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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  FAKTOR3 AG, D-22041 Hamburg
Rubrik:Büro & Unternehmen    Datum: 30.04.2021
Zurück in den Materialkreislauf:
cosnova nutzt Post Consumer-Rezyklat von Interseroh für Kosmetikverpackungen
Mit dem erstmaligen Einsatz von Post Consumer-Rezyklat aus dem Gelben Sack/der Gelben Tonne in Kosmetikverpackungen leisten das Kosmetikunternehmen cosnova und der Recycling- und Umweltdienstleister Interseroh Pionierarbeit. So erreicht cosnova einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu seinem Ziel, bis 2025 mindestens 50 Prozent aller Verpackungen aus Recyclingkunststoff zu fertigen.

cosnova nutzt Post Consumer-Rezyklat von Interseroh für Kosmetikverpackungen. © Cosnova
Als erstes Unternehmen setzt der Sulzbacher Beauty Player cosnova Post Consumer-Recyclingkunststoff (PCR) aus dem Gelben Sack/der Gelben Tonne in Produktverpackungen dekorativer Kosmetik ein. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltigerer Verpackungen und einer Kreislaufwirtschaft in der Kosmetikindustrie getan. Der Recyclingkunststoff Procyclen wird von Interseroh nach strengen Qualitätsstandards aus Kunststoffabfällen aus der Sammlung der dualen Systeme hergestellt: Aus gebrauchten Verpackungen aus dem Gelben Sack oder der Gelben Tonne gewonnen, setzt cosnova das aufbereitete Rezyklat seit dem Frühjahr 2021 im Packaging beliebter Produkte seiner Marken essence und CATRICE ein. Neben den CATRICE Nagellacken (darunter die Bestseller-Range CATRICE ICONAILS) und den essence Concealern camouflage+ matt und camouflage+ healthy glow erhält auch der essence Lipgloss-Bestseller extreme shine volume lipgloss (vormals shine shine shine lipgloss) eine Verschlusskappe aus 94 Prozent PCR namens Procyclen. Mit der Umstellung der betreffenden Produktverpackungen spart cosnova jährlich rund 132 Tonnen Neu-Plastik ein.

Dass Recyclingkunststoffe als vollwertiger Ersatz für Neu-Plastik dienen können und zugleich die Umwelt entlasten, stellt Interseroh mit dem preisgekrönten Recycled-Resource-Verfahren unter Beweis. So erstellt der Experte qualitätsgesicherte Rezyklate nach individuellen Vorgaben. "Die eigens für cosnova entwickelte Rezeptur enthält mehr als 94 Prozent Post Consumer-Material und wurde durch eine Minimal-Zugabe sehr fein kombinierter Spezialadditive genauestens auf die Kund*innenwünsche abgestimmt", erläutert Dr. Manica Ulcnik-Krump, Leiterin der Business Unit Recycled-Resource bei der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH. "So erfüllt das Rezyklat alle Qualitätserwartungen an Farbe, mechanische Beständigkeit und Stabilität in der Verarbeitung sowie Materialreinheit und entspricht somit den hohen Anforderungen der dekorativen Kosmetik."

Statt Verteufelung von Kunststoffen: Mechanisches Recycling von Kunststoffen aus der Gelben Tonne fördern
Dass Sorgfalt beim Einsatz von Kunststoffen geboten ist, ist evident. Die Nutzung limitierter Ressourcen sowie das steigende Müllaufkommen in den Haushalten sind nur einige Aspekte, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. Zugleich ist ein differenzierter Blick auf Kunststoffe notwendig: "Richtig eingesetzt, also in Form recyclingfähiger Monomaterialien und im Kreislauf gehalten, ist Kunststoff besser als sein Ruf - und umweltverträglicher als mancher Versuch, es zu reduzieren oder auszutauschen", so Daniela Soukup, Expert Corporate Responsibility bei cosnova. "Darum setzen wir auf recyceltes, wiederaufbereitetes Material, das dabei natürlich unseren hohen Anforderungen an die Verpackungen unserer Produkte gerecht werden muss. Zugleich möchten wir auch dafür sensibilisieren, wie wichtig korrekte Entsorgung und Recycling für Umwelt und Klima sind", sagt Axel Geiger, Executive Expert Purchase & Packaging bei cosnova. Dank der Verwendung von geeignetem Rezyklat werden nicht nur nutzbare Wertstoffe in den Kreislauf zurückgeführt: Nach wissenschaftlichen Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts UMSICHT spart der Einsatz des Recyclingkunststoffs Procyclen im Vergleich zur Verwendung von Neu-Plastik auch 54 Prozent klimaschädliche Treibhausgase ein.

Darüber hinaus engagiert sich cosnova, gemeinsam mit anderen Industriepartnern, für die Etablierung von Rezyklatstandards in der Kosmetikbranche. Dass diese bislang fehlen, erschwert den Einsatz von Rezyklaten in der Kosmetik enorm und führt, wenn überhaupt, zum Gebrauch von recyceltem PET, das lebensmitteltauglich ist und somit auch in produktberührenden Kosmetikverpackungen genutzt werden kann. Umso stolzer ist cosnova auf die Verwendung des eigens für sie gefertigten, qualifizierten Rezyklats aus Polypropylen (PP) aus der Gelben Tonne. Die Kappen der Verpackungen, in denen es zum Einsatz kommt, haben keine Produktberührung und eigneten sich daher besonders als Pilotprojekt, dem weitere folgen werden.

cosnova Beauty mit Headquarter in Sulzbach/Deutschland wird von den Geschäftsführern Mathias Delor, Javier Gonza´lez, Gesine Hild, Dirk Lauber, Christina Oster-Daum, Hilko Prahl und Yvonne Wutzler geführt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 beschäftigte cosnova Beauty weltweit rund 650 Mitarbeiter*innen. Die Kosmetikmarken essence und CATRICE werden mittlerweile in über 80 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, im Mittleren und Nahen Osten, in Asien, Ozeanien sowie in Afrika vertrieben. Zu den Kunden des Unternehmens zählen Drogeriemärkte, der Lebensmittelhandel, Kauf- und Warenhäuser, Parfümerien, Fashion-Ketten sowie diverse Online-Handelspartner. Darüber hinaus sind essence und CATRICE auch mit jeweils eigenen Online-Shops vertreten.

Interseroh ist neben ALBA eine der Marken unter dem Dach der ALBA Group. Die ALBA Group ist mit ihren beiden Marken ALBA und Interseroh in Deutschland und Europa sowie in Asien aktiv. Im Jahr 2019 erwirtschafteten ihre Geschäftsbereiche einen Umsatz von 2,0 Milliarden Euro und beschäftigten insgesamt rund 8.800 Mitarbeiter. Damit ist die ALBA Group einer der führenden Recycling- und Umweltdienstleister sowie Rohstoffversorger weltweit. Durch die Recyclingaktivitäten der ALBA Group konnten allein im Jahr 2019 mehr als 4,2 Millionen Tonnen Treibhausgase im Vergleich zur Primärproduktion und 32,3 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden.

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