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Rubrik:  Haus & Garten
Oasen in der Stadt
Schrebergärten - noch vor 20 Jahren galten diese kleinen Parzellen, die meistens am Rand von Wohngebieten liegen, als Inbegriff von Kleinbürgertum und Spießigkeit. Doch das hat sich geändert. Heute sind die grünen Oasen in der Stadt wieder heiß begehrt, die Wartelisten lang.

In Deutschland gibt es rund eine Million Klein- oder Schrebergärten. Kaufen kann man sie nicht, sondern nur pachten. Dafür muss man Mitglied in einem der vielen Kleingartenvereine sein, die es in beinahe jeder Stadt und Gemeinde gibt. Die Vereine vergeben die Parzellen. Allerdings ist mittlerweile die Nachfrage größer als das Angebot. Denn viele werden jahrzehntelang von einer Familie bewirtschaftet, gehen von den Eltern auf die Kinder über. Gleichzeitig ist der Grund für Schrebergärten knapp. Erst wenn ein Pächter sein Stück Land zurückgibt, ist der nächste dran. Deshalb heißt es oft warten.

Wer Glück hat, und so ein Stückchen Garten mit Laube ergattert, übernimmt Verpflichtungen: Er muss seine Parzelle in Schuss halten, Obst oder Gemüse anbauen und sich am Gemeinschaftsleben der Laubenpieper beteiligen. Und es fallen Kosten an: Zum einen ist das die Ablöse für den ehemaligen Pächter, je nach Gegend können es mehrere tausend Euro sein. Dazu kommen die Pacht, Vereinsbeiträge (zwischen 50 und 200 Euro) sowie Strom- und Müllgebühren.

Das Geld lohnt sich. Denn Schrebergärten versorgen ihre Pächter nicht nur mit Gemüse und Obst, sie versprechen auch Erholung und Bewegung an der frischen Luft. Ganz im Sinne des Begründers der Idee, dem Schuldirektor Ernst Hauschild. Namensgeber war sein Schwiegervater, Daniel Schreber, der sich für Kinderspielplätze eingesetzt hat.

Informationen gibt es bei den Kleingartenvereinen (im Telefonbuch etwa unter "Stadtverband der Kleingärtner") oder beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde unter: Tel. (030) 30 20 7140 und im Internet unter: www.kleingarten-bund.de.
Das eigene Grün ist dieHeimat des seltengewordenen Laubenpiepers.
 
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