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Quelle:ECO-News - die grüne Presseagentur
Partner:  Baubiologie Regional, D-95402 Bayreuth
Rubrik:Bauen    Datum: 08.10.2001
Auswahl und Verarbeitung bestimmt die Qualität
Eine Lanze für regionales und wintergeschlagenes Holz


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Holz ist nicht gleich Holz

Wenn in Ausschreibungen von Bauholz die Rede ist, machen es sich manche Planer vielfach zu einfach:
"... zu verwenden ist Nadelholz der Güteklasse A ...; Holzschutz nach den einschlägigen DIN-Normen ..."

Wer wirklich massives Bauholz in erstklassiger Qualität erhalten will, sollte folgende Regeln beachten:

Vorauswahl im Wald
Es wird nur gesundes, gerade gewachsenes Holz ausgesucht.

Der Einschlagzeitraum
Nur im Winter ist der richtige Einschlag-Zeitraum. In dieser Jahreszeit ist die Nähr-stoffzufuhr in den Stamm unterbrochen. Holzschädlinge finden somit keine Nahrung. Der optimale Fällzeitraum liegt je Holzart zwischen Januar und März.

Sachgemässe Lagerung im Wald
Das geschlagende Holz wird - möglichst von Hand - entrindet und auf Luftpoltern zwischengelagert.

Einschnitt im Sägewerk je nach Holzart von Anfang April bis Juni
Das Holz wird zu Brettern oder Kantholz geschnitten.

Lufttrocknung auf dem Lagerplatz
Nadelholz sollte ein bis zwei Jahre trocknen, Laubholz sogar vier bis acht Jahre.

Kontruktiver Holzschutz bei der baulichen Verwendung anstatt Chemie.

Wetterschutz
Ziel des Wetterschutzes ist es, Niederschläge so weit wie möglich vom Holz fernzuhalten
oder wenn dies nicht zu erreichen ist, ein schnelles Ableiten des Wassers von den
Holzteilen ohne Beeinträchtigung der Konstruktion zu verhindern.

Tauwasserschutz
Raumumschliessende Aussenbauteile sind gegen einen unzulässig grossen Tauwasserausfall des in der Raumluft enthaltenen Wasserdampfes zu schützen.
Da sich der Wasserdampf an der kältesten Stelle im Raum ablagert, ist auf eine optimale
Dämmung zu achten. Die Fassadenkonstruktion ist vollkommen winddicht auszuführen, wobei insbesondere auf Anschlüsse und Durchdringungen zu achten ist.

Schutz gegen Feuchteleitung
Der Feuchtegehalt des Holzes darf sich nicht durch Kontakt mit anderen, feuchten Stoffen
unzulässig erhöhen. Dies könnte z.B durch Berührung mit massiven Konstruktionen, wie
Mauerwerk oder Beton geschehen. Ein direkter Kontakt von Holz mit Erdreich ist auf jeden Fall zu vermeiden.


Die Webseite www.holz-regional.de engagiert sich für die Verwendung von regionalem und wintergeschlagenem Holz.

Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Gedankengut unterstützen und weitertragen würden.

Konstruktive kritische Äusserungen nehmen wir unter der E-Mail-Adresse holz@baubiologie-regional.de gerne an.


Joachim Weise, Baubiologe (IBN)




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