Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung









  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Energie & Technik alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

Stichwort    Art 
 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Solar Promotion GmbH, D-75172 Pforzheim
Rubrik:Energie & Technik    Datum: 06.03.2020
Power2Drive Europe 2020:
Planungstools und Beispiele für den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland
Mit dem "Masterplan Ladeinfrastruktur" und dem ehrgeizigen Ziel, bis 2030 eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte zu errichten, hat die Bundesregierung ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des Elektromobils gesetzt. Neben Städten und Kommunen investieren inzwischen auch immer mehr private Unternehmen und Akteure aus der Wohnungswirtschaft in die Ladeinfrastruktur. Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) hat die Auswirkungen der Elektromobilität für den Arbeitsmarkt analysiert und unterstreicht, dass die Umstellung zahlreiche neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen wird. Allein der Aufbau der Ladeinfrastruktur erfordere in den nächsten zehn Jahren ein Personalvolumen von 255.000 Fachkräften. Best Practice Beispiele, Aufbauaktivitäten aber auch die Herausforderungen im Ausbau der Ladeinfrastruktur können die Fachbesucher auf der Power2Drive Europe erleben, der internationalen Fachmesse für Elektromobilität und Ladeinfrastruktur, die vom 17. bis 19. Juni 2020 in München stattfindet.

© Solar Promotion GmbH
Laut "Masterplan Ladeinfrastruktur der Bundesregierung" sollen bis 2030 eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte errichtet sein. Im November 2019 gab es in Deutschland nach Informationen der European Alternative Fuels Observatory (EAFO) rund 32.000 Ladepunkte. Entsprechende Programme für den Aufbau öffentlicher Ladesäulen sollen bis 2025 aufgelegt werden. Diese sollen nicht ausschließlich über Förderungen, sondern im Zusammenspiel mit Wirtschaft und Industrie gestemmt werden. Das Tanken von Strom beim Arbeitgeber und die Überlassung notwendiger Infrastruktur für das Tanken der Arbeitnehmer sollen zudem steuerlich begünstigt werden.

Planungstools erfassen vorhandene und mögliche Ladepunkte
In der Regel nutzen Eigentümer von Elektrofahrzeugen unterschiedlichste digitale Angebote um den nächsten Ladepunkt zu finden und den Bezug von Fahrstrom zu gewährleisten. Hier reicht die Auswahl von Webseiten und Apps einzelner Lade-Dienstleister bis zu Lösungen, die europaweit alle Ladepunkte aller Anbieter abbilden wollen. Um den Aufbau öffentlicher Ladepunkte zu steuern und visuell darzustellen, hat die Bundesregierung das sogenannte "StandortTOOL" geschaffen. Es erfasst und zeigt vorhandene öffentliche Ladepunkte ebenso wie Ausbaubedarfe ausgehend von Hochlaufszenarien der Elektromobilität oder alternative Infrastrukturen für Wasserstoff- oder Erdgasantriebe. Mit dem StandortTOOL haben Investoren und Kommunen eine Planungsgrundlage für die Errichtung geeigneter Lade-Standorte. Es konzentriert sich auf den Pkw-Verkehr, kann aber auch den Nutzfahrzeugbereich abdecken und Synergien zwischen den verschiedenen Anwendungen identifizieren.

Im August 2019 waren in Deutschland rund 220.000 E-Fahrzeuge zugelassen. Je nachdem welche Daten herangezogen werden, lag die Relation zwischen Ladepunkt und Fahrzeugen damit in etwa innerhalb der Zielgröße der EU Kommission von 0,1 öffentlichen Ladepunkten pro E-Fahrzeug oder sogar darüber. Der Richtwert wurde 2014 in der EU-Richtlinie 2014/94/EU über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Alternative Fuel Infrastructure Directive /AFID) aufgestellt.

