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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
ECO-News
De
utschland, D-81371 München
Rubrik:
Einrichten & Wohnen
Datum:
01.07.2022
Lebenswerte Innenstädte mit Zukunft
Verbändeallianz legt Positionspapier vor
Innenstädte müssen für alle Menschen und Generationen ein lebenswertes Zuhause bieten. Dieses Ziel verfolgt eine außergewöhnliche Verbändeallianz unterschiedlicher Interessen und legt gemeinsame Positionen vor. Sie wollen
de
n Wandel zusammen anpacken.
© planet_fox, pixabay.com
De
r
De
utsche Städtetag (DST),
de
r Handelsverband
De
utschland (HDE), die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, das
De
utsche Institut für Urbanistik (Difu) und
de
r
De
utsche Kulturrat machen sich stark für Innenstädte mit Zukunft. Ihr Appell richtet sich an Bund und Länder sowie alle Akteure in
de
n Städten.
Zentrale Positionen sind:
De
r öffentliche Raum muss neu ausgerichtet werden für Begegnung und Erlebnis, für mehr Grün, für Handel und Gastronomie, Kultur, für emissionsfreie Mobilität, für Spiel- und Sportplätze.
De
r Mix aus Wohnen, Arbeiten, Handel, Wirtschaften und Erleben machen die Innenstadt attraktiv und lebenswert. Die Lebensqualität
de
r Menschen hängt entscheidend von guten Wohn-, Arbeits- und Entlohnungsbedingungen ab.
Kunst und Kultur locken die Menschen in die Innenstädte. Sie bieten Raum für Begegnung, Miteinander und Diskurs
de
r Stadtgesellschaft.
De
r Handel wird zunehmend digitaler, ist und bleibt aber zentraler Anziehungspunkt. Das neue Einkaufsverhalten führt zu Strukturverschiebungen, Strategien und Konzepte sind gefordert.
De
r stark mittelständisch geprägte Innenstadthandel kann die notwendigen Zukunftsinvestitionen nicht aus eigener Kraft stemmen.
De
n Wandel zu gestalten, erfordert einen langen Atem und neue Formen
de
s Zusammenwirkens von Bund, Ländern und Kommunen, von Zivilgesellschaft und Wirtschaft.
Transformationen müssen finanzierbar sein. Dafür ist ein Sonderprogramm Innenstadt
de
s Bundes mit 500 Millionen Euro jährlich über fünf Jahre nötig.
Dazu sagten:
Helmut
De
dy, Hauptgeschäftsführer
de
s
De
utschen Städtetages (DST):
"Die Städte wandeln sich unablässig. Die gesellschaftlichen Veränderungen spiegeln sich in
de
n Interessen und Bedürfnissen
de
r Menschen. Das neue Miteinander wollen die Städte gestalten, gemeinsam mit Vermietern, Unternehmen,
de
r Kultur und allen anderen Akteuren vor Ort. Wo heute noch Autos wertvollen öffentlichen Raum zuparken, werden wir in Zukunft mehr Vielfalt haben: Plätze zum Verweilen und für Begegnung, mehr Grünflächen, Gastronomie, Spiel, Sport. Zum Wohnen und Arbeiten mit klugen Mobilitätsstationen sowie Radschnellwege, die das Umland mit
de
m Stadtzentrum verbinden. Städte für Menschen, das ist unser Ziel. Städte brauchen dafür die Beinfreiheit und finanziellen Spielraum für Investitionen. Das gelingt mit Kommunikation und Kreativität sowie mit einer besseren Finanzausstattung
de
r Kommunen."
Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer Handelsverband
De
utschland, HDE:
"Eine vitale und gesunde Innenstadt ohne Einzelhandel
gibt
es nicht und wird es nicht
geben
. Die Städte brauchen auch künftig attraktive Handelsunternehmen, alles andere würde zu einem massiven Bedeutungsverlust
de
r Stadtzentren führen.
De
shalb muss bei allen Plänen und Förderprogrammen
de
r Handel mitgedacht werden. Wir brauchen ein eng verzahntes Miteinander aller Akteure, attraktive Stadtzentren sind ein Gesamtkunstwerk.
De
r Mix muss stimmen. Die Kommunen müssen finanziell und von
de
n gesetzlichen Rahmenbedingungen her in die Lage versetzt werden, Konzepte mit allen Beteiligten zu erarbeiten und diese schnell umsetzen zu können. Vielerorts ist es da schon fünf nach zwölf.
De
r Handelsstandort Innenstadt braucht tatkräftige Unterstützung und vielerorts einen Neustart. Da muss es jetzt schnell gehen,
de
r Handel steht bereit,
de
n Dialog weiter fortzusetzen und konkrete Maßnahmen vor Ort zu erarbeiten."
Frank Werneke, Vorsitzender
de
r Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di):
"Lebenswerte Innenstädte brauchen gute Arbeit. Die Lebensqualität von Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hängt unmittelbar von ihrem Einkommen und ihren Arbeitsbedingungen ab. Die Beschäftigten
de
s Handels,
de
r Gastronomie,
de
r Hotellerie,
de
r Reisebranche,
de
r Kurier- und Paketdienstbranche sowie
de
r Kultur- und Kreativwirtschaft benötigen tariflich entlohnte, sozial versicherte und mitbestimmte Arbeit. Lebenswerte Innenstädte brauchen bezahlbaren Wohn-, Gewerbe- und Kulturraum und sie brauchen einen leistungsfähigen und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr,
de
r zukünftig erheblich mehr Personen als bisher befördern muss. Dafür benötigt
de
r öffentliche Nahverkehr ein dichteres Netz, erweiterte Betriebs- und kürzere Taktzeiten, saubere Antriebssysteme sowie mehr gut bezahltes und qualifiziertes Personal. Um all das zu verwirklichen, brauchen wir finanziell handlungsfähige Kommunen."
Prof. Dr. Carsten Kühl, Leiter
de
s
De
utschen Instituts für Urbanistik (Difu):
"Innenstädte sind Orte
de
r kulturellen Identität,
de
r Wertschöpfung und
de
s sozialen Miteinanders. Veränderungsprozesse müssen intelligent, kreativ und partizipativ gestaltet werden. Dieses Positionspapier steht exemplarisch für einen Prozess,
de
r Synergien aufzeigt und einen Interessenausgleich organisiert."
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer
de
s
De
utschen Kulturrates:
"Kultur und Stadt sind eigentlich Synonyme. Gerade die Innenstädte atmen Kultur: Buchhandlungen, Galerien oder Musikgeschäfte, Dritte Orte wie Museen und Bibliotheken, Kultur- und Kunstvereine, Musikschulen, Geschichtswerkstätten, Theater und Opernhäuser, Konzertsäle und besonders Künstlerinnen und Künstler gestalten unsere Innenstädte maßgeblich. Zusammen
geben
sie ihr ein individuelles Gesicht. Kultur ist in
de
r Innenstadt unersetzbar,
de
nn sie bietet Raum für Begegnung, Miteinander und Diskurs. Aber nur gemeinsam mit
de
r Gastronomie und
de
m Einzelhandel werden wir die Innenstädte fit für die Zukunft machen können. Wir brauchen in
de
n Innenstädten noch mehr gemeinsame Orte, in
de
nen wir einander begegnen können und die für alle da sind."
Diskussion
Login
Kontakt:
Difu,
De
utsches Institut für Urbanistik, Sybille Wenke-Thiem
Email:
wenke-thiem@difu.
de
Homepage:
http://
www
.difu.
de
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