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Quelle:ECO-News - die grüne Presseagentur
Partner:  Baubiologie Regional, D-95402 Bayreuth
Rubrik:Bauen    Datum: 10.06.2001
Regionales Holz formuliert Wünsche an Politiker
Pilotprojekt zur Stärkung heimischer Erzeugnisse
Information und Kommunikation - und fast alles kostenlos gibt es bei Baubiologie Regional, dem Forum für gesundes Bauen und Wohnen im Internet.
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Der Baustoff Holz erlebt wegen seiner Vielseitigkeit derzeit eine Renaissance. Ungeachtet der flauen Baukonjunktur verzeichnet beispielsweise der Holzhausbau steigende Zahlen. Heimische Produkte und damit das Holz der kurzen Wege sollen gestärkt, die Strukturvielfalt in der holzverarbeitenden Industrie erhalten und gesichert werden.

Dies sind die Ziele eines über zwei Jahre laufenden Pilotprojektes, das vom Büro für naturgemässes Ressourcenmanagement in Bayreuth initiert wurde. Denn das für den Bau und für andere Holzprodukte verwendetet Material kommt oft nicht aus der wald- und holzreichen Region Oberfrankens sondern aus Österreich, Skandinavien, Tschechien, Lettland oder Russland. Dies belastet nicht nur die Umwelt, sondern vernichtet auch für die Region wichtige Arbeitsplätze.

Die Projektgruppe wird dabei von einem kompetenten wissenschaftlichen Beirat, in dem unter anderem die Fachhochschule Rosenheim, die Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg vertreten sind, unterstützt. In Oberfranken sind die Arbeitsgemeinschaft Regionales Holz Oberfranken, die Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberfranken, die Forstdirektion Oberfranken und Mittelfranken, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer für Oberfranken, sowie die Abteilung Wirtschaftsförderung der Regierung von Oberfranken beteiligt.

Im Schloss Thurnau trafen sich letzte Woche Vertreter aus den unterschiedlichsten Bereichen der oberfränkischen Holzwirtschaft zu einem intensiven Gedankenaustausch.

Das Projekt richtet sich darauf, gemeinsame Ziele und Wünsche zu formulieren, anstatt die Politiker mit ungebündelten Einzelinteressen zu konfrontieren. Diese bringt grössere Klarheit und bessere Orientierung für die Politik, weil der breitere Konsens bereits gefunden ist.

Die erarbeiteten Ziele und Wünsche sollen in einem gemeinsamen Gespräch, das am 16. Juli 2001 wahrscheinlich wieder in Thurnau stattfinden wird, an Politiker der Gemeinden und Städte Oberfrankens herangetragen werden.

Bei öffentlichen Bauten könnte noch weit mehr mit heimischen Holz gearbeitet werden. Hier könnte noch viel mehr für die Wirtschaftskraft, für die Umwelt und die sozialen Aspekte in der Region getan werden.

Ansprechpartner für das Projekt sind Frau Dr. Gabriele Bruckner und Herr Dr. Philipp Strohmeier aus Bayreuth, Telefon 0921-5606642, Fax 0921-5606643.
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