgreich zu sein.
Rahmeninformationen zur Ausbildung
Die Ausbildungsdauer umfasst in
de
r Regel drei Jahre. Absolviert man die Ausbildung in Teilzeit, verlängert sich die Ausbildung auf bis zu fünf Jahre. Nach
de
r abgeschlossenen Ausbildung darf man sich Pflegefachkraft nennen. Einige Ausbildungsstellen orientieren sich an
de
m Tarifvertrag für Auszubildende in
de
r Pflege.
In diesem Tarifvertrag sind unter anderem die Probezeit
, wöchentliche und tägliche Arbeitszeit, aber auch das Ausbildungsentgelt sowie
de
r Urlaub geregelt. Wird man nach Tarifvertrag bezahlt, erhält man im ersten Lehrjahr 1.190,69 Euro, im zweiten Lehrjahr 1.252,07 Euro und im dritten Lehrjahr 1.353,38 Euro. Zudem winkt nach TVAöD eine Abschlussprämie bei erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in Höhe von 400 Euro. Zudem gibt es eine Jahressonderzahlung in Höhe von 90 % im Tarifgebiet West und 67,5 % im Tarifgebiet Ost. Auch vermögenswirksame Leistungen sowie Nachtzuschläge sind im Tarifvertrag geregelt.
Ablauf
de
r praktischen Ausbildung
De
r praktische Teil
de
r Ausbildung beginnt mit einem 400 Stunden umfassenden Orientierungseinsatz. Hier geht es vor allem darum zu beobachten und Strukturen
de
s Trägers
de
r praktischen Ausbildung kennenzulernen. Daran schließen sich drei Pflichteinsätze in
de
r stationären Akutpflege,
de
r stationären Langzeitpflege sowie
de
r ambulanten Akut-/Langzeitpflege an. Jeder
de
r Pflichteinsätze umfasst ebenfalls 400 Stunden. Zuletzt folgt zum Ende
de
s zweiten Ausbildungsjahres
ein Pflichteinsatz mit 120 Stunden in
de
r pädiatrischen Versorgung
. Im letzten Lehrjahr widmet man 120 Stunden
de
r psychiatrischen Versorgung.
De
m wiederum schließt sich ein 500-Stündiger Vertiefungseinsatz im Bereich eines Pflichteinsatzes an. Dieser Einsatz dient
de
r Spezialisierung. Ganz zum Schluss
de
r Ausbildung können insgesamt 160 Stunden für weitere Einsätze genutzt werden. Insgesamt ist man während
de
r Ausbildung somit 2.500 Stunden im praktischen Einsatz.
Theoretische Lerninhalte während
de
r Ausbildung
Die theoretische Ausbildung soll
de
n Pflegeschüler dahingehend qualifizieren, dass er Einsätze eigenverantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren kann. Hierfür werden im Bereich Pflegeprozess und Pflegediagnostik insgesamt 1.000 Unterrichtsstunden fällig. In
de
r Pflege ist auch die Kommunikationsfähigkeit mit Patienten und
de
ren Angehörigen ein sehr wichtiger Faktor. Daher entfallen auf Kommunikation und Beratung insgesamt 280 Stunden. Um Intra- und interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen Kontexten verantwortlich gestalten zu können, erhält man während
de
r Ausbildung 300 Stunden theoretische Lerninhalte vermittelt. Da man in
de
n Pflegeberufen eine große Verantwortung trägt, ist es wichtig, seine Entscheidungen regelmäßig auf
de
n Prüfstand zu stellen. Gesetze, Verordnungen, ethische Richtlinien, aber auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sollen einen dabei unterstützen,
sein Handeln begründen zu können
. Für diese herausfordernde Aufgabe sieht
de
r Lehrplan noch einmal 320 Stunden theoretischen Unterricht vor. Die theoretische Ausbildung umfasst somit insgesamt 2.100 Stunden.
Vorteile
de
r Neustrukturierung
de
r Ausbildung
Aus menschlicher Sicht ist ein großer Vorteil, dass man innerhalb
de
s Pflegeberufes Verständnis füreinander schafft. Altenpfleger bekommen beispielsweise vermittelt, wie
de
r Arbeitsalltag im Krankenhaus verläuft und wie vielfältig hier die Aufgaben sind. Genauso lernen Krankenpfleger, wie die richtige Lagerung älterer Patienten gelingt, was wiederum Vorteile bei
de
r Versorgung älterer Personen im Krankenhaus mit sich bringt. Menschen, die mit mehreren Arten von Pflegern zum Beispiel Krankenpflegern, Altenpflegern und Palliativpflegern in Kontakt kommen, können sich nun sicher sein, dass all diese Pflegekräfte eine gemeinsame Grundausbildung genossen haben und somit in allen diesen Bereichen
Grundkenntnisse vorweisen können
.
Für Pflegefachkräfte ist es nun einfacher, nach erfolgter Ausbildung das Fachgebiet zu wechseln und sich in neue Bereiche einzuarbeiten. Außerdem haben die Pflegefachkräfte die Möglichkeit, zwischen
de
r ambulanten und stationären Pflege zu wechseln. Dies macht
de
n Job sehr vielfältig und interessant.
Die Kehrseite
de
r Medaille
Bei
de
r Generalistischen Pflegeausbildung handelt es sich in allen Bereichen nur um eine Grundausbildung. Um wirklich gut in
de
n jeweiligen Bereichen arbeiten zu können und um ein fundiertes Fachwissen nachweisen zu können, sind weitere Fortbildungen notwendig. Beispielsweise wird die praktische Ausbildung in
de
r Pädiatrie mit nur 120 Stunden (3 Wochen) nicht ausreichend sein, um umfassende Kenntnisse im pädiatrischen Bereich zu sammeln.
Lohnt sich eine Ausbildung in
de
r Pflege dann noch?
Ja,
de
nn Pflegefachkräfte werden händeringend gesucht. Investiert man seine
Zeit
in die Ausbildung, kann man sich später über einen krisensicheren Job freuen. Außerdem spricht nichts dagegen, sich nach
de
r Ausbildung weiterzubilden und so auf verschiedene Bereiche zu spezialisieren. Da es
de
rzeit zu wenig Pflegepersonal gibt, ist die Arbeitslast, die auf
de
m verbliebenen Personal ruht, sehr groß. Daher ist
de
r Verdienst zwar nicht gewaltig, aber im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen doch herausragend. Wem die Arbeit mit Menschen Freude bereitet und wer gerne Verantwortung übernimmt, wird an diesem Beruf sicher Spaß haben.
De
nn kaum ein Arbeitsfeld ist so herausfordernd, aber gleichzeitig so bereichernd wie die Pflegeberufe. Letztendlich ist jeder früher oder später auf eine pflegende und helfende Hand angewiesen.
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