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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Ökom Gesellschaft für ökologische Kommunikation mbH, D-80337 München
Rubrik:Soziales u. Gesellschaft    Datum: 11.05.2001
Aus den Augen aus dem Sinn?
Nachhaltigkeit sehen und gestalten lernen Neuerscheinung politische ökologie 69
Nachhaltig lustlos? In der Wissenschaft, in politischen Insider-Debatten und sogar in Teilen der Wirtschaft ist der Begiff Nachhaltigkeit en vogue, aber für das Publikum ist er immer noch zu abstrakt und wissenschaftlich - und damit nicht begreifbar. "Wenn Nachhaltigkeit keine Form findet, hat sie keinen Wert" beschreibt Werner Schenkel, Direktor des Umweltbundesamtes, das Dilemma.

Ueber die moegliche (Aus-)Gestaltung der nachhaltigen Idee nachzudenken und konkrete Formen für die einzelnen Lebensbereiche zu entwickeln, fordert deshalb die politische oekologie Nr. 69 im aktuellen Themenheft "LebensKunst. Auf den Spuren einer Aesthetik der Nachhaltigkeit"
Lange Zeit standen Sachlichkeit und wissenschaftliche Anerkennung im Mittelpunkt. Nach Meinung der AutorInnen muss heute die aesthetische, sinnlich wahrnehmbare Dimension der Nachhaltigkeit wieder an Bedeutung gewinnen. Ein Blick in die Geschichte der Umweltbewegung zeigt, dass gerade die Aesthetik für das Begreifen oekologischer und gesellschaftlicher Probleme entscheidend ist, dass die sinnlich erfahrbare Naturzerstoerung wie Flaechenversiegelung, Luftverpestung und Verschmutzung von Fluessen der zentrale Beweggrund fuer oekologisches Engagement war.

Die politische oekologie macht sich auf die Suche nach der aesthetischen Dimension der Nachhaltigkeit. Sie fragt auch, wie der globale Wandel und der Verlust von Anschaulichkeit unser Verhalten beeinflussen. Und warum insbesondere Kunst und Kultur in der politisch-praktischen Diskussion endlich zu Wort kommen muessen. Die AutorInnen der unterschiedlichsten Disziplinen zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht allein eine wissenschaftliche, sondern vor allem eine gesellschaftliche Aufgabe ist, es letzlich um eine neue Lebenskultur geht.



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