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Mobilität & Reisen   
Gift an Bord: Ramsauer muss liefern, bevor es zur nächsten Katastrophe kommt
Nach dem erneuten Fall von Ölgeruch an Bord einer Passagiermaschine mit zwei ohnmächtigen Crew-Mitgliedern erklärt Markus Tressel, Sprecher für Tourismuspolitik:
Diese Meldungen zeigen, dass man das Problem nicht totschweigen kann. Verkehrsminister Peter Ramsauer muss jetzt liefern. Die Zeit für freiwillige Maßnahmen der Airlines und der Flugzeughersteller ist abgelaufen.

Wir diskutieren jetzt schon wieder seit Jahren über konkrete Gegenmaßnahmen auf freiwilliger Basis. Getan hat sich nichts. Wir als Grüne werden das Thema in der nächsten Sitzungswoche auf die Agenda der zuständigen Ausschüsse setzen und die Bundesregierung zu ihrer künftigen Strategie befragen. Der neue Vorfall zeigt, dass wir mit unserem Antrag richtig liegen. Darin fordern wir unter anderem neurotoxisch unbedenkliche Triebwerköle und ein verbessertes Meldeverfahren. Nur so können die Behörden die Fälle aufklären. Dass die Boeing 757 dabei ein Problem darstellt, wurde uns bereits bestätigt. Offenbar ist es sogar genau dieses Flugzeug, das bereits im Juni in Nürnberg wegen auffälligen Geruchs an Bord notlanden musste. Jetzt steht die Maschine unseren Informationen nach bis auf weiteres in Las Palmas und wird Mitte der Woche nach Deutschland zurückgebracht, um dann wieder in den Betrieb zu gehen.

Alle diejenigen, die in Anbetracht der jüngsten Vorfälle immer noch beschwichtigen und abwiegeln, machen sich mitschuldig, wenn es zu einem Zwischenfall mit katastrophalen Folgen kommen sollte.

Hintergrund:
Der Co-Pilot eines Condor-Fluges nach Gran Canaria konnte am Freitag nur noch mit Atemmaske steuern: An Bord hatte sich ein übler Ölgeruch ausgebreitet. Nach der Landung wurde die Maschine getestet - zwei Mitglieder der Crew fielen in Ohnmacht und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Unseren Antrag "Kontaminierte Kabinenluft in Flugzeugen unterbinden" finden Sie hier.

 
Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
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