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Presse-Stelle:
Modell Hohenlohe e.V., D-74638 Waldenburg
Rubrik:
Energie & Technik
Datum:
11.12.2007
Energiekosten runter - Wettbewerbsfähigkeit rauf
Die Veranstaltung "Mit EnergieEffizienz-Netzwerken gemeinsam zum Erfolg" stellt in Frankfurt 170 Multiplikatoren aus Deutschland Konzeption vor.
Waldenburg, den 11. Dezember 2007
Bundesweiter Start mit bis zu 30 Demonstrationsnetzwerken für Herbst 2008 geplant
Foto 1: Der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel sprach zum Thema "Energieeffiziente Wirtschaft - Chancen für den Standort Deutschland"
Die gestiegenen Energiepreise drücken zunehmend auf Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit gerade kleiner und mittlerer Unternehmen. "Selbst wenn die Energiekosten nur wenige Prozente der Gesamtkosten ausmachen und die Hälfte davon durch wirtschaftliche Maßnahmen gespart werden könnte, stellt auch diese Hälfte unnötige Betriebskosten dar. Solchermaßen eingesparte Energiekosten können der eigentlichen Produktion zugute kommen und so die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen steigern", erklärte der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel am 10.12.2007 bei der ersten bundesweiten Multiplikatoren-Konferenz zu den Energieeffizienz-Netzwerken in Frank-furt am Main.
Zu der Veranstaltung in der Wandelhalle der KfW-Bankengruppe in Frankfurt hatten die Projektpartner EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Siemens AG, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung Karlsruhe, das Modell Hohenlohe e.V. und die BSR-Sustainability GmbH Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen eingeladen. Gemeinsam entwickeln die Projektpartner derzeit in dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und den Ländern Baden-Württemberg und Hessen geförderten Projekt "Umweltkommunikation und Energieeffizienz in KMU" LEEN - Management System for Local Energy Efficiency Networks. Das System wird zunächst in ausgewählten Referenz-Netzwerken in verschiedenen Bundesländern erprobt und soll ab Mitte 2008 mit dem Aufbau von bis zu 30 Demonstrationsnetzwerken bundesweit an den Start gehen.
Foto 2: Kurt Weissenbach, Vorstandsvorsitzender des Modell Hohenlohe e.V. berichtete über die Erfolge der in Baden-Württemberg aktiven EnergieEffizienz-Tische
Mit diesem Projekt soll dem aus der Schweiz stammenden Erfolgsmodell "Energieeffizienztisch" als lernendes Netzwerk bundesweit zum Durchbruch verholfen werden. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung eines Projektmanagementsystems mit leicht umsetzbaren Modulen, das ab 2009 für den Aufbau weiterer Netzwerke zur Verfügung stehen wird. Die Idee der lernenden Energieeffizienz-Netzwerke stammt aus der Schweiz, dort "Energie-Modell" genannt. Dort gibt es mittlerweile 70 aktive Netzwerke, an denen sich zwischen 8 und 15 Unternehmen einer Region beteiligen. Kernelemente stellen ein moderierter Erfahrungsaustausch und die Erarbeitung individuell zugeschnittener Maßnahmenpläne dar. Hinzu kommen eine professionelle Beratung und Begleitung sowie die wissenschaftlich abgesicherte Ergebnisdokumentation. Die Betriebe sollen so in die Lage versetzt werden, ein zu Beginn individuell erhobenes und dann ein weiteres gemeinsam festgelegtes Einsparziel zu erreichen.
Als erstes Bundesland hat Baden-Württemberg seit 2002 mit der Methodik Erfahrungen gesammelt. Zwischenzeitlich gibt es weitere Bundesländer, darunter Hessen, in denen 8 bis 15 Unternehmen in einem Netzwerk und unter einem externen Projektmanagement ihre Erfahrungen zu Energieeffizienzmaßnahmen alle drei Monate in einem gemeinsamen Treffen austauschen.
