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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Heinz Wraneschitz, D-91452 Wilhermsdorf
Rubrik:Energie & Technik    Datum: 31.07.2008
Einfache und effektive Solarmodulkühlung entwickelt
Gebrauchsmuster von Sunline verspricht wesentliche Effizienzsteigerung von PV-Modulen
Frohe Kunde für das Solarsystemhaus Sunline AG: Die Gebrauchsmusterurkunde für ein Produkt, mit dem Solarstrommodule preiswert und effektiv gekühlt werden können. Solargeneratoren wandeln mit dem Zusatzteil wesentlich mehr Sonnenenergie in Strom um als ungekühlte, traf in Fürth ein.
Gemeinsam haben das mittelhessische Unternehmen Main-Kinzig-Solar GmbH aus Gründau sowie die Sunline AG aus dem bayerischen Fürth ein "wasserdurchflossenes Thermoelement als Zusatzbauteil für Photovoltaikmodule" entwickelt. Die Idee wurde von Torsten Eurich und Klaus Kalkhof von Main-Kinzig-Solar sowie Wolfgang Wismeth von der Sunline AG umgesetzt und beim Patentamt angemeldet. Die Mail mit der "Urkunde über die Eintragung des Gebrauchsmusters Nr. 20 2008 004 965.2 - Eintragung am 24.07.2008" kam vom Deutschen Patent- und Markenamt. Die Technik des "Kühl- bzw. Thermoelement insbesondere für Solarmodule" - so der Name des Gebrauchsmusters - ist preiswert und leicht verständlich.
Mit dieser Solarmodulkühlung kann jedes übliche Standard-Photovoltaikelement entweder gleich bei der Herstellung bestückt werden; es ist aber auch möglich, bereits montierte Solarstromanlagen nachzurüsten. "Und zwar bei Anlagen jeder Größenordnung", wie die Erfinder ausdrücklich betonen.
Das Bauteil, Ergebnis von zwölf Monaten Entwicklungsarbeit, kann auf einfachste Art und Weise auf der sonnenabgewandten Seite von Photovoltaikmodulen befestigt werden. Jedes Grad, um das ein kristallines Solarmodul kühler ist, führt zu etwa 0,5 Prozent mehr Leistung. Umgekehrt bedeutet das: Ein Solarmodul leistet bei Sonnenschein und 55° Celsius Temperatur ca. 15 Prozent weniger, als auf dem Typenschild steht. Bei Tests hat der Einsatz der Solarmodulkühlung zu Mehrertrag im zweistelligen Prozentbereich geführt. Wenn im kommenden Jahr die garantierte Einspeisevergütung für Solarstrom stark sinkt, kann dies mit diesem Thermoelement die Anlage wieder teilweise ausgeglichen werden.
Auch Kombinationsanlagen für Photovoltaik und Solarwärme sind mit dem Thermoelement möglich, denn solares Brauchwasser oder Heizungsunterstützung lohnt sich bei den heutigen Energiepreisen auf jeden Fall. Die Solarmodul-Kühlelemente SMK verfügen jeweils über Vor- und Rücklauf und sind - wie die elektrischen Anschlüsse an jedem PV-Modul - einfach zur gewünschten Anlagengröße zu kombinieren und zusammenzuschließen. Zur normalen Installation der PV-Module kommt nur noch die zusätzliche Verbindung der SMK.
Überzeugend einfach und serienreif
Der Nachteil der bisherigen Kombielemente ist entweder, dass sie die verwendeten PV-Module nicht effektiv genug abkühlen, oder aber nur sehr aufwendig und kostenintensiv zu montieren und zu betreiben sind. "Unsere Erfindung dagegen umgeht die genannten Nachteile: Es ist leicht zu montieren ist und macht die abgeführte Wärme nutzbar", so die drei SMK-Entwickler.
Die Konzentration dieser Idee besteht in der Effinzienzsteigerung der PV-Module. Die thermische Energie kann als "Abfallprodukt" über einen Wärmetauscher abgeführt, aber auch in einem Speicher oder mit einer Wärmepumpe genutzt werden. Die Erfinder: "Viel zu lange schon ist die einfache und universell passende Kombination der beiden Techniken nicht weiter beachtet worden."
Momentan wird noch daran gearbeitet, die SMK an möglichst viele verschiedene Modultypen anzupassen. Der Zeitplan sieht vor, dass ab Beginn 2009 die ersten PV-Kollektoren zum Kauf angeboten werden.

Große Chancen: Verhandlungen mit Lizenznehmern laufen
"Das Interesse an der Erfindung ist sehr groß: Zur Zeit führen wir bereits Erfolg versprechende Lizenzverhandlungen mit großen PV-Herstellern", berichtet Sunline-Vorstand Wismeth: "Doch auch die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen ist ohne Probleme möglich. Ein erster Test an einer Zwei-Kilowatt-Anlage war erfolgreich. Nun folgt ein Großversuch an 200 Modulen einer, von uns betreuten PV-Megawattanlage."

Zum Bild: Auch Groß-PV-Anlagen wie der Ein-Megawatt-Solarberg in Fürth lassen sich mit der Solarmodulkühlung nachrüsten und bringen so höhere Erträge.
Foto: Wraneschitz

Ein paar Details der Solarmodulkühlung
> Technisch einfach hinter jedem Solarmodul zu befestigen
> Keine Veränderungen an den Photovoltaikmodul notwendig
> Schlichter Aufbau mit hoher Betriebssicherheit
> Einfache hydraulische Steckverbindung der wasserführenden Elemente
> einfach und schnell an gerahmten Photovoltaikmodulen nachrüstbar
> bei Neuinstallation Solarwärme und Photovoltaik in einem Arbeitsgang kostengünstig zu montieren
> erhebliche Ertragssteigerung der Photovoltaikanlage durch den Kühleffekt


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