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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Werner & Mertz GmbH, D-55120 Mainz
Rubrik:Büro & Unternehmen    Datum: 20.12.2019
100.000 Bäume für echten Klimaschutz
Umweltpreisträger spendet 250.000 € für Wiederaufforstung von Torfmoorregenwald an BOS Deutschland e. V.
Werner & Mertz-Inhaber Reinhard Schneider, diesjähriger Träger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), spendet 250.000 Euro an den Verein BOS Deutschland (Borneo Orangutan Survival), der damit im indonesischen Schutzgebiet Mawas wiederaufforsten wird. "Es ist mir wichtig, dass mein Preisgeld zu Gunsten einer echten Biodiversitätsmaßnahme genutzt wird. Die Effekte für den Klimaschutz sind mit der Pflanzung von einheimischen Bäumen im Regenwald, die massiv viel CO2 kompensieren, am höchsten", erklärt Reinhard Schneider.

Das Torfmoor Mawas muss gerettet werden
DBU-Umweltpreisträger Reinhard Schneider überreicht den Spendenscheck in Höhe von 250.000 Euro an Daniel Merdes, Geschäftsführer von BOS Deutschland e. V.. Das Preisgeld wird für die Wiederaufforstung des indonesischen Schutzgebietes Mawas eingesetzt. © Werner & Mertz
Das Schutzgebiet Mawas ist eines der größten Torfmoore Indonesiens. Hier besteht eine bis zu 15 Meter tiefe Torfschicht, die CO2 und andere Treibhausgase aus 8000 Jahren speichert. Das Schutzgebiet ist Heimat von 2600 wilden Orang-Utans und weiteren 48 akut bedrohten Arten (darunter auch ein erst kürzlich entdeckter Frosch).

In den 1990er Jahren wurden im Rahmen eines von der Regierung geplanten Mega-Reisanbau-Projektes 4000 km Kanäle gegraben, um das Gebiet zu entwässern und den Wald zu roden. Das Projekt scheiterte. Zurück blieben über 70.000 Hektar akut brandgefährdete Fläche, die permanent Treibhausgase emittiert.

Gemeinsam mit BOS sollen das gestörte Ökosystem Mawas stabilisiert und weitere Brände verhindert werden. Auf zerstörtem Ödland soll der für das Klima wertvollste Wald entstehen: der Torfmoorwald. Es soll Lebensraum geschaffen werden für viele bedrohte Arten wie Orang-Utans, Frösche und viele Pflanzenarten. Mit der Preissumme können unter anderem 80 Hektar Regenwald renaturiert und 100.000 Bäume angepflanzt werden (z. B. Dyera costulata, Shorea balangeran und diverse Orang-Utan-Futterbäume).

"Die CO2-Emissionen gerodeter Torfmoorflächen machten im Jahr 2015 die Hälfte aller indonesischen CO2-Emissionen aus. Mit der Unterstützung von Reinhard Schneider und seinem Unternehmen Werner & Mertz können wir einen entscheidenden Beitrag zum Schutz des globalen Klimas und gefährdeter Tierarten leisten", so Daniel Merdes, Geschäftsführer von BOS Deutschland.

Werner & Mertz geht langfristige Kooperation mit BOS Deutschland ein
Das Wiederaufforstungsprojekt ist nur der Beginn einer umfassenden Zusammenarbeit, die Werner & Mertz mit BOS Deutschland beschlossen hat. Zusätzlich zur Spende von 250.000 Euro wurde ein Kooperationsvertrag über fünf Jahre unterschrieben. Im Zuge dieser langfristigen Zusammenarbeit unterstützt Werner & Mertz die Orang-Utan-Rettungszentren von BOS auf Borneo, beteiligt sich an Auswilderungen rehabilitierter Orang-Utans und am Monitoring der ausgewilderten Tiere in geschützten Regenwäldern. Ziele der langfristigen Kooperation beider Partner sind der Artenschutz auf Borneo, die Erhaltung und Vergrößerung des Lebensraums für Orang-Utans und wechselseitige Impulse beim Thema Palmkernöl und Tenside. Denn der Anbau von Palmkernöl in tropischen Regionen geht zu Lasten des dortigen Regenwaldes und vernichtet so wertvollen Lebensraum. Werner & Mertz setzt daher seit Jahren auf europäische Pflanzenöle wie Raps oder Sonnenblumen statt des umstrittenen Palmkern- oder Kokosöls für seine Wasch- und Reinigungsmittel - einer der vielen Punkte in der ganzheitlich-nachhaltigen Firmenphilosophie Schneiders, für die er den Deutschen Umweltpreis erhalten hat.

Werner & Mertz:
Seit über 150 Jahren ist die Werner & Mertz GmbH am Standort Mainz vertreten und mit seinen Vertrauensmarken Frosch, emsal und greencare Professional als innovatives Unternehmen auf dem europäischen Markt bestens etabliert. Standorttreue und Innovationsfreude bilden die Basis für neue Impulse, die das Unternehmen mit seinen Produkten und Initiativen immer wieder gibt.
Werner & Mertz hat EMAS-validierte Produktionsstandorte in Mainz und im österreichischen Hallein. Die dort hergestellten Produkte werden über sieben Vertriebsgesellschaften in zahlreiche europäische Länder geliefert - über die Exportabteilung sogar weltweit. Insgesamt zählt die Werner & Mertz GmbH über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Unternehmen mit dem Frosch arbeitet nach den Prinzipien einer umweltschonenden Wirtschaftsweise und hat zum Ziel, eine nachhaltige Lebensweise mehrheitsfähig zu machen. Mit der Initiative Frosch und gezielten Projektpartnerschaften bereitet Werner & Mertz zukunftsweisenden nachhaltigen Lösungen den Weg über die eigene Branche hinaus.
www.werner-mertz.de

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU):
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Kreativität kleiner Unternehmen bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen und gibt Anreize für ökologische Innovationen. Sie setzt durch die Förderung umweltfreundlicher Produktionsverfahren auf den vorbeugenden Umweltschutz. Sie unterstützt den Austausch von Wissen über die Umwelt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und anderen Stellen. Seit Gründung 1991 wurden rund 9.900 modellhafte, umweltentlastende und innovative Projekte mit rund 1,8 Milliarden Euro in Umwelttechnik, -forschung, -kommunikation, Natur- und Kulturgüterschutz gefördert.
Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises der DBU - dem mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas - werden Leistungen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden. Preisträgerin 2019 neben Reinhard Schneider: die Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner (Technische Universität München).


BOS Deutschland e.V.:
In einem internationalen Netzwerk aus Partnerorganisationen schützt BOS Deutschland e.V. den Borneo-Orang-Utan. In zwei indonesischen Rettungsstationen werden verletzte und verwaiste Tiere aufgenommen, gesund gepflegt und rehabilitiert, so dass sie am Ende ihrer Ausbildung wieder ausgewildert werden können. BOS erschließt neue Schutzgebiete, in denen wildlebende Orang-Utans frei leben können und forstet zerstörte Regenwaldflächen wieder auf. Darüber hinaus betreibt BOS Deutschland Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um die Menschen für die akute Notsituation des Orang-Utans zu sensibilisieren. BOS verfolgt bei seiner Arbeit einen ganzheitlichen Ansatz, der auch Behörden und Gemeinden vor Ort einschließt, denn nur Hand in Hand ist es möglich, das Überleben des Orang-Utans nachhaltig zu sichern.

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