Die EnBW Netzwerke Energieeffizienz "Mitteldeutschland" und "Ravensburg" wurden von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG 2006 initiiert und sind zugleich zwei Leuchtturmprojekte der Initiative "Partner für Innovation" der Bundesregierung. Der von der EnBW geleitete Impulskreis Energie hatte das Konzept der Energietische, für die Wirtschaft vorgeschlagen. Inzwischen werden von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG insgesamt 5 Netzwerke betreut.
Foto 3: Fast 170 Teilnehmer fanden den Weg nach Frankfurt zur ersten bundesweiten Multiplika-torenkonferenz
Ein Drittel ihres Ziels haben die mitteldeutschen Effizienz-Pioniere nach einem Jahr (Zwischenbilanz vom 15.11.2007) durch bereits begonnene und umgesetzte Energieeffizienzmaßnahmen erreicht - z.B. durch Abwärme nutzen, die Verluste bei Druckluft verringern und effizientere elektrische Antriebe einsetzten. Allein durch die bisherige Netzwerkarbeit verbessert sich die CO2-Bilanz in der Region Mitteldeutschland um rund 1.900 Tonnen CO2 pro Jahr.
Eingespart haben die Unternehmen nach einem Jahr 6,3 Millionen Kilowattstunden Energie (Zum Vergleich: Eine solche Energiemenge verbrauchen 315 durchschnittliche Haushalte für Heizung, Warmwasser und Strom). Den Unternehmen erspart dies jährlich Energiekosten von etwa 300.000 Euro.
Der EnergieEffizienz-Tisch Hohenlohe wurde 2002 durch das Unternehmensnetzwerk Modell Hohenlohe e.V. in Partnerschaft mit dem Fraunhofer ISI in der Region Heilbronn-Franken in Baden-Württemberg initiiert. Die Konzeption des vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderten Demonstrationsvorhabens wurde an die zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz erfolgreichen "Energie-Modell" angelehnt. Nach Abschluss der öffentlichen Förderung führen neun Unternehmen das Projekt gemeinsam mit ihren Partnern Modell Hohenlohe e.V. und Fraunhofer ISI fort. Die beteiligten neun Unternehmen haben gegenüber dem Basisjahr 2001 ihre Energieeffizienz 2006 um 18,3 Prozent stei-gern und eine jährliche CO2-Reduzierung von 15.000 Tonnen erreichen können. Jedes Unternehmen hat in 2006 im Schnitt bei den Energiekosten 110.000 € gespart. An jeder reduzierten Tonne CO2 haben die Unternehmen einem Gewinn zwischen 10 bis 20 Euro erzielt.
Eines der beteiligten Unternehmen hat produktionsbedingte Strukturveränderungen dazu genutzt, um mit einem Stufenplan die Produktions- und Verwaltungsgebäude zu optimieren. Hierdurch wurden binnen drei Jahren Effizienzverbesserungen um 39 Prozent und eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 41 Prozent erzielt. Je Produktionseinheit konnten damit die Energiepreissteigerungen zwischen 2003 und 2006 kostenneutral ausgeglichen werden.
Darüber hinaus wurden vom Modell Hohenlohe e.V. in Zusammenarbeit mit den örtlichen Industrie- und Handelskammern weitere Netzwerke in Ulm und Ostwürttemberg aufgebaut.
Die Meilensteine des Projekts
Aufbau des Multiplikatorenpools ab 10. Dezember 2007
Gründung der "LEEN-GMBH" im ersten Quartal 2008
Test der Tools in den Referenztischen und Evaluation der Version 0 bis Oktober 2008
Schulung und Zertifizierung der ersten Moderatoren und Berater im November/Dezember 2008
Aufbau der 30 Demonstrationsnetzwerke in den Ländern ab September 2008
Freigabe der Version 1.0 für die geschulten Personen Januar 2009
Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Jutta Bauer
LEEN c/o Modell Hohenlohe e.V.
Tel.: 07942 / 944 91 - 10
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Kontakt:
Modell Hohenlohe e.V.
Email:
info@leen-system.de
Homepage:
http://www.modell-hohenlohe.de
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