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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Mobilität & Reisen    Datum: 08.05.2013
Tempo 120
Für mehr Verkehrssicherheit und Klimaschutz
Zu den Äußerungen Sigmar Gabriels zu einem Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Autobahnen und den Vorschlägen des EU-Umweltausschusses, für kommerziell genutzte Kleinlaster bis zu 3,5 Tonnen ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern einzuführen, erklärt Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik:

Wir begrüßen, dass sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hinter unsere Forderung nach einem Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Autobahnen stellt. Damit werden die Gemeinsamkeiten zwischen SPD und Grünen auch in der Verkehrssicherheitspolitik sichtbar. Ferner begrüßen wir, dass sich der Umweltausschuss des Europaparlaments mit den Stimmen der CDU/CSU gestern für ein Tempolimit für Kleintransporter von 120 km/h ausgesprochen hat.

Fahren mit nichtangepasster Geschwindigkeit ist nach wie vor die Unfallursache Nummer eins im deutschen Straßenverkehr. Um die Zahl der schweren Unfälle mit Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, stellen Geschwindigkeitsreduktionen einen zentralen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit dar. Das haben alle Industrienationen - mit Ausnahme von Deutschland - erkannt und daher Tempolimits auf ihren Autobahnen eingeführt.

Auch in Deutschland ließe sich das bereits hohe Sicherheitsniveau der Autobahnen noch steigern, wenn Tempo 120 beziehungsweise ein europaweites Tempolimit eingeführt würde. Die Vorteile überwiegen: Durch die einheitlicheren Geschwindigkeiten und einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss wird die Unfallschwere gesenkt. Die Möglichkeit in gefährlichen Situationen zu reagieren, nimmt zu. Darüber hinaus steigen Fahrkomfort und die subjektiv empfundene Sicherheit für ältere Fahrerinnen und Fahrer.

Nicht zuletzt sind Tempolimits ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, da bei moderaten Geschwindigkeiten weniger Energie verbraucht wird und weniger Lärm und CO2 entstehen sowie weniger Schadstoffe ausgestoßen werden.

Dies haben nun offenbar auch Vertreter der großen Volkparteien erkannt.

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