"Die millionenfache Vernichtung von Lebewesen ist weder ethisch zu vertreten noch darf sie gesellschaftlich akzeptiert werden", empört sich Sandra Gulla, Vorsitzende von PROVIEH. Grundlage für diese Massentötungen ist die so genannte Tierschutz-Schlachtverordnung, die das Töten von Eintagsküken bis 60 Stunden nach dem Schlüpfen erlaubt. Da ein männliches Legehuhn wesentlich länger braucht, um das Schlachtgewicht in der gängigen Hähnchenmast zu erreichen, halten die deutschen Mastbetriebe ihre Aufzucht für unrentabel. Nach dem deutschen Tierschutzgesetz dürfen Wirbeltiere jedoch nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner "Legehennenentscheidung" ausgeführt, dass nicht jede wirtschaftliche Überlegung einen vernünftigen Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes darstellt. PROVIEH setzt sich dafür ein, die sinnlosen Massentötungen zu beenden und fordert die Rückkehr von "Zweinutzungshühnern" oder geeigneten Hybriden, bei denen sowohl die weiblichen als auch die männlichen Tiere nach dem Schlupf aufgezogen werden können. Weitere Informationen bei: Markus Pfeuffer, Dipl.-Agrarbiologe, Fachreferent Nutztierhaltung bei PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V., Tel. 0431. 2 48 28 13 pfeuffer@provieh.de PROVIEH Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. Pressestelle Teichtor 10 24226 Heikendorf Tel. 0431. 2 48 28 0 Fax: 0431. 2 48 28 29 www.provieh.de info@provieh.de
Artikel drucken Fenster schließen |