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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  PROVIEH Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V., D-24226 Heikendorf
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 16.10.2006
Lebensmittelüberwachung:
Seehofer verkontrolliert sich!
Kiel/Heikendorf, 16.10.2006

"Die Verschärfung der Lebensmittelkontrollen bringt ein Mehr an Bürokratie, aber kein Mehr an Verbraucherschutz", kritisiert Sandra Gulla, Vorsitzende von PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. das von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer vorgestellte Konzept zur zukünftigen Lebensmittel-überwachung. Kontrollen seien sinnvoll und wichtig, betont Sandra Gulla. Aber das eigentliche Problem lösen sie nicht. "Denn was nutzen die besten Qualitätskontrollen, wenn Qualität schon lange vorher zerstört wurde?", fragt sich die PROVIEH-Vorsitzende. "Und Qualität wird zerstört", ist sich die Vorsitzende von Deutschlands ältestem Fachverband für artgemäße Nutztierhaltung sicher. Die Standards zur Erzeugung von Lebensmitteln sind seit Seehofers Amtsantritt vor allem in der Tierhaltung drastisch gesenkt worden. Die Wieder-einführung der tierquälerischen Käfighaltung von Legehennen ist nur ein Beispiel für massive Qualitätseinbußen. Selbst der Nachweis erhöhter Salmonellen-Gefahr in großen Legebatterien hat den Minister nicht davon abgehalten, die Käfighaltung in Deutschland wieder zuzulassen. Daher stellt sich die Frage, wie Horst Seehofer den Begriff Qualität definiert: Als hochwertige Erzeugung mit hohem Tierschutzstandard und einer nachhaltigen, umweltschonenden Produktion oder als Billigproduktion mit hohen Gewinnen für die Agrarindustrie. Deshalb helfen aus Sicht von PROVIEH - VgtM e.V. auch die besten Lebensmittelkontrollen nichts: "Wer schon im Stall durch Verschlechterung bestehender Tierschutzstandards Tierquälerei zulässt, nur damit billig produziert werden kann, darf sich nicht darüber wundern, dass später Gammelfleisch den Markt überschwemmt", stellt die PROVIEH-Vorsitzende fest. "Es muss Transparenz geschaffen werden, damit der Verbraucher selbst kontrollieren kann, was er auf dem Teller hat. Deshalb sollte Seehofer zugunsten der Verbraucher die Lebensmittelkennzeichnung von tierischen Lebensmitteln und eine artgemäße Tierhaltung mit regionaler Erzeugung fördern" so Sandra Gulla abschließend.


Pressestelle
Teichtor 10
24226 Heikendorf
Tel. 0431. 2 48 28-0, www.provieh.de, info@provieh.de.


Ihr Ansprechpartner: Sven Garber, Geschäftsführer, Tel. 0431. 2 48 28-14

PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. ist mit vielen Tausend Einzelmitgliedern und rund 130 Mitgliedsvereinen Deutschlands ältester und größter Tierschutz-Fachverband, der sich den landwirtschaftlichen Nutztieren widmet.

Der Verein PROVIEH - VgtM ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Erbschaften und Vermächtnisse zugunsten PROVIEH - VgtM e.V. sind von der Erbschaftssteuer befreit.


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