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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Allgayer Media GmbH Florian Allgayer, D-85570 Markt Schwaben
Rubrik:Mobilität & Reisen    Datum: 26.10.2010
e-Monday: "Das E-Auto bedingt radikale Innovation"
Expertendiskussion zeigt Weg in die "Volks-Elektromobilität"
Das Elektroauto ist mehr als nur eine Motorisierungsvariante - es bedeutet den Wechsel des gesamten Systems. Ein derartiger Systemwechsel braucht allerdings verfügbare Elektroautos - und die fehlen im Kern derzeit noch, betonte Dr. Claus Hornig, Geschäftsführer der Stromaufwaerts GmbH und Co-Initiator des e-Mondays, in seiner Keynote bei der Veranstaltung des Netzwerks Elektromobilität im Rahmen der eCarTec in München vor mehr als 250 Teilnehmern, darunter Experten aus der Automobilbranche und aus Bereichen wie Forschung und Entwicklung, Wissenschaft, Private Equity und Politik.

Nur wenn es gelingt, das Auto von Grund auf neu zu denken, kann das E-Auto auch bei niedrigen Stückzahlen bezahlbar gemacht werden, so Hornig. Allerdings mangele es zur Zeit sämtlichen denkbaren Geschäftsmodellen an wirklich wettbewerbsfähigen, bezahlbaren Elektroautos. Dabei sei Elektromobilität an sich nicht so kompliziert - sie passe eben nur nicht ins bestehende System. Der Automobilexperte plädierte deshalb für "radikale Innovation": "Wir werden die Art und Weise, wie wir Autos bauen, überdenken müssen", sagte Hornig, "neue und für Elektromobilität besser geeignete Fahrzeugarchitekturen werden benötigt." Und: Diese Fahrzeuge müssen jetzt gebaut werden, denn die Nachfrage ist vorhanden.

Den von Dr. Hornig vorgestellten Ansatz bestätigten die Teilnehmer der anschließenden Expertendiskussionsrunde. So sieht Dr. Gregor Matthies von der Unternehmensberatung Bain & Company eine deutlich höhere Zahl an Elektroautos auf Deutschlands Straßen als die von der Bundesregierung zum Ziel erklärte eine Million Fahrzeuge im Jahr 2020. e-Monday-Mitinitiator Stefan Kasserra erwartet bei den Neuzulassungen im Jahr 2020 einen Anteil an Elektroautos zwischen 15 und 25 Prozent. Mit dem Potenzial von rund 4,5 Millionen Elektroautos in zehn Jahren rechnet Prof. Dr. Gernot Spiegelberg von der Siemens AG. Seine These: Bis zum Jahr 2020 werden die deutschen Autofahrer die Hälfte ihrer Zweitwagen austauschen - ein riesiges Potenzial für Elektrofahrzeuge.

Profitieren würden von dieser Entwicklung in erster Linie neue Player im Markt, weniger die etablierten Hersteller, so Spiegelberg in der Podiumsdiskussion. Denn wer - wie etwa die deutschen Autobauer - führend in einem Technologiebereich sei, tue sich schwer, auf eine andere Technologie umzuschwenken. Das so genannte Conversion Design, die Umrüstung bestehender Fahrzeuge auf Elektrobetrieb, könne dabei nur eine Übergangslösung sein, die es nicht schaffen werde, auf das Preisniveau von Verbrennungsmotorfahrzeugen zu kommen, betonte Dirk Fräger von German E-Cars. Eine Kostenparität zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf Basis der Total Cost of Ownership ist - so die Experten beim e-Monday - ab 2015 möglich, etwa durch die Einbindung der Fahrzeugbatterie ins Stromnetz.

Der nächste e-Monday findet am Montag, dem 29. November 2010, im Hofbräukeller in München statt. Martin Altepost vom TÜV Süd Automotive wird über das hoch relevante Thema "Fahrzeugsicherheit im Kontext der Elektromobilität" sprechen. Weitere Informationen zur nächsten Veranstaltung des Münchner Netzwerks Elektromobilität e-Monday unter www.e-monday.de.



Über den e-Monday:
Der e-Monday ist ein interdisziplinäres Netzwerk zum Thema Elektromobilität. Jeweils am letzten Montag eines Monats treffen sich in München hochkarätige Spezialisten aus Industrie, Wissenschaft, Entwicklung und Politik zum offenen Gedankenaustausch und zur Diskussion zu einem bestimmten Schwerpunktthema. Die zukunftsweisende und themenübergreifende Ausrichtung des e-Mondays trägt der Tatsache Rechnung, dass Elektromobilität ungleich stärker als die klassische Automobilität auf interdisziplinärem Austausch fußt. Als in Fachkreisen anerkannte Plattform im Bereich Elektromobilität leistet der e-Monday einen wichtigen Beitrag, Elektromobilität in Deutschland nachhaltig voranzubringen.

Über die Initiatoren:
Dr. Claus Hornig unterstützt als Unternehmensberater renommierte Automobilunternehmen in ihren Produktentstehungsprozessen und beim Innovationsmanagement. Seit 2008 beschäftigt er sich zudem intensiv mit dem Thema Elektromobilität und arbeitet gemeinsam mit Stefan Kasserra an einem eigenen Konzept für ein Elektrofahrzeug.
Stefan Kasserra berät Unternehmen bei der Realisierung von Gründungsvorhaben und M&A-Transaktionen sowie bei strukturierten Finanzierungen. In dieser Funktion begleitet er seit 2009 vor allem Projekte im Bereich Elektromobilität.

Kontakt :
Dr. Claus Hornig, Tel. +49 - 151 - 54 72 88 66, hornig@e-monday.de
Stefan Kasserra, Tel. +49 - 172 - 8 17 42 34, kasserra@e-monday.de
www.e-monday.de

Ansprechpartner für die Presse:
Florian Allgayer
Geschäftsführer Allgayer Media GmbH
Tel. 0 81 21 - 22 90 63
info@allgayer-media.com

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