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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  GZM Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahn-Medizin e.V., D-68239 Mannheim
Rubrik:Gesundheit    Datum: 02.03.2001
Parodontitis kann Auslöser für Herzerkrankungen sein
Gefahren der Parodontose werden häufig unterschätzt
Zwei von drei Erwachsenen leiden an Parodontits - im Volksmund besser bekannt als Parodonto-se. Parodontitis ist damit die Volkskrankheit Nr. 1. Durch sie gehen viermal mehr Zähne verloren als durch die gefürchtete Karies. Folge dieser Erkrankung ist jedoch nicht nur ein erhebliche An-griff auf Zahnfleisch und Kieferknochen mit dem am Ende stehenden Verlust von Zähnen. Viel-mehr birgt die Parodontitis auch Risikofaktoren für die Gesamtgesundheit.

In mehreren wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Parodontitis ein erheblicher Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen ist und damit eine größere Bedeutung hat als das Rauchen. Auch Herzinfarkt kann durch die gefährlichen Bakterien ausgelöst werden. Personen, die an Parodontitis leiden, tragen ein erheblich höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Jahr für Jahr sterben in Deutschland 80.000 Menschen an einem akuten Infarkt. Im Vorfeld des Infarktes kommt es zu passiven Ablagerungen in den Gefäßen; diese werden zu eng und lösen den Infarkt aus. Diese tödliche Bedrohung allein durch die klassischen Risikofaktoren wie Rau-chen und hohe Blutfettwerte zu erklären, ist jedoch lange überholt - darüber sind die Experten mittlerweile einig. In den Gefäßen müssen sich bislang wenig verstandene aktive entzündliche Prozesse abspielen. Wenn die Ablagerungen in den Gefäßen zum Beispiel durch akute Entzün-dungevorgänge instabil werden, reißen sie im Extremfall auf. So bilden sich Blutpropfen, die das Gefäß in kürzester Zeit verschließen. Verschiedene Studien haben nachweisen können, dass Parodontose-Bakterien hier einen erheblichen Einfluß haben. Das Risiko eines Herzinfarktes bei Patienten mit bestehender Parodontitis ist um das 2,2 fache erhöht. In die Blutbahn gelangen die Bakterien dabei durch kleinste Wunden.

"Diese Gefahren der Parodontitis sind in der Bevölkerung immer noch zu wenig bekannt," so Dr. Wolfgang H. Koch von der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche Zahn-Medizin GZM. "Die Erkrankung wird häufig nicht genügend ernst genommen - was übrigens leider nicht nur die Pati-enten, sondern immer noch auch einen teil der Zahnärzte betrifft." Dabei sei die Parodontose eine Krankheit, der man nicht nur gut vorbeugen könne, sondern bei der - rechtzeitig erkannt - auch gute Heilungschancen bestünden, so der Experte. Da es sich jedoch um eine schleichende Er-krankung handele, die zunächst beim Patienten keine Schmerzen verursache, würde oftmals erst sehr spät ein Handlungsbedarf gesehen.

Durch eine rechtzeitige Behandlung der Zahnfleischerkrankung und eine Reduzierung der durch diese hervorgerufenen Bakterien kann das Herzinfarktrisiko deutlich reduziert werden. "Im Klartext bedeutet das, dass in Deutschland weniger Menschen an Herzinfarkt sterben müssen, als dies derzeit der Fall ist", so Dr. Koch. "Bei der Behandlung müssen allerdings auch die Lebensum-stände des Patienten Berücksichtigung finden, denn Parodontose ist eine Erkrankung, die nicht nur den Mund- und Kieferbereich betrifft, sondern den gesamten Organismus." Ihre Entstehung ausschließlich auf die Mundhygiene des Patienten zurückzuführen, sei längst nicht mehr Stand der neuesten medizinischen Erkenntnis. Vielmehr können für Entstehung und Verlauf einer Pa-
rodontitis erbliche Faktoren ebenso verantwortlich gemacht werden wie ein gestörtes Immunsystem. Im Rahmen der ganzheitlichen Zahnmedizin wird bei Anamnese und Therapie daher der ganze Mensch einbezogen und nicht nur seine Mundhöhle.

Ausführlichere Informationen zu den Zusammenhängen von Parodontitis und Herzerkrankungen, weitere Hintergründe zu Fragen der ganzheitlichen Zahnmedizin sowie über ganzheitlich tätige Zahnärzte finden Interessierte im Internet unter www.gzm.org. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann sich auch direkt an die Geschäftsstelle der GZM wenden.

Für medizinische Fragen oder weitere Auskünfte steht Herr Zahnarzt Dr. Wolfgang H. Koch, Herne interessierten Redaktionen gern unter Tel. 02323 / 952558 zur Verfügung.

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