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Quelle:ECO-News - die grüne Presseagentur
Partner:  Baubiologie Regional, D-95402 Bayreuth
Rubrik:Bauen    Datum: 05.08.2001
Stadtentwicklung und regenerative Energien
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Am 1. 8. 2001 begann die Auslobung des EU-Wettbewerbs "Energieoptimierte und
ökologische Stadtsanierung"
. Es ist einer der größten durch die Europäische
Kommission geförderten Bauwettbewerbe. Acht Kommunen aus sechs europäischen
Staaten sind beteiligt
. Als Schirmherren unterstützen den Wettbewerb der
Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig, MdB Dr.
Herrmann Scheer (EUROSOLAR, Träger des alternativen Nobelpreises),
Deutschland, und aus Ungarn der Minister für Wirtschaft Dr. György Matolcsy.

Beim Wettbewerb "Ökologische und energieoptimierte Stadtsanierung" sind
Aufgaben zu bearbeiten, die europaweit besonders in Klein- und Mittelstädten
relevant sind
. Dort geht es um die Sanierung von alten Fabriken,
innerstädtischen Wohn- und Mischgebieten und um die Neubebauung der
revitalisierten Flächen. Herausforderung ist dabei die EU-Aktion "100
Communities". Um die Umweltbelastungen und die Abhängigkeit von fossilen
Brennstoffen zu reduzieren, hat die Europäische Kommission eine
ambitionierte Aktion gestartet, mit der bis 2010 etwa 12 % des europäischen
Energieverbrauchs von regenerativen Energieträger erzeugt werden soll.
Europaweit unterstützt Brüssel dabei einhundert Städte und Gemeinden, die
dieses Ziel konkret unterstützen. Darunter sind auch die acht Kommunen des
Revitalisierungswettbewerbs. Für sie sollen energieoptimierte Planungs- und
Baukonzepte entwickelt und umgesetzt werden, bei denen der Energiebedarf der
zwei bis 16 ha großen Wohn- und Gewerbegebiete bis zu 100 % aus
regenerativen Energiequellen erzeugt wird.

Diese Herausforderung übersteigt weit die Aufgaben, die herkömmliche
Planungen stellen
. Die enge Zusammenarbeit von Architektur- und
Ingenieurbüros, Energetikern und Ökonomen ist gefragt, um bei Objekten
dieser Größe zu eleganten technischen Lösungen zu kommen, die wirtschaftlich
sinnvoll zu realisieren sind.
Die wesentlichen Aufgaben der Wettbewerbe sind die Minimierung des
Primärenergiebedarfs, die verstärkte Nutzung regenerativer Energiequellen,
die Annäherung an den Passivhaus-Standard und die Verwendung neuer,
ökologischer Baustoffe und Bauprodukte sowie die Umsetzung innovativer
Bauverfahren
.

Eines der wichtigsten Ziele ist der europaweite Austausch von Ideen,
Konzepten und Erfahrungen. Dabei geht es nicht nur um die Planung: gesucht
werden auch Nutzungskonzepte, die die Schaffung von Arbeitsplätzen
ermöglichen.

Für Kaiserslautern werden Ideen zur Umgestaltung des Messeplatzes und seiner
Umgebung, insgesamt eine Fläche von 16,4 ha, gesucht. Die Städte Weiz und
Kapfenberg, beide in der Steiermark in Österreich, wollen ein zentrales
Quartier revitalisieren. Auch Binissalem auf Mallorca/Spanien erwartet von
dem Wettbewerb Ideen für die Neugestaltung des Stadtzentrums. Das Ziel der
sächsischen Städte Glauchau und Plauen ist die Wiederbelebung von zwei
zentral gelegenen Industriebrachen. Zeithain, ebenfalls in Sachsen, und
Gödöllö in Ungarn haben die Sanierung großer Plattensiedlungen als
Wettbewerbsaufgabe gestellt.

Initiatoren des Wettbewerbs sind das Regierungspräsidium Chemnitz/Sachsen
und das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport in
Nordrhein-Westfalen
. Die konkreten Aufgaben werden von den Stadtverwaltungen
betreut, die dabei von verschiedenen Universitäten und Umweltverbänden, u.a.
den Technischen Universitäten Chemnitz und Dresden, dem Institut Wohnen und
Umwelt, Darmstadt und der Bauakademie Gödöllö, Ungarn, unterstützt werden.
Koordinator ist der Initiativkreis Bauen und Umwelt e.V., Chemnitz.

Die Auslobung sowie alle weiteren Termine sind seit 1. August 2001 abrufbar
unter der Webadresse
www.eu-competition.org

Fragen beantwortet:
Horst Erichsen: +40-81.79.91 / Fax: +40-81.79.51

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