Auf feste Mikroplastikpartikel in Zahnpasta oder Peelings wird bereits bei vielen kosmetischen Produkten verzichtet. In löslicher oder flüssiger Form werden Polymere jedoch in vielen kosmetischen Produkten, wie auch in Wasch- und Reinigungsmitteln weiterhin in sehr großen Mengen eingesetzt. "Die Auswirkungen von flüssigem Plastik auf die Umwelt sind noch nicht umfassend bekannt. Sicher ist jedoch, dass sich die allermeisten dieser Stoffe nicht abbauen und in unseren Flüssen und Meeren ansammeln. Einige lösliche Kunststoffe dringen auch in Zellen ein und können bei Fischen und Algen Schaden anrichten", erklärte Hinz weiter. "Um flüssiges Plastik zu verringern, muss Deutschland nicht auf Europa warten. Die Bundesregierung kann im Wasch- und Reinigungsmittelrecht auch alleine vorangehen. Wenn hier klare Regeln gesetzt werden, werden die Hersteller sich auch vermehrt um Innovationen in diesem Bereich bemühen und umweltverträglichere Produkte entwickeln", ist Hinz überzeugt. "Viele Produkte kommen auch heute schon ohne diese kritischen Inhaltsstoffe aus. Durch den Verzicht auf flüssiges Plastik können die Hersteller einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten", sagte die Ministerin.
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