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Kein Genmais-Anbau 2008!
Gentechnikgegner kündigen für den Fall einer Genehmigung Feldbefreiungen an
Ende April diesen Jahres, kurz nach der Aussaat des Genmaises auf rund 2000 Hektar, untersagte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer das Inverkehrbringen des manipulierten Saatgutes der Firma Monsanto.
Außerdem lief die europäische Anbaugenehmigung für die umstrittene Saat aus.

"In den nächsten Wochen wird hinter verschlossenen Türen verhandelt, ob der giftige Bt-Mais Mon810 im nächsten Jahr wieder ausgebracht werden soll", so Jutta Sundermann von der Initiative Gendreck-weg. "Horst Seehofer hat einen "Monitoringplan" zur Bedingung gemacht, sein Verbot wieder aufzuheben. Aber eine bessere Beobachtung der Katastrophe schützt weder die Artenvielfalt oder unsere Gesundheit noch mindert sie die Abhängigkeit der Bauern von den großen Agrarkonzernen."

Der Landwirtschaftsminister habe selbst vor den Gefahren des Genmaises gewarnt, dessen Pollen weit verbreitet werden und dessen Gift, das er aufgrund der Manipulation in jeder Zelle produziere, vielen Tieren und Pflanzen schade.

Die Initiative Gendreck-weg, die 2005 von Imkern in Süddeutschland initiiert wurde, hatte im Juli mit einer öffentlich angekündigten, spektakulären Freiwilligen Feldbefreiung ihre Kritik an der Gentechnik und Gentechnikpolitik deutlich gemacht. Wie in den Vorjahren machten die Aktiven Genmaispflanzen der Sorte Mon810 unschädlich, der einzigen Sorte, die seit 2005 kommerziell durch Landwirte angebaut wird.

Berufsimker Michael Grolm erklärte: "Wenn Seehofer jetzt einknickt und die EU grünes Licht für den Monsanto-Mais geben sollte, wird der Widerstand gegen den Wahnsinn umso größer werden."
Die Initiative sammelt ab sofort wieder namentliche Absichtserklärungen von Gentechnikgegnern, selbst an öffentlichen Feldbefreiungen teilzunehmen.

Michael Grolm: "Wir kündigen schon heute unseren entschlossenen Widerstand an. Wir tun das bewusst vor den politischen Entscheidungen und vor der konkreten Anbauplanung der Landwirte. Unsere schwerwiegenden Bedenken und unsere Argumente müssen berücksichtigt werden.
Es darf 2008 keinen Anbau von Mon810 geben - nicht in Deutschland und nicht anderswo in Europa!"

Für Rückfragen:

Jutta Sundermann, 0175 / 86 66 76 9
Michael Grolm, 0170 / 10 87 17 4

www.gendreck-weg.de
 
Quelle: ECO-News Deutschland, D-81371 München
http://www.gendreck-weg.de
aktion@gendreck-weg.de
    

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