Die öffentliche und die nicht öffentliche Ladeinfrastruktur ergänzen sich und bedingen einander: Je mehr Ladevorgänge zu Hause oder beim Arbeitgeber erfolgen, desto weniger Ladeinfrastruktur ist im öffentlichen Raum notwendig. Beide Anwendungsbereiche mit ihren verschiedenen Ausgestaltungen und Leistungsklassen sind für das Gesamtsystem unbedingt notwendig. Nach unterschiedlichen Annahmen und Studien von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bedarf es zur Versorgung von 7 bis 10 Millionen Elektrofahrzeugen etwa genauso vieler Ladepunkte zu Hause und beim Arbeitgeber. Prognosen gehen davon aus, dass je nach Entwicklung des Aufbaus das Verhältnis von nicht-öffentlicher und öffentlicher Ladeinfrastruktur zwischen 60 zu 40 Prozent oder sogar zwischen 85 zu 15 Prozent liegen kann.

Wichtige Rolle der Immobilienwirtschaft
Im Aufbau der Ladeinfrastruktur spielen unterschiedliche Akteure eine wichtige Rolle. Beispielhaft entwickelt sich in der Immobilienwirtschaft die Bereitstellung von Ladelösungen im eigenen Unternehmen oder für vermietete Flächen zu einer neuen, anspruchsvollen und gemeinsamen Daueraufgabe für das Facility- und Fuhrpark-Management. Wenn Firmen ihre Fuhrparkflotte in Teilen auf vollelektrische und/oder Hybridfahrzeuge umstellen, gibt es für die Mitarbeiter zwei Möglichkeiten ihr Fahrzeug zu laden, nämlich da, wo das Auto in der Regel am längsten steht: Am Arbeitsplatz und zuhause. Die Wohnungswirtschaft mit all ihren Bereichen wird daher zu einem wichtigen Akteur beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Sogenannte Facility-Services-Anbieter schnüren bereits Komplettpakete für den Aufbau der Ladeinfrastruktur. So gründete SPIE Deutschland & Zentraleuropa gemeinsam mit RheinEnergie das Joint Venture TankE GmbH, das alle Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette rund um die E-Mobilität mit einem 24/7 Service-Ansatz aus einer Hand anbietet.

Herausfordernd für die Wohnungswirtschaft im Zusammenhang mit der Installation von Ladepunkten ist vor allem die oft nicht eindeutige Zuordnung von Auto-Stellplätzen und mögliche Unstimmigkeiten mit Eigentumsgrenzen. Derzeit wird das Wohnungseigentumsgesetz reformiert und befindet sich in der Verbändeanhörung: Zukünftig soll die Installation von Ladesäulen in Mehrfamilienhäusern mit mehreren Eigentümern nicht mehr dem Einstimmigkeitsprinzip unterliegen, wodurch die Installation von Ladesäulen erleichtert werden soll. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) hat in seiner Stellungnahme gefordert, diese Regelung auch gleich auf Photovoltaik-Dachanlagen und PV-Balkonmodule auszuweiten. Denn Elektromobilität macht nur dann wirklich Sinn, wenn zugleich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wächst.

Alles über die aktuellen Unternehmen und Entwicklungen im Markt, die neuesten Konzepte und wichtigsten Trends erfahren Sie vom 17. bis 19. Juni 2020 auf der Power2Drive Europe, der führenden Fachmesse für Elektromobilität im erneuerbaren Energiesystem.

Die Power2Drive Europe sowie die Parallelveranstaltungen Intersolar Europe, ees Europe und EM-Power finden vom 17. bis 19. Juni 2020 auf der Innovationsplattform The smarter E Europe in den Hallen der Messe München statt.

Über die Power2Drive Europe
Die Power2Drive Europe ist die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität. Unter dem Motto "Charging the future of mobility" stellt sie Lösungen und Technologien für die umweltfreundliche Mobilität in den Mittelpunkt. Sie bietet Herstellern, Lieferanten, Händlern und Start-ups dieser aufstrebenden Branche einen professionellen Treffpunkt, um neue Entwicklungen und Geschäftsmodelle zu präsentieren.

