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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-World by ALTOP, D-81371 München
Rubrik:Bauen    Datum: 03.05.2000
Muss ein Münchner Baudenkmal die Stadt verlassen?
Das Öko-Partner-Haus (ÖPH) braucht ein neues Zuhause
Unter der Leitung des ALTOP Verlags entstand Anfang der 90er Jahre im Bereich ökologisches Bauen und Wohnen eines der größten Umweltsponsoring-Projekte Europas: Das ÖKO-PARTNER-HAUS (ÖPH). Das Ausstellungs- und Infozentrum für umweltfreundliches, ökologisches und praktikables Bauen befindet sich - noch - auf dem Gelände hinter dem Münchner Bauzentrum, Radlkoferstraße 16. Denn im September 1999 endete die offizielle Laufzeit des Projektes, das rund eine halbe Millionen Besucher besichtigten. Bis Ende Juni 2000 muß für das ÖPH ein neues Zuhause gefunden werden. Und das wird, falls die Landeshauptstadt München keine Gelder für ihr ökologisches Baudenkmal bereitstellen will, vielleicht im Osten Deutschlands liegen.

Das ÖKO-PARTNER-HAUS wurde am 15. Juli 1991, nach nur elfmonatiger Bauzeit, unter der Schirmherrschaft des damaligen Münchner Oberbürgermeisters, Georg Kronawitter, eröffnet. Das Musterhaus für ökologisches Bauen entstand auf 148 Quadratmetern Grundfläche mit 300 Quadratmetern Nutzfläche und war ein Gemeinschaftsprojekt vom ALTOP Verlag (Konzept, Projektleitung, Durchführung) und rund 130 Firmen (Sponsoring, Durchführung). Die Projektsumme belief sich auf vier Millionen Mark. Noch heute ist das ÖPH in seiner Form europaweit einzigartig und technisch topaktuell, da es während der gesamten Betriebszeit laufend modernisiert wurde. Nicht umsonst ist ein Modell des ÖPH's im Deutschen Museum für Technik, München, als Industriedenkmal zu sehen. Doch die beeindruckenden Fakten ändern nichts an der Tatsache, daß das ÖPH bis Ende Juni 2000 das ehemalige Messegelände am Bauzentrum "verlassen" muss. Um das einzigartige Baudenkmal nicht dem Erdboden gleichmachen zu lassen, suchte der ALTOP Verlag fieberhaft nach möglichen "Adoptiveltern" für das ÖPH. Jetzt wetteifern zwei potentielle Abnehmer darum, das Gebäude für über eine halbe Million Mark ab- und an seinem neuen Einsatzort wieder aufzubauen.

Urbanes Wohnen e.V. und der Bezirksausschuß Schwabing West machen sich für die Münchner Öko-Institution stark
Als neuer Standort für das ÖPH kommt für den Verein Urbanes Wohnen, der sich seit langem für den Erhalt des Gebäudes einsetzte, und den Bezirksausschuß Schwabing West das Gelände der ehemaligen Waldmann-Stetten-Kaserne in Frage. Dort entsteht in den nächsten drei Jahren ein neues Stadtviertel mit über 2000 Wohnungen. Im ersten Bauabschnitt werden die Schwabinger Wohnprojekte (Wohnprojekt WAGnis und Genossenschaft FrauenWohnen e.G.) etwa 150 von 830 Wohnungen errichten: Natürlich-Sozial-Ökologisch. Dem ÖPH wäre während der Bauphase die Rolle einer Bürgeranlauf- und Informationsstelle zugedacht, später könnte es als Bürgerhaus für Stadtteilkultur und ökologischer Info-Zentrale für Schwabing West genutzt werden. Optimal: Denn zu dem Zweck, Bauherren mit ökologischem Bauen vertraut zu machen, wurde das ÖPH 1991 eröffnet. Und in dieser Funktion wurde das ÖPH zu einer ökologischen Institution für München. Doch noch liegt das Okay der bayerischen Hauptstadt, dafür die nötigen Mittel bereitzustellen, nicht vor. Wenn das Münchner Baudenkmal die Stadt nicht verlassen soll, dann brauchen Urbanes Wohnen e.V. und der Bezirksausschuß öffentliche Unterstützung.

Die Alternative im Osten: Adventjugend
Zwischen Magdeburg und Brandenburg betreibt die Adventjugend einen Kinder- und Jugendzeltplatz für maximal 1200 junge Menschen. Was dem Pfadfinderlager bis jetzt fehlt, ist ein Gemeinschaftshaus. Diese Funktion könnte das ÖPH übernehmen. Nach Planung der Adventjugend soll ab Mitte Juli 2000 das Münchner Öko-Haus abgetragen und neun Monate später im Jerichower Land als Kindertreff in Betrieb genommen werden.

Eine Frage der Genehmigung
Im Augenblick stehen bei beiden Abnehmern noch einige Genehmigungen aus, die für die konkrete Übersiedlung des ökologischen Gebäudes benötigt werden. Von der Entscheidung, wer den Zuschlag für das ÖPH bekommt, hängt auch eine dritte Möglichkeit ab, die der ALTOP Verlag noch ins Auge gefasst hat: Eine Internet-Versteigerung des ÖPH-Inventars. Eins steht auf jeden Falls fest: Der ALTOP Verlag wird besonders die Alternative unterstützen, bei der das bayerische Baudenkmal München erhalten bleiben kann.

Der ALTOP Verlag
Der ALTOP Verlag, bekannt als Herausgeber von ECO-Address, Das Alternative Branchenbruch, ist seit 1984 im Umweltbereich aktiv. Inzwischen liegt das Hauptaugenmerk des Verlags auf dem Internet. Unter der hauseigenen Netzanschrift www.ECO-World.de finden "Ökointeressierte" Adressen, Nachrichten, Veranstaltungen, Shop- und Businessangebote aus dem Umweltbereich.


Anmerkung für die Redaktionen:
Unter www.ALTOP.de steht ein Bild des ÖPH zum Download bereit. Nähere Informationen erhalten Sie bei Andrea Düren, ALTOP-Pressestelle, unter 089/74 66 11 15 oder a.dueren@eco-world.de


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