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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  CW Öko Ei GmbH, D-82549 Königsdorf
Rubrik:Essen u. Trinken    Datum: 06.09.2000
"Riesen Schweinerei mit dem Hühner-Ei"
Zur Schlagzeile der tz vom 5.9.00

Bedauerlicherweise wird es falsche Kennzeichnungen bei Eiern immer wieder geben. Dies wird sich auch nie 100%ig ausschliessen lassen, auch wenn die Kontrollen durch die KAT noch so gut sind.

Vielmehr zeigt sich hier, dass die grosse Gefahr in der M經lichkeit zur falschen Deklaration liegt. Stellen Sie sich einmal vor, dass ein und dieselbe Packstelle alle Eiersorten sortiert und verpackt, also alles vom Bioei 在er Freilandei bis hin zum K呂igei. Ist da nicht der Anreiz zum Missbrauch viel zu hoch? Wie schnell ist da eine Partie Bodenhaltungseier in die Freiland-Verpackung gerutscht.

Abhilfe k罩nte darin liegen, dass jeweils nur eine Packstelle auch nur eine Sorte Eier sortieren darf. Nach diesem Prinzip arbeitet die EZG CW -ko Ei GmbH, so dass eine Falschdeklaration vom K呂igei zum Bioei erst gar nicht m經lich ist.

Vor dem Hintergrund der immer h絹er werdenden Verbrauchererwartung bez夙lich einer tiergerechten und 綏ologisch vertretbaren H多nerhaltung sollte hier aber der Frage der Tierhaltungsform nachgegangen werden.

Die Freilandhaltung muss laut gesetzlicher Vorgaben folgende Standards erf奸len:Besatzdichte im Stall: 7 Tiere/m2 bei Bodenhaltung oder 25 Tiere/m2 bei Volierenhaltung

Auslauffl呃he: 10m2/Tier

Die Zahlen f字 die Besatzdichte im Stall entsprechen dabei den gesetzlichen Vorgaben f字 Bodenhaltung bzw. Volierenhaltung, so dass defacto die Freilandhaltung einer Bodenhaltung mit rein theoretischer Auslaufm經lichkeit entspricht. Die praktische Nutzung des Auslaufs f字 die H多ner ist aus folgenden Gr好den eventuell nur eingeschr吵kt m經lich:

1. Es fehlt die gesetzliche Regelung der Mindest粵fnungsquerschnitte in den Auslauf:

H多ner haben ein sehr hohes Bed字fniss, sich bei Gefahr in Schutz bringen zu k罩nen. Die eine M經lichkeit kann der Strauchbewuchs im Auslauf sein, die andere der Stall in dem der Habicht nicht zuschlagen kann. Wenn aber nun 500 H多ner im Auslauf scharren, eine Gefahr naht und die Tiere fl圭hten wollen, aber nur eine Luke von 40*40 cm vorfinden, und sie Schlange stehen m存sen, um in den Stall zu gelangen, dann werden folglich die H多ner diesen Auslauf fast nicht nutzen.

2. Es fehlt die gesetzliche Regelung der Auslaufentfernung zum Stall:

H多ner bewegen sich nur bis zu einer Entfernung von maximal 300 Metern vom Stall weg. Dabei ist festzustellen, das nur bis zu 100 Meter der Auslauf zu 100% genutzt wird, w吩rend der Bereich 200-300m nur noch zu 1% genutzt wird.

Bei einem Stall mit 60.000 Legehennen w呀e eine Auslauffl呃he von etwa 780 * 780 Metern n聖ig. Damit liegt der Aktionsradius bei etwa 350 Metern.

Wir meinen somit, da die Erwartungen des Verbrauchers an die Freilandhaltung nicht im Mindesten befriedigt werden und nur durch sch罩e Bilder auf der Eierverpackung der Eindruck geweckt wird, es handle sich um Eier einer kleinen H多nerherde auf der Wiese.

Die gesetzlichen Mindestanforderungen an die verschiedenen Haltungsarten

 

K呂ighaltung

Bodenhaltung

Freilandhaltung

EU-Biohaltung

Besatzdichte im Stall

22,22 Hennen / m2 K呂igfl呃he

7 Hennen / m2

Stallgrundfl呃he

7 Hennen / m2 Stallgrundfl呃he

6 Hennen / m2 Stallbewegungsfl呃he

Auslauffl呃he

keine

keine

10m2 / Henne

4 m2 / Henne

Haltungsgr蜓e

unbeschr吵kt

unbeschr吵kt

unbeschr吵kt

max 3000 Hennen

-ffnungsquer-schnitt in den Auslauf

-

-

nicht geregelt

6,66 m per 1000 Hennen


Die Tabelle zeigt Ihnen die wichtigsten Zahlen im Vergleich. Dabei ist zu erkennen, dass nur die Biohaltung die vorher beschriebenen Verbrauchererwartungen an die Tiergerechtigkeit erf奸lt. Die Erwartungen hinsichtlich -kologie werden durch die fl呃henbezogene Tierhaltung der Betriebe sowie durch den Einsatz von Biofuttermitteln erf奸lt. Futtermittelzus含ze wie Leistungsteigerer, Antibiotika und Dotterfarbstoffe kommen nicht zum Einsatz.

Gesetzliche Grundlage f字 die Bio Legehennenhaltung ist Bio VO 1804/1999 in der die Haltungsbedingungen geregelt sind. Eine Umstellzeit bis 2010 f字 Altbetriebe bez夙lich baulicher Gegebenheiten (3000 Hennen pro Stallgeb吟de) erm經licht den in den vergangenen 10 Jahren entstandenen Bio Grossbetrieben (bis zu 140.000 Hennen) weiter zu produzieren.

Die Bio VO 1804/1999 versteht sich als Mindeststandard und kann durchaus von den Bio Verb吵den versch呀ft werden. So hat Bioland zur Beschr吵kung der Haltungsgr蜓en zus含zlich eine maximale Entfernung des Auslaufes von 150 m zum Stall festgeschrieben.

Bei den uns angeschlossenen Betrieben handelt es sich um b吟erliche Familienbetriebe, die nicht mehr als 3000 Tiere je Stallgeb吟de halten. Jeder Stall verf夙t zus含zlich 在er einen Wintergarten (er steht den Tieren auch bei schlechtem Wetter zur Verf夙ung) und einen Gr好auslauf. Die Besatzdichte betraegt dadurch bei unseren Betrieben nur noch 4,5 Tiere / m2 Bewegungsflaeche.




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