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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  gepa Fair Handelshaus, D-42279 Wuppertal
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 27.04.2004
gepa setzt Zeichen für "fair und gentechnikfrei"
Fair Handelshaus gepa begrüßt die neue Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel
Wuppertal. "Verbraucherinnen und Verbraucher sollen beim Einkauf freie Wahl haben. Doch dafür ist Transparenz notwendig", meint Thomas Speck, Geschäftsführer des gepa Fair Handelshauses. Als einen Schritt zu verbesserter Kundeninformation hat die gepa die verschärfte Kennzeichnungspflicht durch die EU von gentechnisch veränderten Lebensmitteln begrüßt. "Wir setzen schon seit Jahren auf Gentechnikfreiheit als Alternative", so Speck weiter. "Dies entspricht unserem Grundsatz von nachhaltiger Produktion, die sowohl sozial- wie umweltgerecht sein soll."

Faire Schokolade ohne Gentechnik
Ein Beispiel für gentechnikfreie Produkte sind die fair gehandelten gepa Tafelschokoladen, Schokoladenriegel und schokolierten Produkte. Nicht nur die Premium- und Bio-, auch die konventionellen Schokoladenprodukte werden ohne Zusatz von gentechnisch veränderten Zutaten hergestellt. Um den Schmelz der Schokoladen zu verfeinern, wird die Schokoladenmasse bis zu 48 Stunden conchiert (gerührt); so kann auf den Emulgator Soja-Lezithin, der häufig gentechnisch verändert ist, verzichtet werden. Außerdem enthalten auch alle konventionellen gepa-Schokoladen ausschließlich Bio-Milchbestandteile. Denn herkömmliche Milchprodukte (Milch-, Sahne-, Joghurt- oder Molkepulver) könnten von Kühen stammen, die mit gentechnisch verändertem Mais oder Soja gefüttert wurden. Um die Gentechnikfreiheit auch von konventionellen Schokoladen zu garantieren, musste die gesamte Rezeptur geändert werden.
Alle Schokoladen und Schokoriegel tragen seit 2000 exemplarisch auf der Verpackung das Zeichen "ohne Gentechnik" des Bundes für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND). Hier war die gepa ihrer Zeit voraus: Erst vor kurzem sprach sich die Bundesministerin für Verbraucherschutz und Landwirtschaft, Renate Künast, für eine Kennzeichnung "ohne Gentechnik" von Produkten aus, vergleichbar dem Biosiegel der Bundesregierung.

Reis - ein kleines Körnchen Vielfalt
Der gepa-Reis trägt ebenfalls seit 2000 das Zeichen "ohne Gentechnik". Das bedeutet: Nicht nur der Reis ist gentechnikfrei, auch bei der Düngung der Reispflanzen wird kein gentechnisch veränderter Kompost
verwendet. Dr. Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises und Gründerin der indischen Nichtregierungsorganisation Navdanya, kämpft schon seit langem für Gentechnikfreiheit in der Reisproduktion. Von Navdanya bezieht die gepa Basmatireis, der in den Weltläden verkauft wird.

Der gepa geht es dabei nicht nur um Verbraucherschutz. "Mit fair gehandeltem Reis, der nicht gentechnisch verändert wurde, tragen wir zur Existenzsicherung von Kleinbauern in Asien bei", sagt gepa-Geschäftsführer Thomas Speck. "Sie kultivieren eine Vielzahl von Reissorten in Jahrtausende alter Tradition. Doch stehen die Reisbauern mehr und mehr unter Konkurrenzdruck von multinationalen Konzernen, die Reispflanzen patentieren oder gentechnisch verändern, also ein Marktmonopol schaffen möchten." Weltweit gibt es bereits eine Fülle von Gentech-Forschung zur Reisproduktion.

gepa im Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik"
Greenpeace Deutschland hat für seinen Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" über 450 Lebensmittelhersteller zur Verwendung von Gentechnik befragt. Die gepa ist dort unter den Kategorien Süßwaren, Getreideprodukte, Getränke und Fertigprodukte als Firma angegeben, die gentechnikfreie Lebensmittel anbietet. Für alle diese Warengruppen hat die gepa mit zwei grünen Punkten die höchste Auszeichnung bekommen. Weitere Informationen zur Broschüre unter www.greenpeace.org.

Die gepa handelt als größte europäische Fair Handelsorganisation seit 28 Jahren mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien zu fairen Preisen und langfristigen Lieferverträgen. Gesellschafter sind Misereor, der Evangelische Entwicklungsdienst (eed) sowie die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland (aej) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Im Geschäftsjahr 2002/2003 (Ende 31.3.2003) konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 35,7 Millionen Euro gesteigert werden.


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