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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Haus & Garten
Datum:
11.08.2022
BUND-Reihe "Gut Leben im Sommer":
De
n Garten an Trockenheit und Hitze anpassen
De
r BUND
gibt
Tipps für Freude am Garten in Zeiten
de
r Klimakrise
Die Ferien sind bereits in vollem Gange und die Planungen für Urlaub, Ausflüge und Aktivitäten in
de
r Natur laufen auf Hochtouren. Doch wo darf ich eigentlich Baden, wie spare ich Wasser im Hochsommer, welche Sonnencreme ist die richtige für die Haut und die Umwelt oder wie mache ich meinen Garten fit für
de
n Klimawandel? Im Rahmen einer Interviewreihe "Gut Leben im Sommer"
gibt
de
r Bund für Umwelt und Naturschutz
De
utschland (BUND) Antworten auf diese und weitere Fragen.
De
n Garten an Trockenheit und Hitze anpassen.
De
r BUND
gibt
Tipps für Freude am Garten in Zeiten
de
r Klimakrise
Hitze und Trockenheit setzen unseren Bö
de
n und Pflanzen zu. Zum Ende
de
s Sommers lassen viele Erdbeerpflanzen und Gladiolen mü
de
ihre Blätter hängen, weil ihnen Wasser fehlt. Da auch in Zukunft die Sommer leider trocken und heiß sein werden, ist es wichtig,
de
n eigenen Garten an die Klimaveränderungen anzupassen.
Welche neuen klimatischen Anforderungen müssen Pflanzen im Garten zukünftig erfüllen?
Katrin Wenz: "Die Pflanzen im Garten sollten einigermaßen gut mit Trockenheit umgehen können,
de
nn sonst kommen Gärtner*innen mit
de
m Gießen bald nicht mehr hinterher. In Zukunft werden wir sparsamer mit
de
m Wasser umgehen müssen. Oft sind es alte, regionale Sorten, die so robust und angepasst sind, dass sie mit Trockenstress gut umgehen können. Zunehmend finden auch Gewächse aus südlichen Regionen Eingang in die Gärten. So fühlt sich die Feige und Kiwi in vielen Gegenden schon sehr wohl. Aprikosen mögen es traditionell heiß, sandig und vertragen zudem Trockenheit sehr gut. Für alle Neupflanzungen gilt: In
de
r Anwachsphase ausreichend wässern. Baumbewässerungssäcke sind ein guter Wasserspartipp. Sie sind nützliche Helfer, um trockenheitsempfindliche Jungbäume zu bewässern. Das Wasser wird gleichmäßig über längere Zeit abgegeben und das Gießwasser wird besonders effizient und nachhaltig genutzt."
Wie bekomme ich meinen Garten Klima-fit?
Katrin Wenz: "Viele Punkte sind hier möglich.
De
r nachhaltigste Tipp: Immer
de
n Boden bedecken. So viele Flächen wie möglich bepflanzen, also
de
n Boden, aber auch Dächer oder Fassaden begrünen und damit das Maximum an CO2-Speicherung, Sauerstoffproduktion, Abkühlung und Verdunstung schaffen. Beim Pflanzen darauf achten, dass die Pflanzen am richtigen Standort stehen und regionale und Bio-Pflanzen beziehungsweise Saatgut bevorzugen. Je höher
de
r Humusanteil im Boden ist,
de
sto mehr Wasser kann gespeichert werden. Das heißt konkret: Wenig Bodenbearbeitung, kein umgraben, Gründüngung einsäen, mulchen und Gartenabfälle kompostieren."
Was kann die Hobbygärtnerin oder Hobbygärtner noch tun?
Katrin Wenz: "Rasenflächen sind Monokulturen, die viel Pflege und auch Wasser benötigen. Da die Klimakrise sich auch in Extremwetterschwankungen zeigt, und wir in vielen Regionen sehen, dass es zunehmend trockener wird oder die Trocken-Perioden länger anhalten, empfehlen wir, Rasenflächen in mehrjährige Blühwiesen umzuwandeln. Diese müssen nicht mehr gegossen werden und nur ein bis zweimal pro Jahr gemäht werden. Außerdem bieten Blühwiesen
de
n Insekten viel Nahrung.
Immer mehr geht es auch darum, das Wasser im Garten zu halten. Regenwasser sollte in Regentonnen oder Zisternen aufgefangen und gespeichert werden. Flächen sollten soweit es geht entsiegelt werden, so dass Wasser versickern kann und nicht in
de
r Hitze verdunstet. Legen sie Mulden an, in
de
nen das Wasser versickern kann. Diese können sie mit Stauden bepflanzen.
Aus herausgenommenen Betonplatten kann zum Beispiel noch ein Hochbeet oder eine Kräuterspirale gebaut werden. Auch das richtige Gießen ist wichtig. Meist wird im Garten zu häufig und zu oberflächlich gegossen. Dadurch gewöhnen sich die Pflanzen an regelmäßige Wasserzufuhr und wurzeln nur flach. Bei seltenem und dann aber ausgiebigeren Gießen wurzelt die Pflanze tiefer und wird so toleranter gegenüber trockenen Phasen. Durch Mulchen mit Rasenschnitt wird die schnelle Austrocknung
de
s Bodens verhindert, außerdem wandern wertvolle Nährstoffe zurück in
de
n Boden. Auf Rasensprenger sollte verzichtet werden. Am besten, man gießt mit Schlauch oder Gießkanne direkt in
de
n Wurzelbereich oder investiert in eine Tröpfchenbewässerung."
Welche Pflanzen eignen sich besonders gut?
Katrin Wenz: "Wichtig sind zum Beispiel Stauden. Diese kommen meist mit
de
r Trockenheit gut klar und sind ökologisch wertvoll, da heimische Insekten und Vogelarten an sie angepasst sind. Mehrjährige Stauden sind einjährigen zu bevorzugen. Gefüllte Blüten bieten Insekten kaum Nahrung und sind oft weniger robust als die Wildformen. Auch wenn 'exotische Pflanzen' wie Feige ausprobiert werden, sollte es im Garten immer noch
de
n überwiegenden Teil mit heimischen Arten
geben
, damit auch die hiesigen Insekten genügend Nahrung finden. Gehölze und Pflanzen sollten aus regionalen Baumschulen bezogen werden, bei Saatgut sollte auf die Zertifizierung mit Regiosaat und Bio-Siegel geachtet werden."
Mehr Informationen: Tipps zum naturnahen Gärtnern:
www
.bund.net/umweltgifte/pestizide/insektenfreundlicher-garten/
Diskussion
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Kontakt:
Katrin Wenz, BUND-Agrarexpertin
Email:
katrin.wenz@bund.net
Homepage:
http://
www
.bund.net
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