Parallel zur Power2Drive Europe findet die ees Europe statt, Europas größte und internationalste Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme. Mit dem Fokus auf stationäre Energiespeicherlösungen und -technologien werden die Themen der Power2Drive Europe optimal ergänzt. Des Weiteren finden parallel die Intersolar Europe statt, die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft, und die EM-Power, die Fachmesse für die intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden. Alle vier Messen finden auf The smarter E Europe statt - der Innovationsplattform für die neue Energiewelt.

Veranstalter der Power2Drive Europe sind die Solar Promotion GmbH, Pforzheim und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Weitere Informationen zur Power2Drive Europe 2020 finden Sie im Internet unter www.PowerToDrive.de.

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

19.08.2025
Sauber sog i - jetzt wird um den Titel gekämpft! Schafft "Müllbertshofen" es, den Pokal der Münchner Müllmeisterschaft - vom 13. bis 15. September 2025 - zu verteidigen?


Einstellung des ECO-Newsletters Am 19. August wird der letzte ECO-Newsletter an die AbonnentInnen verschickt


18.08.2025
Kaum Platz für Busse: Abfrage der Deutschen Umwelthilfe offenbart dringenden Nachholbedarf bei Busspuren in Großstädten

Moor-PV: Chance für Klimaschutz, Energiewende und Landwirtschaft Orientierungshilfe für landwirtschaftliche Betriebe veröffentlicht


17.08.2025
Reichling gegen neue Erdgas-Förderung BUND Naturschutz organisiert große Kundgebung direkt am Bohrplatz.


15.08.2025
Deutsche Umwelthilfe zum UN-Abkommen gegen Plastikmüll: "Rückschlag im Kampf gegen wachsende Müllberge"

Plastikkrise ungelöst: UN-Verhandlungen scheitern an Blockadehaltung einzelner Staaten UN-Mitgliedstaaten können sich auf keinen Vertragstext gegen Plastikverschmutzung einigen


Bundesregierung muss zu Klima-Verfassungsbeschwerden Stellung nehmen Klagen für ausreichenden Klimaschutz nehmen wichtige Hürde


Wasserampel als hilfreiche Orientierung bei der Wassernutzung Gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium den Leitfaden Wasserampel

ÖDP kritisiert Reiches Energie-Pläne Naturschutzpartei: Nicht den gleichen Fehler von Peter Altmaier wiederholen, das kostet Arbeitsplätze und den Verlust von Spitztechnologie.


14.08.2025
Kostenpunkt PV-Anlage Für wen rechnet sich die Investition wirklich?

Welt-Pferdetag am 20. August Tierschutzbund fordert verbesserten Schutz von Pferden


Hitzewelle gefährdet Leben Initiative "Grün in die Stadt" fordert: mehr Stadtgrün und die Umsetzung der 3-30-300-Regel


Messstationen melden deutschlandweit extrem hohe Ozonbelastung Deutsche Umwelthilfe fordert Maßnahmen gegen Vorläuferstoffe aus Verkehr und industrieller Tierhaltung

Kenvue fördert Produkttransparenz: Adaption des EcoBeautyScore durch Neutrogena® in Deutschland Mit der Einführung des neuen Ratings will Kenvue Menschen dabei unterstützen, nachhaltigere Gewohnheiten anzunehmen


Kein Skandal scheint groß genug: Es geht immer noch dreister ÖDP kritisiert Rheinwasser-Umleitung in NRW-Braunkohlegruben: Gesundheitsgefahr durch PFAS.


13.08.2025
100-Tage-Bilanz der Merz-Regierung Transparency Deutschland fordert Kurskorrektur

Hoyerswerda: Energiestruktur im Wandel Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Hoyerswerda als Energie-Kommune des Monats August 2025 aus.


ÖDP kritisiert "Rolle rückwärts beim Umweltschutz" Bio-Bauer Billmann warnt: "Entbürokratisierung, aber nicht so!"


Flexible Energie fürs Haus: SunLit Solar macht erstmals E-Autos zur Stromquelle für steckerfertige Speichersysteme Neue Vehicle-to-Load-to-Home-Funktion des SunLit EV3600 ermöglicht AC-seitige Beladung von Balkonkraftwerkspeichern über Elektrofahrzeuge